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	<title>Comments on: Wir m&#252;ssen katholisch sein</title>
	<link>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/</link>
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	<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 06:20:12 +0000</pubDate>
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	<item>
 		<title>Comment on Wir m&#252;ssen katholisch sein by: Ralf</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-192496</link>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 20:47:37 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-192496</guid>
					<description>Hallo Janko, diese Antwort behandelt jetzt Deinen letzten Kommentar, den ich versehentlich erst jetzt freigeschaltet habe.

Erst einmal auch hier danke f&#252;r Deine guten Gedanken, denen ich viel abgewinnen kann.

Auch ich freue mich nicht auf eine Schrumpfung der Kirche - wie k&#246;nnte ich das auch - aber sie wird kommen, da es eine breite Ablehnung des Evangeliums gibt. Das ist leider so, war vielleicht auch schon fr&#252;her so. Die pers&#246;nliche Umkehr war wohl noch nie so richtig en vogue und da geht ein Ablehnen des Evangeliums jetzt viel schmerzfreier als fr&#252;her, kein sozialer Druck veranla&#223;t mehr zum Bleiben.

Ich stimme Dir zu, wenn Du meinst, da&#223; f&#252;r Franziskus in seinem Brief auch eine Aufforderung an die Kleriker steckt, ihren Dienst so auszuf&#252;hren, wie es ihrer Berufung entspricht. Dieser Dienst f&#252;r die Kirche ist aber nicht zwangsl&#228;ufig ein Dienst f&#252;r die Mehrheit der Kirchenmitglieder. Es ist vor allem der Dienst, den Menschen Gott n&#228;her zu bringen, vor allem in den Sakramenten, denn ein sichereres Mittel f&#252;r das direkte Erfahren der N&#228;he Gottes haben wir nicht. Er ist vor allem dadurch ein Dienst an den Menschen.

Doch leider - und auch dies ist entweder Folge oder Ursache oder Beiwerk der Schrumpfung der Kirche (ich lege ich da nicht fest) - geht dieses Bewu&#223;tsein &#252;ber die Sakramente immer mehr fl&#246;ten (man denke nur an die Krankensalbung und die Beichte).

Ja, Du hast auch Recht, da&#223; Franziskus sich das Leben nach dem Evangelium nicht von der Kirche vorschreiben lie&#223; - aber ein Gegeneinander gab es eben auch nicht. Er lie&#223; es sich vom &quot;Herrn Papst&quot; (Testament) best&#228;tigen, mehr nicht. Aber auch nicht weniger, die R&#252;ckbindung war ihm wichtig und er legte gr&#246;&#223;ten Wert darauf und war sehr harsch gegen&#252;ber Abweichlern (f&#252;r ihn war aber sicher nicht jeder Nachfolger Christi ein Teil der Kirche, ein Modell von &quot;unsichtbarer Kirche&quot; gab es damals nicht. Es hat ihn auch nicht so interessiert au&#223;erhalb seiner Bruderschaft).

Letztlich kommt es, auch hier Zustimmung, immer auf das gelebte Evangelium an, auf das Wie und Wo eines jeden von uns. Ein zu starkes Starren auf Franziskus hilft da auch nicht weiter, wir leben in unserer Zeit, er lebte in der seinen.

Wie Er Dich ruft, wei&#223;t letztlich nur Du. 

Aber, vielleicht sehen wir uns ja im OFS wieder :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Hallo Janko, diese Antwort behandelt jetzt Deinen letzten Kommentar, den ich versehentlich erst jetzt freigeschaltet habe.</p>
	<p>Erst einmal auch hier danke f&#252;r Deine guten Gedanken, denen ich viel abgewinnen kann.</p>
	<p>Auch ich freue mich nicht auf eine Schrumpfung der Kirche - wie k&#246;nnte ich das auch - aber sie wird kommen, da es eine breite Ablehnung des Evangeliums gibt. Das ist leider so, war vielleicht auch schon fr&#252;her so. Die pers&#246;nliche Umkehr war wohl noch nie so richtig en vogue und da geht ein Ablehnen des Evangeliums jetzt viel schmerzfreier als fr&#252;her, kein sozialer Druck veranla&#223;t mehr zum Bleiben.</p>
	<p>Ich stimme Dir zu, wenn Du meinst, da&#223; f&#252;r Franziskus in seinem Brief auch eine Aufforderung an die Kleriker steckt, ihren Dienst so auszuf&#252;hren, wie es ihrer Berufung entspricht. Dieser Dienst f&#252;r die Kirche ist aber nicht zwangsl&#228;ufig ein Dienst f&#252;r die Mehrheit der Kirchenmitglieder. Es ist vor allem der Dienst, den Menschen Gott n&#228;her zu bringen, vor allem in den Sakramenten, denn ein sichereres Mittel f&#252;r das direkte Erfahren der N&#228;he Gottes haben wir nicht. Er ist vor allem dadurch ein Dienst an den Menschen.</p>
	<p>Doch leider - und auch dies ist entweder Folge oder Ursache oder Beiwerk der Schrumpfung der Kirche (ich lege ich da nicht fest) - geht dieses Bewu&#223;tsein &#252;ber die Sakramente immer mehr fl&#246;ten (man denke nur an die Krankensalbung und die Beichte).</p>
	<p>Ja, Du hast auch Recht, da&#223; Franziskus sich das Leben nach dem Evangelium nicht von der Kirche vorschreiben lie&#223; - aber ein Gegeneinander gab es eben auch nicht. Er lie&#223; es sich vom &#8220;Herrn Papst&#8221; (Testament) best&#228;tigen, mehr nicht. Aber auch nicht weniger, die R&#252;ckbindung war ihm wichtig und er legte gr&#246;&#223;ten Wert darauf und war sehr harsch gegen&#252;ber Abweichlern (f&#252;r ihn war aber sicher nicht jeder Nachfolger Christi ein Teil der Kirche, ein Modell von &#8220;unsichtbarer Kirche&#8221; gab es damals nicht. Es hat ihn auch nicht so interessiert au&#223;erhalb seiner Bruderschaft).</p>
	<p>Letztlich kommt es, auch hier Zustimmung, immer auf das gelebte Evangelium an, auf das Wie und Wo eines jeden von uns. Ein zu starkes Starren auf Franziskus hilft da auch nicht weiter, wir leben in unserer Zeit, er lebte in der seinen.</p>
	<p>Wie Er Dich ruft, wei&#223;t letztlich nur Du. </p>
	<p>Aber, vielleicht sehen wir uns ja im OFS wieder :-)
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Wir m&#252;ssen katholisch sein by: Ralf</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-188335</link>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 18:52:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-188335</guid>
					<description>Hallo Janko (das bezieht sich auf Deinen vorletzten Kommentar).

Danke f&#252;r Deinen Beitrag.

Ja, nat&#252;rlich ist man, wenn man wahrhaft katholisch sein will, auch evangelisch im Sinne des Evangelium-befolgen. Das war Franziskus sicher - auch wenn wenn er sich eben wie andere Bu&#223;prediger nicht an sola scriptura hielt, sondern an scriptura cum ecclesia. Seine Entscheidung, nicht wie so viele andere damals ihr Ding ohne die Kirche zu leben, war bestimmt nicht einfach nur so gef&#228;llt worden.

Die Kirche, ja ein leidiges Thema bei vielen franziskanisch Gesinnten (was ich echt nicht verstehe, aber so ist's halt - ich habe keinen Konflikt mit ihr, auch nicht im Verst&#228;ndis).

Was der Glaube der Kirche (auch &#252;ber die eigenen Grenzen) ist, wurde seit jeher auf Konzilen festgelegt - und abstimmungsberechtigt waren immer nur Bisch&#246;fe. Genauer gesagt, wurde auf den Konzilen immer festgelegt, wo das Kirchesein des einzelnen aufh&#246;rt (anathema sit). Wenn also Franz fordert, da&#223; die Novizen bzgl. der Sakramente eingehend gepr&#252;ft werden sollen, dann, weil er in den Bisch&#246;fen nicht nur Verwaltungsangestellte eines Chefs in Rom sah.

Die Kirche ist da, wo der Glaube der Kirche ist, in den Gl&#228;ubigen - das sind Kleriker ebenso wie Laien, vor Gott sind ja eh alle gleich. Und Franz sagte ja, da&#223; wir nur das seien, was wir vor Gott seien und mehr (und weniger) nicht.

Was Franziskus genau wollte, ob Orden oder nicht, ob Regel oder nicht, dar&#252;ber streiten sich die Historiker mit wechselnden Mehrheiten seit Jahrzehnten. Das ist aber auch f&#252;r den einzelnen vollkommen irrelevant - denn was wichtig ist: Franz hat gezeigt, da&#223; ein Leben nach dem Evangelium in der Kirche geht und angenommen wird.

Mehr braucht es nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Hallo Janko (das bezieht sich auf Deinen vorletzten Kommentar).</p>
	<p>Danke f&#252;r Deinen Beitrag.</p>
	<p>Ja, nat&#252;rlich ist man, wenn man wahrhaft katholisch sein will, auch evangelisch im Sinne des Evangelium-befolgen. Das war Franziskus sicher - auch wenn wenn er sich eben wie andere Bu&#223;prediger nicht an sola scriptura hielt, sondern an scriptura cum ecclesia. Seine Entscheidung, nicht wie so viele andere damals ihr Ding ohne die Kirche zu leben, war bestimmt nicht einfach nur so gef&#228;llt worden.</p>
	<p>Die Kirche, ja ein leidiges Thema bei vielen franziskanisch Gesinnten (was ich echt nicht verstehe, aber so ist&#8217;s halt - ich habe keinen Konflikt mit ihr, auch nicht im Verst&#228;ndis).</p>
	<p>Was der Glaube der Kirche (auch &#252;ber die eigenen Grenzen) ist, wurde seit jeher auf Konzilen festgelegt - und abstimmungsberechtigt waren immer nur Bisch&#246;fe. Genauer gesagt, wurde auf den Konzilen immer festgelegt, wo das Kirchesein des einzelnen aufh&#246;rt (anathema sit). Wenn also Franz fordert, da&#223; die Novizen bzgl. der Sakramente eingehend gepr&#252;ft werden sollen, dann, weil er in den Bisch&#246;fen nicht nur Verwaltungsangestellte eines Chefs in Rom sah.</p>
	<p>Die Kirche ist da, wo der Glaube der Kirche ist, in den Gl&#228;ubigen - das sind Kleriker ebenso wie Laien, vor Gott sind ja eh alle gleich. Und Franz sagte ja, da&#223; wir nur das seien, was wir vor Gott seien und mehr (und weniger) nicht.</p>
	<p>Was Franziskus genau wollte, ob Orden oder nicht, ob Regel oder nicht, dar&#252;ber streiten sich die Historiker mit wechselnden Mehrheiten seit Jahrzehnten. Das ist aber auch f&#252;r den einzelnen vollkommen irrelevant - denn was wichtig ist: Franz hat gezeigt, da&#223; ein Leben nach dem Evangelium in der Kirche geht und angenommen wird.</p>
	<p>Mehr braucht es nicht.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Wir m&#252;ssen katholisch sein by: Janko</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-187035</link>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 13:33:40 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-187035</guid>
					<description>Ach, da m&#246;chte ich gleich noch eines anf&#252;gen, was mir eigentlich schon nach Deinem &lt;a href=&quot;http://paxetbonum.de/index.php/2009/10/26/genervt-2/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Beitrag&lt;/a&gt; von vor ein paar Wochen durch Kopf und Bauch geschwirrt ist: Ich bin auch genervt von innerkirchlichen Diskussionen, vor allem von der immer lauter werdenden Schar von Traditionalisten, deren Beitr&#228;ge generell etwas Ausgrenzendes haben. Die Frage, wer oder was &quot;noch&quot; katholisch ist, interessiert mich pers&#246;nlich eigentlich nur peripher, aber wenn ich mir dann und wann anh&#246;ren muss, dass ich beispielsweise, weil ich nicht in allen Punkten mit den Verlautbarungen aus dem Vatikan einverstanden bin, nun auch nicht mehr katholisch sei, stelle ich mir automatisch die Frage, wie denn mein &quot;Katholischsein&quot; zu rechtfertigen sei. 
Im Zweiten Brief an die Gl&#228;ubigen klingt meiner Meinung nach auch so eine Art Rechtfertigungshaltung durch und angesichts der historischen Umst&#228;nde, in denen dieser Brief entstand, muss das auch nicht verwundern. 
Ich sehe in Franziskus jemanden, der das Evangelium und die Sakramente ernst nimmt, der also im besten Sinne &quot;konservativ&quot; ist, weil ihm daran liegt, diese Werte zu bewahren und vor allem zu leben. Leider verstehen heute viele Konservatismus als gleichbedeutend mit Gehorsam und w&#252;rden die Messe wahrscheinlich auch auf Chinesisch feiern, wenn der Papst es anordnet.
Was Franziskus da in seinem Brief schreibt, darf meiner Meinung nach mit Recht als konservativ verstanden werden, allerdings fordert er im Grunde gar nicht die Gl&#228;ubigen auf, den Klerikern zu gehorchen, sondern umgekehrt: Er fordert implizit die Kleriker auf, ihren Dienst f&#252;r die Kirche zu tun, den Dienst, f&#252;r den sie angetreten sind und f&#252;r den sie Respekt und Hochachtung verdienen - auch wenn sie S&#252;nder sind!
Insofern habe ich auch Probleme damit, mich auf die vielbeschworene Gesundschrumpfung der Kirche (in Deutschland) zu freuen, wo dann alle &quot;nervenden&quot; Dauerfrustrierten verschwunden sind und nur noch Friede, Freude, Eierkuchen gefeiert wird. Im Evangelium hei&#223;t es &quot;hinaus in alle Welt&quot; und nicht hinein in die gem&#252;tliche Stube der eigenen Gesinnungsgenossen. Und ich m&#246;chte nicht wissen, ob dieser Mensch Franziskus, der am Ende seines Lebens so dauerfrustriert und verzweifelt war, dass er sich von allen &#196;mtern zur&#252;ckzog und vielleicht sogar mit dem Gedanken spielte, seinem Leben ein Ende zu setzen (siehe die Gedanken &lt;a href=&quot;http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/17/bruder-tod/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;), nicht auch zu denen geh&#246;rt h&#228;tte, der einer Gesundschrumpfung - h&#228;tte es eine gegeben - zum Opfer gefallen w&#228;re. Franziskus war f&#252;r mich jemand, der vor allem den Weg des Evangeliums gesucht hat, er hat ihn sich aber nicht von der Kirche vorschreiben lassen, sondern f&#252;r ihn ist der, der den Weg des Evangeliums geht, ein Teil von Kirche.
Er spricht auch nicht davon, dass das Heil &quot;verwaltet&quot; wird, genausowenig, wie die Armut &quot;verwaltet&quot; werden kann - das Evangelium will gelebt werden und die Frage ist immer wieder neu, was das f&#252;r Dich, f&#252;r mich, f&#252;r uns und f&#252;r alle Gl&#228;ubigen eigentlich hei&#223;t.
Tut mir leid, dass es l&#228;nger geworden ist, ich hab's nicht k&#252;rzer gekriegt. Mit diesen Gedanken w&#252;nsche ich pax et bonum,
Janko.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Ach, da m&#246;chte ich gleich noch eines anf&#252;gen, was mir eigentlich schon nach Deinem <a href="http://paxetbonum.de/index.php/2009/10/26/genervt-2/" rel="nofollow" rel="nofollow" target="_blank">Beitrag</a> von vor ein paar Wochen durch Kopf und Bauch geschwirrt ist: Ich bin auch genervt von innerkirchlichen Diskussionen, vor allem von der immer lauter werdenden Schar von Traditionalisten, deren Beitr&#228;ge generell etwas Ausgrenzendes haben. Die Frage, wer oder was &#8220;noch&#8221; katholisch ist, interessiert mich pers&#246;nlich eigentlich nur peripher, aber wenn ich mir dann und wann anh&#246;ren muss, dass ich beispielsweise, weil ich nicht in allen Punkten mit den Verlautbarungen aus dem Vatikan einverstanden bin, nun auch nicht mehr katholisch sei, stelle ich mir automatisch die Frage, wie denn mein &#8220;Katholischsein&#8221; zu rechtfertigen sei.<br />
Im Zweiten Brief an die Gl&#228;ubigen klingt meiner Meinung nach auch so eine Art Rechtfertigungshaltung durch und angesichts der historischen Umst&#228;nde, in denen dieser Brief entstand, muss das auch nicht verwundern.<br />
Ich sehe in Franziskus jemanden, der das Evangelium und die Sakramente ernst nimmt, der also im besten Sinne &#8220;konservativ&#8221; ist, weil ihm daran liegt, diese Werte zu bewahren und vor allem zu leben. Leider verstehen heute viele Konservatismus als gleichbedeutend mit Gehorsam und w&#252;rden die Messe wahrscheinlich auch auf Chinesisch feiern, wenn der Papst es anordnet.<br />
Was Franziskus da in seinem Brief schreibt, darf meiner Meinung nach mit Recht als konservativ verstanden werden, allerdings fordert er im Grunde gar nicht die Gl&#228;ubigen auf, den Klerikern zu gehorchen, sondern umgekehrt: Er fordert implizit die Kleriker auf, ihren Dienst f&#252;r die Kirche zu tun, den Dienst, f&#252;r den sie angetreten sind und f&#252;r den sie Respekt und Hochachtung verdienen - auch wenn sie S&#252;nder sind!<br />
Insofern habe ich auch Probleme damit, mich auf die vielbeschworene Gesundschrumpfung der Kirche (in Deutschland) zu freuen, wo dann alle &#8220;nervenden&#8221; Dauerfrustrierten verschwunden sind und nur noch Friede, Freude, Eierkuchen gefeiert wird. Im Evangelium hei&#223;t es &#8220;hinaus in alle Welt&#8221; und nicht hinein in die gem&#252;tliche Stube der eigenen Gesinnungsgenossen. Und ich m&#246;chte nicht wissen, ob dieser Mensch Franziskus, der am Ende seines Lebens so dauerfrustriert und verzweifelt war, dass er sich von allen &#196;mtern zur&#252;ckzog und vielleicht sogar mit dem Gedanken spielte, seinem Leben ein Ende zu setzen (siehe die Gedanken <a href="http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/17/bruder-tod/" rel="nofollow" rel="nofollow" target="_blank">hier</a>), nicht auch zu denen geh&#246;rt h&#228;tte, der einer Gesundschrumpfung - h&#228;tte es eine gegeben - zum Opfer gefallen w&#228;re. Franziskus war f&#252;r mich jemand, der vor allem den Weg des Evangeliums gesucht hat, er hat ihn sich aber nicht von der Kirche vorschreiben lassen, sondern f&#252;r ihn ist der, der den Weg des Evangeliums geht, ein Teil von Kirche.<br />
Er spricht auch nicht davon, dass das Heil &#8220;verwaltet&#8221; wird, genausowenig, wie die Armut &#8220;verwaltet&#8221; werden kann - das Evangelium will gelebt werden und die Frage ist immer wieder neu, was das f&#252;r Dich, f&#252;r mich, f&#252;r uns und f&#252;r alle Gl&#228;ubigen eigentlich hei&#223;t.<br />
Tut mir leid, dass es l&#228;nger geworden ist, ich hab&#8217;s nicht k&#252;rzer gekriegt. Mit diesen Gedanken w&#252;nsche ich pax et bonum,<br />
Janko.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Wir m&#252;ssen katholisch sein by: Janko</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-187026</link>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 12:56:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-187026</guid>
					<description>Franziskus ist schon unmittelbar nach seinem Tod zur &quot;amtskatholischen Wunderwaffe&quot; gemacht worden. Die schnelle Heiligsprechung und die riesige Grabeskirche stehen auch symbolisch daf&#252;r, wie sehr die Hierarchen Franziskus und seine Bewegung damals gebraucht haben. Heute denke ich, wissen wir es besser, und brauchen nicht lange dar&#252;ber diskutieren, dass dieser Franziskus mit gro&#223;er Sicherheit dort nicht ist: Unter Tonnen von Stein. Er h&#228;tte wahrscheinlich dieses ganze Grabesmonument ignoriert oder in einem Anfall von &#252;bersch&#228;umender Wut eigenh&#228;ndig versucht, es Stein f&#252;r Stein abzubauen. 
Er w&#228;re nat&#252;rlich trotzdem katholisch gewesen, denn &quot;katholisch sein&quot; hei&#223;t ja gar nicht, immer nur fromm s&#228;uselnd durch die Gegend zu laufen und alle lieb zu haben, und das ist es, was ich so sehr an dieser ganzen Franziskus-Geschichte liebe. Dieser Heilige war von Anfang an und ist bis heute einer der gr&#246;&#223;ten Stachel im katholischen Fleische, weil er einen Gedanken radikal verfolgt, den man einige Jahrhunderte sp&#228;ter wohl &quot;reformatorisch&quot; genannt h&#228;tte: Sola scriptura hei&#223;t bei Franziskus &quot;das Evangelium beobachten&quot;. Seine Quelle, sein Steinbruch, in dem er sich abarbeitet, ist die Heilige Schrift und damit h&#228;lt er der Kirche bis heute den Spiegel vor. 
Insofern hei&#223;t &quot;katholisch sein&quot; aus franziskanischer Perspektive in der Tat vor allem auch: Die Kirche ist da, wo die Gl&#228;ubigen sind (und nicht die Mitbr&#252;der oder die Kleriker). Er lobt ja gerade nicht die Kleriker als Person, sondern als Amtstr&#228;ger und hebt damit ihre Funktion f&#252;r die Kirche hervor. Das entspricht dem, was das Zweiten Vaticanum wieder hervorgehoben hat.
Ich komme deshalb irgendwie nicht ganz zurecht mit dem Ende Deines Beitrags, wo es um die Frage geht, wer denn festlegen d&#252;rfe, wie &quot;Kirche zu sein habe&quot; und ob es &quot;in der Kirche ausreichend Raum gibt&quot; f&#252;r die franziskanische Berufung. Wer bestimmt denn &#252;berhaupt, was Kirche ist und wer legt die Grenzen fest? Der Papst? Das Lehramt? Die Amtstr&#228;ger? Ich habe den Verdacht, dass Franziskus sich sein ganzes Leben lang mehr oder weniger erfolgreich geweigert hat, &#252;ber das Evangelium hinaus irgendwelche Festlegungen zu akzeptieren, denn die Regeln sind ihm ja mehr abgerungen worden, als dass er darauf gebrannt h&#228;tte, seiner Bewegung Grenzen zu setzen. Er wollte vielleicht gar keine Bewegung, sondern einfach nur &quot;katholisch sein&quot; - und das war f&#252;r ihn identisch mit &quot;evangelisch sein&quot; ;-))</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Franziskus ist schon unmittelbar nach seinem Tod zur &#8220;amtskatholischen Wunderwaffe&#8221; gemacht worden. Die schnelle Heiligsprechung und die riesige Grabeskirche stehen auch symbolisch daf&#252;r, wie sehr die Hierarchen Franziskus und seine Bewegung damals gebraucht haben. Heute denke ich, wissen wir es besser, und brauchen nicht lange dar&#252;ber diskutieren, dass dieser Franziskus mit gro&#223;er Sicherheit dort nicht ist: Unter Tonnen von Stein. Er h&#228;tte wahrscheinlich dieses ganze Grabesmonument ignoriert oder in einem Anfall von &#252;bersch&#228;umender Wut eigenh&#228;ndig versucht, es Stein f&#252;r Stein abzubauen.<br />
Er w&#228;re nat&#252;rlich trotzdem katholisch gewesen, denn &#8220;katholisch sein&#8221; hei&#223;t ja gar nicht, immer nur fromm s&#228;uselnd durch die Gegend zu laufen und alle lieb zu haben, und das ist es, was ich so sehr an dieser ganzen Franziskus-Geschichte liebe. Dieser Heilige war von Anfang an und ist bis heute einer der gr&#246;&#223;ten Stachel im katholischen Fleische, weil er einen Gedanken radikal verfolgt, den man einige Jahrhunderte sp&#228;ter wohl &#8220;reformatorisch&#8221; genannt h&#228;tte: Sola scriptura hei&#223;t bei Franziskus &#8220;das Evangelium beobachten&#8221;. Seine Quelle, sein Steinbruch, in dem er sich abarbeitet, ist die Heilige Schrift und damit h&#228;lt er der Kirche bis heute den Spiegel vor.<br />
Insofern hei&#223;t &#8220;katholisch sein&#8221; aus franziskanischer Perspektive in der Tat vor allem auch: Die Kirche ist da, wo die Gl&#228;ubigen sind (und nicht die Mitbr&#252;der oder die Kleriker). Er lobt ja gerade nicht die Kleriker als Person, sondern als Amtstr&#228;ger und hebt damit ihre Funktion f&#252;r die Kirche hervor. Das entspricht dem, was das Zweiten Vaticanum wieder hervorgehoben hat.<br />
Ich komme deshalb irgendwie nicht ganz zurecht mit dem Ende Deines Beitrags, wo es um die Frage geht, wer denn festlegen d&#252;rfe, wie &#8220;Kirche zu sein habe&#8221; und ob es &#8220;in der Kirche ausreichend Raum gibt&#8221; f&#252;r die franziskanische Berufung. Wer bestimmt denn &#252;berhaupt, was Kirche ist und wer legt die Grenzen fest? Der Papst? Das Lehramt? Die Amtstr&#228;ger? Ich habe den Verdacht, dass Franziskus sich sein ganzes Leben lang mehr oder weniger erfolgreich geweigert hat, &#252;ber das Evangelium hinaus irgendwelche Festlegungen zu akzeptieren, denn die Regeln sind ihm ja mehr abgerungen worden, als dass er darauf gebrannt h&#228;tte, seiner Bewegung Grenzen zu setzen. Er wollte vielleicht gar keine Bewegung, sondern einfach nur &#8220;katholisch sein&#8221; - und das war f&#252;r ihn identisch mit &#8220;evangelisch sein&#8221; ;-))
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Wir m&#252;ssen katholisch sein by: Ralf</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-185886</link>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 18:14:55 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-185886</guid>
					<description>Angesichts der vorhandenen Quellen - und nur die kann man zugrunde legen - ist es aus geschichtswissenschaftlicher Sicht reine Spekulation, warum die erste Regel nicht &#252;berliefert ist. Auch die Frage nach dem angeblich gescheiterten Franziskus ist h&#246;chst umstritten - er selbst hat ja schlie&#223;lich die ersten Jahre alle Br&#252;der aufgenommen. Er litt sicher unter der Entwicklung, war aber auch gleichzeitig nicht der Meinung, da&#223; er selbst der Herr des Ordens sei. Als Herrn sah er jemand anderen.

Katholischsein war zu seiner Zeit eben in der Kirche sein - Du kennst sicher den Teil der Ordensregel, der besagt, da&#223; die Novizen auf ihren Glauben bez&#252;glich der Sakramente genau gepr&#252;ft werden sollten. Franziskus ist von der Kirche nicht zu trennen, auch wenn dies bestimmt nicht selten schmerzhaft war. Doch von einem Leben ohne Leid hat nie jemand etwas versprochen, im Gegenteil.

Franziskus eignet sich weder als Zeuge gegen Kleriker noch gegen die Kirche, wie sich die Katholische versteht. Auch Klaras Schriften sind da eindeutig.

Frieden und alles Gute,
Ralf</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Angesichts der vorhandenen Quellen - und nur die kann man zugrunde legen - ist es aus geschichtswissenschaftlicher Sicht reine Spekulation, warum die erste Regel nicht &#252;berliefert ist. Auch die Frage nach dem angeblich gescheiterten Franziskus ist h&#246;chst umstritten - er selbst hat ja schlie&#223;lich die ersten Jahre alle Br&#252;der aufgenommen. Er litt sicher unter der Entwicklung, war aber auch gleichzeitig nicht der Meinung, da&#223; er selbst der Herr des Ordens sei. Als Herrn sah er jemand anderen.</p>
	<p>Katholischsein war zu seiner Zeit eben in der Kirche sein - Du kennst sicher den Teil der Ordensregel, der besagt, da&#223; die Novizen auf ihren Glauben bez&#252;glich der Sakramente genau gepr&#252;ft werden sollten. Franziskus ist von der Kirche nicht zu trennen, auch wenn dies bestimmt nicht selten schmerzhaft war. Doch von einem Leben ohne Leid hat nie jemand etwas versprochen, im Gegenteil.</p>
	<p>Franziskus eignet sich weder als Zeuge gegen Kleriker noch gegen die Kirche, wie sich die Katholische versteht. Auch Klaras Schriften sind da eindeutig.</p>
	<p>Frieden und alles Gute,<br />
Ralf
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Wir m&#252;ssen katholisch sein by: stefan</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2009/11/04/wir-muessen-katholisch-sein/#comment-185791</link>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 21:36:51 +0000</pubDate>
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					<description>Um Franziskus und seine Schriften objektiv - wenn das &#252;berhaupt m&#246;glich ist - sehen zu k&#246;nnen, bedarf es bei diesem Text zumindest eine Korrektur aufgrund seines restlichen Lebensweges. Immerhin waren es die Kleriker, die es nicht zugelassen haben, dass seine erste Regel (vernichtet!) und sein eigentlicher Wunsch nach Minderbr&#252;dern in der Welt wirklich werden liesen. Auch der Begriff des katholisch seins, hatte vor der Reformation wohl einen anderen Stand. Einen lieben Gru&#223; vom kleinen Bruder Stefan</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Um Franziskus und seine Schriften objektiv - wenn das &#252;berhaupt m&#246;glich ist - sehen zu k&#246;nnen, bedarf es bei diesem Text zumindest eine Korrektur aufgrund seines restlichen Lebensweges. Immerhin waren es die Kleriker, die es nicht zugelassen haben, dass seine erste Regel (vernichtet!) und sein eigentlicher Wunsch nach Minderbr&#252;dern in der Welt wirklich werden liesen. Auch der Begriff des katholisch seins, hatte vor der Reformation wohl einen anderen Stand. Einen lieben Gru&#223; vom kleinen Bruder Stefan
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