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	<title>Comments on: Er ist dann mal weg</title>
	<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/</link>
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	<pubDate>Wed, 23 May 2012 01:09:11 +0000</pubDate>
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	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Janko</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-218036</link>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 20:50:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-218036</guid>
					<description>Ach Ralf, jetzt h&#246;r doch auf mit diesem Quatsch: Abtreibungsgesetze! 
Okay, Du geh&#246;rst zu denen, die sich vom ZdK nicht vertreten f&#252;hlen. Manche machen das ja auch deutlich mit so einem Banner ... das w&#228;re so, als wenn ich mir ein Banner auf die Homepage stelle &quot;Ich werde von der Schwarz-Gelben Regierung nicht vertreten&quot; - Toll! Und jetzt? Soll ich die Demokratie abschaffen, weil sie M&#228;ngel hat wie die Schwarz-Gelbe Regierung?
Die &quot;Abtreibungsgesetze&quot; s&#228;hen ganz anders aus, wenn engagierte Christen nicht auf eine Beratungspflicht gedrungen h&#228;tten - das ist der in unserem Land m&#246;gliche Konsens und der ist immer noch besser als die Legalisierung von Abtreibung.
Und ehrlich gesagt habe ich auch kein Problem damit, wenn Du jetzt wieder in Deine katholische Schmollecke gehst und weiter &#252;ber das ZdK grollst. Ich f&#228;nd es aber auch gut, wenn Du dann mal offen schreibst, dass Du generell von Demokratie nichts h&#228;ltst. Oder ist das etwa anders?
Und dann w&#252;rde mich noch interessieren, worum es jetzt hier Deiner Meinung nach eigentlich wirklich geht in diesem Kommentar-Wechsel? Siehst Du da noch einen roten Faden? Ich gerade nicht mehr ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Ach Ralf, jetzt h&#246;r doch auf mit diesem Quatsch: Abtreibungsgesetze!<br />
Okay, Du geh&#246;rst zu denen, die sich vom ZdK nicht vertreten f&#252;hlen. Manche machen das ja auch deutlich mit so einem Banner &#8230; das w&#228;re so, als wenn ich mir ein Banner auf die Homepage stelle &#8220;Ich werde von der Schwarz-Gelben Regierung nicht vertreten&#8221; - Toll! Und jetzt? Soll ich die Demokratie abschaffen, weil sie M&#228;ngel hat wie die Schwarz-Gelbe Regierung?<br />
Die &#8220;Abtreibungsgesetze&#8221; s&#228;hen ganz anders aus, wenn engagierte Christen nicht auf eine Beratungspflicht gedrungen h&#228;tten - das ist der in unserem Land m&#246;gliche Konsens und der ist immer noch besser als die Legalisierung von Abtreibung.<br />
Und ehrlich gesagt habe ich auch kein Problem damit, wenn Du jetzt wieder in Deine katholische Schmollecke gehst und weiter &#252;ber das ZdK grollst. Ich f&#228;nd es aber auch gut, wenn Du dann mal offen schreibst, dass Du generell von Demokratie nichts h&#228;ltst. Oder ist das etwa anders?<br />
Und dann w&#252;rde mich noch interessieren, worum es jetzt hier Deiner Meinung nach eigentlich wirklich geht in diesem Kommentar-Wechsel? Siehst Du da noch einen roten Faden? Ich gerade nicht mehr &#8230;
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Ralf</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-217966</link>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 09:59:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-217966</guid>
					<description>Lieber Janko,

das &quot;warum gehst Du nicht dahin&quot; ist doch unter Deinem Niveau! Ich habe bereits mehrfach im Ausland gelebt, aber hier will Er mich haben.

Ein Problem habe ich nicht wirklich, ich finde nur Etikettenschwindel doof. Die Kirche hat nie behauptet, demokratisch zu sein (mu&#223; sie auch nicht). Der ZdK behauptet aber eine gew&#228;hlte Vertretung der Laien zu sein, was Demokratie verlangt.

Ich finde auch Laienengagement toll, nur wei&#223; ich nicht, was das ZdK damit zu tun haben soll au&#223;er Worth&#252;lsen zu produzieren. Da sitzen Politiker drin, die aktuelle Kriege und Abtreibungsgesetze abnicken, die Mission des Laien durch Taufe und Firmung wird nirgends(!!!!!) erw&#228;hnt. 

Ist das Laienengagement?

Dann kann ich darauf verzichten. Aber wenn's die Leute haben wollen, bitte sch&#246;n, darf bleiben (auch wenn die Wahlbeteiligung f&#252;r PGRs regelm&#228;&#223;ig bei weit unter 10% liegt)

Der Laie (wie ich) braucht f&#252;r sein Engagement keine Organisation, sein Arbeitsfeld ist vor der Haust&#252;r.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Lieber Janko,</p>
	<p>das &#8220;warum gehst Du nicht dahin&#8221; ist doch unter Deinem Niveau! Ich habe bereits mehrfach im Ausland gelebt, aber hier will Er mich haben.</p>
	<p>Ein Problem habe ich nicht wirklich, ich finde nur Etikettenschwindel doof. Die Kirche hat nie behauptet, demokratisch zu sein (mu&#223; sie auch nicht). Der ZdK behauptet aber eine gew&#228;hlte Vertretung der Laien zu sein, was Demokratie verlangt.</p>
	<p>Ich finde auch Laienengagement toll, nur wei&#223; ich nicht, was das ZdK damit zu tun haben soll au&#223;er Worth&#252;lsen zu produzieren. Da sitzen Politiker drin, die aktuelle Kriege und Abtreibungsgesetze abnicken, die Mission des Laien durch Taufe und Firmung wird nirgends(!!!!!) erw&#228;hnt. </p>
	<p>Ist das Laienengagement?</p>
	<p>Dann kann ich darauf verzichten. Aber wenn&#8217;s die Leute haben wollen, bitte sch&#246;n, darf bleiben (auch wenn die Wahlbeteiligung f&#252;r PGRs regelm&#228;&#223;ig bei weit unter 10% liegt)</p>
	<p>Der Laie (wie ich) braucht f&#252;r sein Engagement keine Organisation, sein Arbeitsfeld ist vor der Haust&#252;r.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Janko</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-217965</link>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 08:14:15 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-217965</guid>
					<description>Wo Du so vehement darauf bestehst, dass das ZdK nicht demokratisch ist, frage ich mich gerade, warum Du mit anderen kirchlichen Institutionen kein Problem hast, die noch viel weniger demokratisch sind? 
Und wenn es in den anderen L&#228;ndern, wo die Bev&#246;lkerung viel gl&#228;ubiger ist als bei uns, so toll ist, warum gehst Du dann nicht einfach dahin? 
Lieber Ralf, komm endlich von Deinem Baumstumpf runter: Ich wei&#223; nicht, mit welchem Recht und aus welcher Haltung Du mit einem Federstrich katholische Traditionen wie das Laienengagement in Deutschland vom Tisch fegst, wo Du doch sonst so an Traditionen interessiert bist. Und ich sage das als einer mit 100% Migrationshintergrund, ich habe slowakische und brasilianische Wurzeln und in beiden L&#228;ndern sieht &quot;katholisch&quot; tats&#228;chlich anders aus, aber ich w&#252;rde das nicht gegen die Entwicklungen in Deutschland ausspielen. Worauf willst Du denn hinaus?</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Wo Du so vehement darauf bestehst, dass das ZdK nicht demokratisch ist, frage ich mich gerade, warum Du mit anderen kirchlichen Institutionen kein Problem hast, die noch viel weniger demokratisch sind?<br />
Und wenn es in den anderen L&#228;ndern, wo die Bev&#246;lkerung viel gl&#228;ubiger ist als bei uns, so toll ist, warum gehst Du dann nicht einfach dahin?<br />
Lieber Ralf, komm endlich von Deinem Baumstumpf runter: Ich wei&#223; nicht, mit welchem Recht und aus welcher Haltung Du mit einem Federstrich katholische Traditionen wie das Laienengagement in Deutschland vom Tisch fegst, wo Du doch sonst so an Traditionen interessiert bist. Und ich sage das als einer mit 100% Migrationshintergrund, ich habe slowakische und brasilianische Wurzeln und in beiden L&#228;ndern sieht &#8220;katholisch&#8221; tats&#228;chlich anders aus, aber ich w&#252;rde das nicht gegen die Entwicklungen in Deutschland ausspielen. Worauf willst Du denn hinaus?
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Ralf</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-217962</link>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 06:49:16 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-217962</guid>
					<description>Danke f&#252;r Deine Antwort. Ich versuche dann mal auf Deine Punkte einzugehen und behalte meine Nummerierung bei, damit es nicht zum Durcheinander kommt.

ad2: das ZdK ist nicht demokratisch. Punkt. Mehr(!) als 50% der Vertreter in der Vollversammlung werden auf nicht demokratische Art und Weise bestellt. Nur weil etwas &quot;das demokratischste&quot; ist, ist es noch lange nicht demokratisch. Unter den Blinden ist der Ein&#228;ugige K&#246;nig, aber er sieht eben auch nicht richtig.

Und ehrlich gesagt: was soll das ZdK &#252;berhaupt? Verglichen mit all den anderen L&#228;ndern, wo die Bev&#246;lkerung gl&#228;ubiger ist als bei uns - was fehlt denen?

ad4: ich sehe schon, wir werden uns bezgl. der Bedeutung des Wortes &quot;Welt&quot; nicht einig werden, ist aber auch nicht schlimm.

ad5: Franziskus schreibt aber von sich selbst in seinem Testament, da&#223; er &quot;die Welt verlie&#223;&quot;. Wie interpretierst Du das?

ad6-8: ich halte meine Darstellung nicht f&#252;r naiv, aber das wird Dich nicht verwundern. Ich teile auch Deine Einsch&#228;tzung, da&#223; es uns nicht prim&#228;r um die Kirche oder Traditionen, sondern um das Evangelium gehen soll (welches aber die Kirche bewahrt, die sich eben kein neues Grundstzprogramm geben kann wie eine Partei und deren Traditionen evtl. ja doch zum Teil durch Den gewirkt sein k&#246;nnen, der &quot;sie alles lehren wird&quot; und dessen Gro&#223;es Fest wir am Wochenende feiern). Ich sehe da keinen gegensatz zwischen Einsatz f&#252;rs Evangelium und Treue und Liebe zur Kirche.

Es ist die ber&#252;hmte Spannung Charisma und institutionelle Ordnung - die gilt es immer auszuhalten, beide brauchen einander.

Ich denke nicht, da&#223; wir Franziskus so unterschiedlich sehen: er war alles andere als ungef&#228;hrlich, fr&#246;mmelnd oder brav und immerfroh. Er wollte ja auch explizit nicht, da&#223; einer seiner Minderbr&#252;der ein kirchliches Amt &#252;bernehme, weil es nicht der Berufung eines Minderbruders entspreche (deswegen hat Bonaventura, den ich sehr verehre, ja auch so toll reagiert - auch wenn er dies wegen seiner Seele tat, wie er selbst sagt, nicht um jemanden vor den Kopf zu sto&#223;en).

Gerade wenn jemand etwas tut oder nicht tut, um seine Seele vor Verunreinigungen (Wut, Hochmut, Geiz etc., ist ja alles bekannt) zu sch&#252;tzen, und dies auch die einzige Motivation bleibt, wird immer als Ankl&#228;ger wahrgenommen, weil er bestehende Systeme hinterfragt, allein durch sein Anders-Sein. Dabei ist eben das Anklagen gar keine Motivation, das System (oder der Mensch) klagt sich selbst an, weil es sieht, da&#223; es auch anders geht. Der Anders-Seiende ist da nur Katalysator.

So hat Franziskus und so haben die ersten Minderbr&#252;der gelebt.

Und das ist franziskanischer Auftrag.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Danke f&#252;r Deine Antwort. Ich versuche dann mal auf Deine Punkte einzugehen und behalte meine Nummerierung bei, damit es nicht zum Durcheinander kommt.</p>
	<p>ad2: das ZdK ist nicht demokratisch. Punkt. Mehr(!) als 50% der Vertreter in der Vollversammlung werden auf nicht demokratische Art und Weise bestellt. Nur weil etwas &#8220;das demokratischste&#8221; ist, ist es noch lange nicht demokratisch. Unter den Blinden ist der Ein&#228;ugige K&#246;nig, aber er sieht eben auch nicht richtig.</p>
	<p>Und ehrlich gesagt: was soll das ZdK &#252;berhaupt? Verglichen mit all den anderen L&#228;ndern, wo die Bev&#246;lkerung gl&#228;ubiger ist als bei uns - was fehlt denen?</p>
	<p>ad4: ich sehe schon, wir werden uns bezgl. der Bedeutung des Wortes &#8220;Welt&#8221; nicht einig werden, ist aber auch nicht schlimm.</p>
	<p>ad5: Franziskus schreibt aber von sich selbst in seinem Testament, da&#223; er &#8220;die Welt verlie&#223;&#8221;. Wie interpretierst Du das?</p>
	<p>ad6-8: ich halte meine Darstellung nicht f&#252;r naiv, aber das wird Dich nicht verwundern. Ich teile auch Deine Einsch&#228;tzung, da&#223; es uns nicht prim&#228;r um die Kirche oder Traditionen, sondern um das Evangelium gehen soll (welches aber die Kirche bewahrt, die sich eben kein neues Grundstzprogramm geben kann wie eine Partei und deren Traditionen evtl. ja doch zum Teil durch Den gewirkt sein k&#246;nnen, der &#8220;sie alles lehren wird&#8221; und dessen Gro&#223;es Fest wir am Wochenende feiern). Ich sehe da keinen gegensatz zwischen Einsatz f&#252;rs Evangelium und Treue und Liebe zur Kirche.</p>
	<p>Es ist die ber&#252;hmte Spannung Charisma und institutionelle Ordnung - die gilt es immer auszuhalten, beide brauchen einander.</p>
	<p>Ich denke nicht, da&#223; wir Franziskus so unterschiedlich sehen: er war alles andere als ungef&#228;hrlich, fr&#246;mmelnd oder brav und immerfroh. Er wollte ja auch explizit nicht, da&#223; einer seiner Minderbr&#252;der ein kirchliches Amt &#252;bernehme, weil es nicht der Berufung eines Minderbruders entspreche (deswegen hat Bonaventura, den ich sehr verehre, ja auch so toll reagiert - auch wenn er dies wegen seiner Seele tat, wie er selbst sagt, nicht um jemanden vor den Kopf zu sto&#223;en).</p>
	<p>Gerade wenn jemand etwas tut oder nicht tut, um seine Seele vor Verunreinigungen (Wut, Hochmut, Geiz etc., ist ja alles bekannt) zu sch&#252;tzen, und dies auch die einzige Motivation bleibt, wird immer als Ankl&#228;ger wahrgenommen, weil er bestehende Systeme hinterfragt, allein durch sein Anders-Sein. Dabei ist eben das Anklagen gar keine Motivation, das System (oder der Mensch) klagt sich selbst an, weil es sieht, da&#223; es auch anders geht. Der Anders-Seiende ist da nur Katalysator.</p>
	<p>So hat Franziskus und so haben die ersten Minderbr&#252;der gelebt.</p>
	<p>Und das ist franziskanischer Auftrag.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Janko</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-217935</link>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 21:55:53 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-217935</guid>
					<description>Hallo Ralf,
ich wollte eigentlich schon fr&#252;her antworten, war aber in den vergangenen Tagen sehr besch&#228;ftigt. Daher die sp&#228;te Antwort:

zu 2.:
Der Vergleich zwischen dem ZdK und der SED ist jawohl das niveauloseste, was ich seit langem geh&#246;rt habe. Das ZdK IST das demokratischste, was Katholische Kirche derzeit zu bieten hat. Die H&#228;lfte der Mitglieder sind berufen von der Vollversammlung, ich wei&#223; nicht, was daran undemokratisch sein soll. Ich jedenfalls habe in der Hinsicht als einfacher Gl&#228;ubiger mehr Mitspracherecht bei der Zusammensetzung des ZdK als bei der Ernennung meines Ortsbischofs, der mir praktisch vorgesetzt wird. Ich verstehe Dein Problem nicht!

zu 4.:
Bei Lukas ist nicht die Welt b&#246;se, sondern sind Menschen b&#246;se, die ihre Macht und ihren Reichtum nutzen, um den eigenen Hunger zu stillen und die Bed&#252;rftigen au&#223;er Acht lassen. In der Apostelgeschichte (4,34) zeichnet Lukas das Bild einer Gemeinde, in der es keine Bed&#252;rftigen mehr gibt. Lukas zitiert w&#246;rtlich Deuteronomium 15,4 und damit ist f&#252;r in der urchristlichen Gemeinde das verwirklicht, was von jeher als &quot;Volk Gottes&quot; bezeichnet wird und verhei&#223;en ist. Reich Gottes und Volk Gottes sind eins - in ein und derselben Welt! Das ist gerade das besondere an Lukas, dass sich das Reich Gottes bei ihm &quot;jetzt und hier&quot; und nicht irgendwann irgendwo verwirklicht. Sein Evangelium richtet sich nicht gegen eine ungl&#228;ubige Welt, sondern gegen die Ungerechtigkeit in der Welt. Christen - und zumal franziskanische - k&#246;nnen gar nicht anders, als die Welt mit den Augen der Schw&#228;chsten und der Bed&#252;rftigen zu sehen. Das ist die Perspektive, die den Hunger nach Gerechtigkeit hervorruft. Das ist die Welt, die ich meine, und ich bin der Auffassung, Christen sollten immer und &#252;berall deutlich machen, dass sie &quot;f&#252;r&quot; die Welt sind, weil sie &quot;f&#252;r&quot; die Bed&#252;rftigen sind.

und damit zu 5.:
Die Br&#252;der im ersten Orden sind genauso in der Welt wie Du. Franziskaner (und Kapuziner und Minoriten) sind schlie&#223;lich keine benediktinischen M&#246;nche, sondern franziskanische Br&#252;der. Und Franz von Assisi hat ganz bewusst ein Leben &quot;in der Welt&quot; gew&#228;hlt.

zu 6-8:
Ich finde Deine Darstellung der Geschichte etwas naiv: W&#228;re Franz von Assisi ein Katharer geworden, dann h&#228;tte er sein Leben auf einem Scheiterhaufen verloren und wir nie etwas von ihm erfahren. Er war ja sicher nicht dumm. Und intelligent genug, sich in seinen Schriften, auch in der von Dir zitierten (Erm Kap 26), von den diversen Ketzergruppen abzugrenzen, deren H&#228;resie unter anderem auch darin bestand, die G&#252;ltigkeit der Sakramente an den Lebenswandel des Priesters zu kn&#252;pfen. Nat&#252;rlich war Franz von Assisi katholisch, aber - Du formulierst das v&#246;llig richtig, wie ich finde -  er lehnte eine traditionelle Lebensweise ab, genau das wollte ich sagen, da sind wir v&#246;llig einer Meinung. Er lehnte eine traditionelle Lebensweise ab, weil es ihm in erster Linie um das Evangelium ging. Und genau darum sollte es uns auch gehen und nicht um die Kirche und die Kleriker und sonstige Traditionen. Franz von Assisi lebte frei nach dem Motto &quot;Back to the roots&quot; und die Betonung liegt auf &quot;frei&quot;!

Insofern war mein Punkt, dass Franz von Assisi sehr viel f&#252;r das Ansehen der Kirche getan hat, gerade weil er in seiner Freiheit eine Sprache gefunden hat, die viele verstehen. Sein Auftrag war, die Kirche aufzubauen, auch wenn er vielleicht erst Schritt f&#252;r Schritt verstanden hat, was das im Gro&#223;en bedeutet. Insofern wollte er nat&#252;rlich das Evangelium verk&#252;nden und damit wollte er auch etwas &#228;ndern. Mehr sage ich nicht. Dass er das nicht mit dem erhobenen Zeigefinger getan hat, geh&#246;rt wahrscheinlich tats&#228;chlich zu seinem Erfolgsrezept, und insofern stimme ich Dir gerne zu, dass er nie &quot;erziehen&quot; wollte. Andererseits hat er auf seine Weise, und dabei bleibe ich, manch einen von denen, die da reich waren und angesehen, die in Amt und W&#252;rden daher kamen, vor den Kopf gesto&#223;en.

Im &#220;brigen haben das seine Nachfolger genauso gemacht, ich denke an die Geschichte von Bonaventura, der gerade Geschirr gesp&#252;lt haben soll, als ein p&#228;pstlicher Legat ihm die Nachricht von der Erteilung der Kardinalsw&#252;rde &#252;berbrachte. Bonaventura lie&#223; ihn kalt abblitzen, er m&#252;sse jetzt erstmal sp&#252;len! Nat&#252;rlich sagt das etwas aus &#252;ber seine Demut, aber das impliziert auch und gerade eine Kritik an denen, die ihre eigene W&#252;rde wichtiger nehmen, als es vielleicht angebracht ist.

Ich wei&#223; auch gar nicht, was daran so schlimm sein soll - ich find's eher komisch. Und vielleicht ist es auch das, was Franz von Assisi und seine Br&#252;der ausmacht: Ihr Humor. Der Mann hatte einfach den Schalk im Nacken und hat - auf seine Weise - manches mit Humor genommen, was andere nur bitter ernst nehmen konnten. Vielleicht war das aber auch Verzweiflung?! Ich gebe gerne zu, dass ich selbst manchmal den Anfechtungen der Traurigkeit erliege und dann vieles sehr ernst nehme, zu ernst vielleicht. Aber vielleicht habe ich das andererseits auch mit Franz von Assisi gemeinsam, der auch sehr traurige Zeiten durchlebt hat. Letztlich geht es mir darum, dass Franz von Assisi vielfach v&#246;llig naiv dargestellt wird, fr&#246;mmelnd, brav, ungef&#228;hrlich, immerfroh, usw. Wer auch nur ein bisschen tiefer in die Schriften blickt und Widerspr&#252;che nicht gleich weginterpretiert, der trifft auf ein durch und durch menschliches Bild von Franziskus, der eben auch - und das wollte ich sagen - an und mit seiner Kirche gelitten hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Hallo Ralf,<br />
ich wollte eigentlich schon fr&#252;her antworten, war aber in den vergangenen Tagen sehr besch&#228;ftigt. Daher die sp&#228;te Antwort:</p>
	<p>zu 2.:<br />
Der Vergleich zwischen dem ZdK und der SED ist jawohl das niveauloseste, was ich seit langem geh&#246;rt habe. Das ZdK IST das demokratischste, was Katholische Kirche derzeit zu bieten hat. Die H&#228;lfte der Mitglieder sind berufen von der Vollversammlung, ich wei&#223; nicht, was daran undemokratisch sein soll. Ich jedenfalls habe in der Hinsicht als einfacher Gl&#228;ubiger mehr Mitspracherecht bei der Zusammensetzung des ZdK als bei der Ernennung meines Ortsbischofs, der mir praktisch vorgesetzt wird. Ich verstehe Dein Problem nicht!</p>
	<p>zu 4.:<br />
Bei Lukas ist nicht die Welt b&#246;se, sondern sind Menschen b&#246;se, die ihre Macht und ihren Reichtum nutzen, um den eigenen Hunger zu stillen und die Bed&#252;rftigen au&#223;er Acht lassen. In der Apostelgeschichte (4,34) zeichnet Lukas das Bild einer Gemeinde, in der es keine Bed&#252;rftigen mehr gibt. Lukas zitiert w&#246;rtlich Deuteronomium 15,4 und damit ist f&#252;r in der urchristlichen Gemeinde das verwirklicht, was von jeher als &#8220;Volk Gottes&#8221; bezeichnet wird und verhei&#223;en ist. Reich Gottes und Volk Gottes sind eins - in ein und derselben Welt! Das ist gerade das besondere an Lukas, dass sich das Reich Gottes bei ihm &#8220;jetzt und hier&#8221; und nicht irgendwann irgendwo verwirklicht. Sein Evangelium richtet sich nicht gegen eine ungl&#228;ubige Welt, sondern gegen die Ungerechtigkeit in der Welt. Christen - und zumal franziskanische - k&#246;nnen gar nicht anders, als die Welt mit den Augen der Schw&#228;chsten und der Bed&#252;rftigen zu sehen. Das ist die Perspektive, die den Hunger nach Gerechtigkeit hervorruft. Das ist die Welt, die ich meine, und ich bin der Auffassung, Christen sollten immer und &#252;berall deutlich machen, dass sie &#8220;f&#252;r&#8221; die Welt sind, weil sie &#8220;f&#252;r&#8221; die Bed&#252;rftigen sind.</p>
	<p>und damit zu 5.:<br />
Die Br&#252;der im ersten Orden sind genauso in der Welt wie Du. Franziskaner (und Kapuziner und Minoriten) sind schlie&#223;lich keine benediktinischen M&#246;nche, sondern franziskanische Br&#252;der. Und Franz von Assisi hat ganz bewusst ein Leben &#8220;in der Welt&#8221; gew&#228;hlt.</p>
	<p>zu 6-8:<br />
Ich finde Deine Darstellung der Geschichte etwas naiv: W&#228;re Franz von Assisi ein Katharer geworden, dann h&#228;tte er sein Leben auf einem Scheiterhaufen verloren und wir nie etwas von ihm erfahren. Er war ja sicher nicht dumm. Und intelligent genug, sich in seinen Schriften, auch in der von Dir zitierten (Erm Kap 26), von den diversen Ketzergruppen abzugrenzen, deren H&#228;resie unter anderem auch darin bestand, die G&#252;ltigkeit der Sakramente an den Lebenswandel des Priesters zu kn&#252;pfen. Nat&#252;rlich war Franz von Assisi katholisch, aber - Du formulierst das v&#246;llig richtig, wie ich finde -  er lehnte eine traditionelle Lebensweise ab, genau das wollte ich sagen, da sind wir v&#246;llig einer Meinung. Er lehnte eine traditionelle Lebensweise ab, weil es ihm in erster Linie um das Evangelium ging. Und genau darum sollte es uns auch gehen und nicht um die Kirche und die Kleriker und sonstige Traditionen. Franz von Assisi lebte frei nach dem Motto &#8220;Back to the roots&#8221; und die Betonung liegt auf &#8220;frei&#8221;!</p>
	<p>Insofern war mein Punkt, dass Franz von Assisi sehr viel f&#252;r das Ansehen der Kirche getan hat, gerade weil er in seiner Freiheit eine Sprache gefunden hat, die viele verstehen. Sein Auftrag war, die Kirche aufzubauen, auch wenn er vielleicht erst Schritt f&#252;r Schritt verstanden hat, was das im Gro&#223;en bedeutet. Insofern wollte er nat&#252;rlich das Evangelium verk&#252;nden und damit wollte er auch etwas &#228;ndern. Mehr sage ich nicht. Dass er das nicht mit dem erhobenen Zeigefinger getan hat, geh&#246;rt wahrscheinlich tats&#228;chlich zu seinem Erfolgsrezept, und insofern stimme ich Dir gerne zu, dass er nie &#8220;erziehen&#8221; wollte. Andererseits hat er auf seine Weise, und dabei bleibe ich, manch einen von denen, die da reich waren und angesehen, die in Amt und W&#252;rden daher kamen, vor den Kopf gesto&#223;en.</p>
	<p>Im &#220;brigen haben das seine Nachfolger genauso gemacht, ich denke an die Geschichte von Bonaventura, der gerade Geschirr gesp&#252;lt haben soll, als ein p&#228;pstlicher Legat ihm die Nachricht von der Erteilung der Kardinalsw&#252;rde &#252;berbrachte. Bonaventura lie&#223; ihn kalt abblitzen, er m&#252;sse jetzt erstmal sp&#252;len! Nat&#252;rlich sagt das etwas aus &#252;ber seine Demut, aber das impliziert auch und gerade eine Kritik an denen, die ihre eigene W&#252;rde wichtiger nehmen, als es vielleicht angebracht ist.</p>
	<p>Ich wei&#223; auch gar nicht, was daran so schlimm sein soll - ich find&#8217;s eher komisch. Und vielleicht ist es auch das, was Franz von Assisi und seine Br&#252;der ausmacht: Ihr Humor. Der Mann hatte einfach den Schalk im Nacken und hat - auf seine Weise - manches mit Humor genommen, was andere nur bitter ernst nehmen konnten. Vielleicht war das aber auch Verzweiflung?! Ich gebe gerne zu, dass ich selbst manchmal den Anfechtungen der Traurigkeit erliege und dann vieles sehr ernst nehme, zu ernst vielleicht. Aber vielleicht habe ich das andererseits auch mit Franz von Assisi gemeinsam, der auch sehr traurige Zeiten durchlebt hat. Letztlich geht es mir darum, dass Franz von Assisi vielfach v&#246;llig naiv dargestellt wird, fr&#246;mmelnd, brav, ungef&#228;hrlich, immerfroh, usw. Wer auch nur ein bisschen tiefer in die Schriften blickt und Widerspr&#252;che nicht gleich weginterpretiert, der trifft auf ein durch und durch menschliches Bild von Franziskus, der eben auch - und das wollte ich sagen - an und mit seiner Kirche gelitten hat.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Ralf</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216907</link>
		<pubDate>Wed, 05 May 2010 20:33:12 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216907</guid>
					<description>Hallo Janko, danke f&#252;r Deine lange Antwort und auch sch&#246;n, da&#223; Du einen eigenen Blog begonnen hast - der Name ist provokant, da ich aus den Quellen nicht zwei Franziskus kenne, aber erlaubt ist, was gef&#228;llt.

Aus famili&#228;ren Gr&#252;nden kann meine Antwort vorerst nur stichwortartig sein:

1. Ich bedaure nicht den Abgang von Mixa, sondern den Umstand, da&#223; damit - was ich auch bereits schon im Beitrag selbst und dann noch einmal in einem Kommentar schrieb - keinem Opfer auch nur im geringsten geholfen wurde und blo&#223; das ganze &quot;Mediendrama&quot; zum Abschlu&#223; kam.

2. der ZdK ist in der Tat undemokratisch zusammengesetzt, die Vollversammlung besteht zu weit &#252;ber 50% aus nicht basisdemokratisch gew&#228;hlten Laien. Daher sind sie so sehr Laienvertretung wie das ZK der SED eine Volksvertretung war.

3. In der Tat behaupte ich, da&#223; manche hohe Tiere bei Kirchens (Laien wie Klerus) die Bodenhaftung verloren haben und auch nicht merken, welches Spiel die Mehrheit der s&#228;kularen Medien mit ihnen spielt.

4. Jetzt kommen wir zum Theologischen: die Hl. Schrift spricht in zwei verschiedenen Weisen von &quot;Welt&quot;: einmal bspw. in dem der Evangelist Johannes sagt, da&#223; Gott die Welt so sehr geliebt hat, da&#223; er Seinen einziggeborenen Sohn f&#252;r sie dahingab - das ist nicht die &quot;Welt&quot;, die ich meine, das ist aber die &quot;Welt&quot;, die Du meinst - deswegen sind wir, was das Inkarnatorische angeht, keinen oder nur wenige Deut auseinander. Ich spreche von der &quot;Welt&quot;, von der bspw. Lukas spricht, da&#223; die Reiche der Welt dem Satan geh&#246;ren und er sie geben kann, wem er will, von der Welt, von der unser Herr selber spricht, da&#223; er sie besiegt hat (liebt man etwas, das man besiegt?), von der unser Herr selber spricht, da&#223; der Satan der Herrscher der Welt sei. Das sind mit den Worten der Schrift zwei andere Vorstellungen von Welt, wom&#246;glich im Griechischen auch andere W&#246;rter f&#252;r die gleich &#252;bersetzten Begriff (ich kann aber leider kein Koine-Griechisch).

5. Ich habe keine Abneigung gegen den s&#228;kularen Mainstream, war viel zu lange Teil von ihm, mehr als die H&#228;lfte meines bisherigen Lebens - gerade das Wohlf&#252;hlen in der s&#228;kularen Welt war einer der Hauptgr&#252;nde f&#252;r mich, nicht in den Ersten Orden zu gehen. Doch als Christ ist man zwar in der Welt, aber nicht von ihr, oder?

6. Da&#223; Franz sich nicht f&#252;r die Tradition interessiert hat, ist haneb&#252;chener Unfug. Er lehnte zwar eine traditionelle Lebensweise ab, das fordert auch heute niemand von Dir oder mir. Aber er wurde kein Katharer, er wurde keiner der vielen B&#252;&#223;er der damaligen Zeit au&#223;erhalb der Kirche, die eben genau das taten, was immer en vogue ist: der Kirche den R&#252;cken kehren, weil man es besser zu wissen meint. Nein, Franz hat sich GERADE wegen seiner Demut in den Strom der Kirchentradition gestellt (u.a. die Evangelischen R&#228;te akzeptiert, die nat&#252;rlich Teil der Tradition sind).

7. Franziskus war dezidiert katholisch - wenn Du willst, kann ich, wenn ich mehr Zeit habe, Quellennachweise liefern, da&#223; er extrem streng zu den Ordensbr&#252;dern war, die auch nur ansatzweise nicht mehr katholisch dachten. Nat&#252;rlich war er deswegen nicht weniger Bruder aller, das geht insbesondere als Katholik mit Liebe zur Kirche - aber er war felsenfest von der Wahrheit des katholischen Glaubens &#252;berzeugt.

8. Noch einmal, am Schlu&#223;: Franziskus wollte nie jemanden bessern au&#223;er sich selbst und seine Ordensbr&#252;der. Wie Du u.a. in den Ermahnungen (Erm Kap. 11) nachlesen kannst, verbot er den Br&#252;dern sogar, schlecht &#252;ber alle anderen auch nur zu denken, egal wie reich sie waren, wie fein sie sich kleideten, welche Gen&#252;sse sie sich g&#246;nnten. FRANZ WOLLTE NIE ERZIEHEN! Und genau deswegen ist er so ein gro&#223;es Vorbild.

Hier eine Ermahnung, die Dir vielleicht nicht pa&#223;t, die dennoch von ihm ist (Erm Kap. 26):

&lt;blockquote&gt;1 Selig der Knecht, der Vertrauen hegt zu den Klerikern, die recht nach der Vorschrift der R&#246;mischen Kirche leben.
2 Und wehe jenen, die diese verachten! Denn m&#246;gen sie auch S&#252;nder sein, so darf doch niemand &#252;ber sie urteilen, weil der Herr sich ganz allein vorbeh&#228;lt, &#252;ber sie das Urteil zu f&#228;llen. 
3 Denn in gleichem Ma&#223;e, wie ihr Dienst h&#246;her ist, den sie mit dem heiligsten Leib und dem Blut unseres Herrn Jesus Christus haben, welchen sie empfangen und sie ganz allein anderen darreichen, / 
4 im selben Ma&#223;e ist die S&#252;nde derjenigen gr&#246;&#223;er, die sich gegen sie verfehlen, gr&#246;&#223;er als bei allen anderen Menschen dieser weit.&lt;/blockquote&gt;




Dann ganz am Ende noch die Bitte, diesen Dialog auch weiter auf Deinem Blog zu dokumentieren, da sonst m.E. nach ein falscher Eindruck ensteht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Hallo Janko, danke f&#252;r Deine lange Antwort und auch sch&#246;n, da&#223; Du einen eigenen Blog begonnen hast - der Name ist provokant, da ich aus den Quellen nicht zwei Franziskus kenne, aber erlaubt ist, was gef&#228;llt.</p>
	<p>Aus famili&#228;ren Gr&#252;nden kann meine Antwort vorerst nur stichwortartig sein:</p>
	<p>1. Ich bedaure nicht den Abgang von Mixa, sondern den Umstand, da&#223; damit - was ich auch bereits schon im Beitrag selbst und dann noch einmal in einem Kommentar schrieb - keinem Opfer auch nur im geringsten geholfen wurde und blo&#223; das ganze &#8220;Mediendrama&#8221; zum Abschlu&#223; kam.</p>
	<p>2. der ZdK ist in der Tat undemokratisch zusammengesetzt, die Vollversammlung besteht zu weit &#252;ber 50% aus nicht basisdemokratisch gew&#228;hlten Laien. Daher sind sie so sehr Laienvertretung wie das ZK der SED eine Volksvertretung war.</p>
	<p>3. In der Tat behaupte ich, da&#223; manche hohe Tiere bei Kirchens (Laien wie Klerus) die Bodenhaftung verloren haben und auch nicht merken, welches Spiel die Mehrheit der s&#228;kularen Medien mit ihnen spielt.</p>
	<p>4. Jetzt kommen wir zum Theologischen: die Hl. Schrift spricht in zwei verschiedenen Weisen von &#8220;Welt&#8221;: einmal bspw. in dem der Evangelist Johannes sagt, da&#223; Gott die Welt so sehr geliebt hat, da&#223; er Seinen einziggeborenen Sohn f&#252;r sie dahingab - das ist nicht die &#8220;Welt&#8221;, die ich meine, das ist aber die &#8220;Welt&#8221;, die Du meinst - deswegen sind wir, was das Inkarnatorische angeht, keinen oder nur wenige Deut auseinander. Ich spreche von der &#8220;Welt&#8221;, von der bspw. Lukas spricht, da&#223; die Reiche der Welt dem Satan geh&#246;ren und er sie geben kann, wem er will, von der Welt, von der unser Herr selber spricht, da&#223; er sie besiegt hat (liebt man etwas, das man besiegt?), von der unser Herr selber spricht, da&#223; der Satan der Herrscher der Welt sei. Das sind mit den Worten der Schrift zwei andere Vorstellungen von Welt, wom&#246;glich im Griechischen auch andere W&#246;rter f&#252;r die gleich &#252;bersetzten Begriff (ich kann aber leider kein Koine-Griechisch).</p>
	<p>5. Ich habe keine Abneigung gegen den s&#228;kularen Mainstream, war viel zu lange Teil von ihm, mehr als die H&#228;lfte meines bisherigen Lebens - gerade das Wohlf&#252;hlen in der s&#228;kularen Welt war einer der Hauptgr&#252;nde f&#252;r mich, nicht in den Ersten Orden zu gehen. Doch als Christ ist man zwar in der Welt, aber nicht von ihr, oder?</p>
	<p>6. Da&#223; Franz sich nicht f&#252;r die Tradition interessiert hat, ist haneb&#252;chener Unfug. Er lehnte zwar eine traditionelle Lebensweise ab, das fordert auch heute niemand von Dir oder mir. Aber er wurde kein Katharer, er wurde keiner der vielen B&#252;&#223;er der damaligen Zeit au&#223;erhalb der Kirche, die eben genau das taten, was immer en vogue ist: der Kirche den R&#252;cken kehren, weil man es besser zu wissen meint. Nein, Franz hat sich GERADE wegen seiner Demut in den Strom der Kirchentradition gestellt (u.a. die Evangelischen R&#228;te akzeptiert, die nat&#252;rlich Teil der Tradition sind).</p>
	<p>7. Franziskus war dezidiert katholisch - wenn Du willst, kann ich, wenn ich mehr Zeit habe, Quellennachweise liefern, da&#223; er extrem streng zu den Ordensbr&#252;dern war, die auch nur ansatzweise nicht mehr katholisch dachten. Nat&#252;rlich war er deswegen nicht weniger Bruder aller, das geht insbesondere als Katholik mit Liebe zur Kirche - aber er war felsenfest von der Wahrheit des katholischen Glaubens &#252;berzeugt.</p>
	<p>8. Noch einmal, am Schlu&#223;: Franziskus wollte nie jemanden bessern au&#223;er sich selbst und seine Ordensbr&#252;der. Wie Du u.a. in den Ermahnungen (Erm Kap. 11) nachlesen kannst, verbot er den Br&#252;dern sogar, schlecht &#252;ber alle anderen auch nur zu denken, egal wie reich sie waren, wie fein sie sich kleideten, welche Gen&#252;sse sie sich g&#246;nnten. FRANZ WOLLTE NIE ERZIEHEN! Und genau deswegen ist er so ein gro&#223;es Vorbild.</p>
	<p>Hier eine Ermahnung, die Dir vielleicht nicht pa&#223;t, die dennoch von ihm ist (Erm Kap. 26):</p>
	<blockquote><p>1 Selig der Knecht, der Vertrauen hegt zu den Klerikern, die recht nach der Vorschrift der R&#246;mischen Kirche leben.<br />
2 Und wehe jenen, die diese verachten! Denn m&#246;gen sie auch S&#252;nder sein, so darf doch niemand &#252;ber sie urteilen, weil der Herr sich ganz allein vorbeh&#228;lt, &#252;ber sie das Urteil zu f&#228;llen.<br />
3 Denn in gleichem Ma&#223;e, wie ihr Dienst h&#246;her ist, den sie mit dem heiligsten Leib und dem Blut unseres Herrn Jesus Christus haben, welchen sie empfangen und sie ganz allein anderen darreichen, /<br />
4 im selben Ma&#223;e ist die S&#252;nde derjenigen gr&#246;&#223;er, die sich gegen sie verfehlen, gr&#246;&#223;er als bei allen anderen Menschen dieser weit.</p></blockquote>
	<p>Dann ganz am Ende noch die Bitte, diesen Dialog auch weiter auf Deinem Blog zu dokumentieren, da sonst m.E. nach ein falscher Eindruck ensteht.
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				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Wozu dieses Blog? &#166; der andere franz</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216785</link>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 21:44:59 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216785</guid>
					<description>[...] dieses&amp;#160;Blog?  Posted on  4. Mai 2010  by  janko360   Die Initiative f&#252;r ein eigenes Blog rund um den Heiligen Franz von Assisi und diefranziskanische Spiritualit&#228;t ist praktisch aus einem Leiden an der katholischen Kirche dieser Zeit geboren. Als der Bischof von Augsburg, Walter Mixa, sein R&#252;cktrittsgesuch beim Papst einreichte, erschien auf dem franziskanisch gepr&#228;gten Blog paxetbonum.de ein Beitrag, der mich nachdenklich machte. Den Beitrag und die anschlie&#223;ende Diskussion dokumentiere ich hier. Ralf schrieb: Er ist dann mal weg &amp;#8230; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>[&#8230;] dieses&nbsp;Blog?  Posted on  4. Mai 2010  by  janko360   Die Initiative f&#252;r ein eigenes Blog rund um den Heiligen Franz von Assisi und diefranziskanische Spiritualit&#228;t ist praktisch aus einem Leiden an der katholischen Kirche dieser Zeit geboren. Als der Bischof von Augsburg, Walter Mixa, sein R&#252;cktrittsgesuch beim Papst einreichte, erschien auf dem franziskanisch gepr&#228;gten Blog paxetbonum.de ein Beitrag, der mich nachdenklich machte. Den Beitrag und die anschlie&#223;ende Diskussion dokumentiere ich hier. Ralf schrieb: Er ist dann mal weg &#8230; [&#8230;]
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Janko</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216772</link>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 19:16:03 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216772</guid>
					<description>Wei&#223;t Du, der entscheidende Punkt ist doch in dieser Diskussion nicht, dass Franziskus Kritik an der Kirche seiner Zeit ge&#252;bt hat, sondern dass und wie Du Kritik &#252;bst. Und damit w&#252;rde ich dann gerne auf den Ausgangspunkt dieser kleinen Debatte hier zur&#252;ckkommen, an dem DU die Naivit&#228;t und/oder Gleichg&#252;ltigkeit von Kirchenoberen bem&#228;ngelst, die aus &quot;Einladungen, Ehrendoktortiteln, Laudationes, Respektbezeugungen&quot; scheinbar den Schluss ziehen, die &quot;s&#228;kulare Welt&quot; w&#252;rde die Kirche irgendwie m&#246;gen. Du bedauerst jedenfalls den Abgang von Mixa, den Du zu den &quot;Stimmen, die sich gegen den Mainstream wenden&quot; z&#228;hlst. Den DBK-Vorsitzenden Zollitsch z&#228;hlst Du dazu offenbar nicht, sonst w&#252;rdest Du ihn nicht als einen bezeichnen, der den Medien irgendwie &quot;zu nett&quot; ist, um in seiner Vergangenheit zu &quot;w&#252;hlen&quot;.
Du unterstellst dem Klerus eine Art Weltfremdheit, wenn Du - ausgehend von der eigenen Erfahrung - darauf aufmerksam machst, dass die Welt (sprich: Deine Welt) sich - zu 90% - nicht f&#252;r Sakrales, sondern nur f&#252;r S&#228;kulares interessiert. Und dann w&#252;nschst Du Dir, dass sich Kirchenvertreter und &quot;undemokratisch gew&#228;hlte&quot; Laienvertreter&quot;, zur&#252;ckhaltender oder wenigstens reflektierter in den Medien zeigen, was auch immer das konkret hei&#223;en mag.
Unterm Strich kommt also bei Dir folgendes Bild zum Vorschein: Naive und nur auf &quot;Macht, Ruhm und Ehre&quot; versessene Kirchenvertreter (wohl ein Teil des leitenden Klerus) und Laienvertreter (Zdk oder was?) merken nicht, dass sie Teil einer &quot;Dramaturgie&quot; der Medienwelt geworden sind, die sich gar nicht f&#252;r Kirche interessiert, sondern ihr eigenes Spiel spielt und die Stimmen in Kirche erniedrigen will, die sich nicht am Mainstream bzw. - so &#252;bersetze ich mir das - am Zeitgeist orientieren und daher in der Welt anecken.
Ich bin eigentlich mit Dir einer Meinung, dass der Umgang vieler Amtstr&#228;ger mit den Medien einer Art Kommunikationskatastrophe gleichkommt. Und ich finde, das KANN man auch sagen - Du machst es ja auch, und &#252;bst damit &#252;brigens Kritik an der Kirchenleitung, nur mal so nebenbei. Vor allem die Sache mit den &quot;unreflektierten &#196;u&#223;erungen&quot; in &quot;jedes subnasale Mikrofon&quot; ist schon ziemlich deutlich.
Mein Problem dabei ist, dass Du neben Deiner Kritik an der Kirchenleitung vor allem aber und praktisch im Vorbeigehen ein negatives Urteil &#252;ber die Welt f&#228;llst, vertreten quasi durch die &quot;Medienwelt&quot;, die so wenig an Kirche interessiert ist. Aber die Welt ist immer s&#228;kular und ich wollte darauf hinweisen, dass die franziskanische Perspektive die ist, dass sich Gott genau in diese Welt hinein inkarniert und auch in ihr gelebt und auch an ihr gelitten hat. Gott hat sich solidarisiert mit denen, die in seiner Welt leiden und damit hat er neue Ma&#223;st&#228;be gesetzt, unerh&#246;rte Ma&#223;st&#228;be, die jede Herrschaft und Macht in Frage stellen, weil sie sich am H&#246;chsten messen muss. Auf diesem Hintergrund ist die radikale Armut eines Franz von Assisi ein leibhaftig gewordener Ausdruck dieser Umkehrung der Verh&#228;ltnisse: Franziskus &#252;bt radikalen Statusverzicht, er geht nach unten, weil er glaubt, dass Gott ganz nach unten gegangen ist, und er wird - wie er sich ausdr&#252;ck - allen Untertan und er gewinnt gerade so die Freiheit, sich von keiner Macht oder Herrschaft, sei sie weltlich oder kirchlich oder wie auch immer, beherrschen lassen zu m&#252;ssen. Franz hat eben nicht nur die Kirche, sondern auch die Welt mit liebenden Augen gesehen, weil er verstanden hat, dass Gott diese Welt liebt, so unvollkommen sie auch sein mag. Er hat verstanden, dass es Gott gar nicht um Reinheit geht, sondern um Liebe - und das ist ein ganz zentraler Unterschied!
Von daher KANN Kirche kein TraditionalistenCLUB sein - und das Problem dabei ist die Bezeichnung Club. Das gibt's &#252;berhaupt nicht in der franziskanischen Perspektive, weil die immer katholisch ist im wahrsten Sinne des Wortes! Kirche ist f&#252;r alle da und muss f&#252;r alle da sein und wie bei Liebenden muss sie bis an die Grenze der Selbstaufgabe um die Welt werben, um es mal in diesem Bild auszudr&#252;cken. 
So kam ich auf die Unterscheidung zwischen Spiritualit&#228;t von oben und von unten - wobei ich wie gesagt gar nicht die eine gegen die andere ausgespielt sehen will. Es braucht aber beide. Und bei vielen katholisch Engagierten, auch bei Dir, wenn ich das mal so direkt sagen darf, sp&#252;re ich viel von Abgrenzung, z.B. gegen den vielbeschworenen Mainstream. Da ist ein Kreisen um die eigene katholische Identit&#228;t, was automatisch eine Abgrenzung von allem nichtkatholischen zur Folge hat und so geht das verloren, was man &quot;katholische Weite&quot; nennt. Deshalb mein Hinweis auf Franziskus und die Auss&#228;tzigen: Man kann das Gottesvolk nicht ver&#228;ndern, wenn man nicht bis an die R&#228;nder geht. Franziskus hat kein exklusives Leben gef&#252;hrt, er hat inklusiv gelebt und die Schw&#228;chsten als Ma&#223;stab genommen f&#252;r sein Leben.
Es ist ja fast symptomatisch, dass wir am Ende um die Frage kreisen, ob Franziskus GEGEN die Kirche war, ob er Schriften GEGEN die kirchliche Lehre verfasst hat usw. Darum geht es doch gar nicht. Selbstredend war Franziskus nie GEGEN die Kirche, auch wenn er den Kardinal und sp&#228;teren Papst mit seiner kreativen Art besch&#228;mt und blo&#223;stellt. Der viel wichtigere Punkt ist, dass Franziskus F&#220;R die Kirche war und genauso absolut auch F&#220;R die Welt, dass er sich ganz bewusst f&#252;r ein Leben IN der Welt entschieden hat, f&#252;r die Mission, f&#252;r die er immer wieder neue Ideen entwickelt hat, Ideen wie das Krippenspiel in Grecchio z.B., das den Menschen zu Herzen ging und das alle verstanden haben. Er konnte eben mit der Welt umgehen und ich bin 100%ig &#252;berzeugt, dass er auch heute &#252;berhaupt kein Problem mit unserer Medienwelt gehabt h&#228;tte. Leider f&#228;llt mir zur Zeit niemand ein, den man mit dem Integrationstalent eines Franz von Assisi vergleichen k&#246;nnte und - da beginnt dann wieder meine Kirchenkritik - die Kirchenleitung tut ja auch viel daf&#252;r, dass solche Talente gar nicht erst zum Zug kommen. Das &#220;brige erledigen dann die Eiferer f&#252;r die Tradition, die f&#252;r sie gleichzusetzen ist mit dem rechten Glauben, der aber aus franziskanischer Sicht seine Quelle im Evangelium hat und DAS IST die kirchliche Lehre. DANN kommt die Tradition und die hat Franziskus bezeichnenderweise wenig interessiert, sonst h&#228;tte er sich sicher h&#252;bsch brav eingereiht in die benediktinische M&#246;nchstradition. Hat er aber nicht.
Du w&#252;nscht Dir, dass es der Kirchenleitung weniger um Ansehen und Erfolg gehen sollte. Wenn es unseren Hirten wirklich um weltliches Ansehen und Erfolg geht, dann sind sie momentan ziemlich erfolglos, fast eher bemitleidenswert. Es ist doch ein Trauerspiel, was gerade in und mit Kirche passiert. Du schreibst, es sollte ihnen eher um die Wahrheit gehen. Was soll denn das hei&#223;en? Ich w&#252;rde sagen, aus franziskanischer Sicht ist damit das Evangelium gemeint und da hei&#223;t es &quot;Geht hinaus in alle Welt&quot;. Es w&#228;re also aus franziskansicher Sicht geradezu w&#252;nschenswert, wenn sich ALLE Kirchenvertreter heute mehr M&#252;he geben w&#252;rden, der Kirche zu Ansehen und zu Erfolg zu verhelfen. Franziskus hat das mit einer bewundernswerten Demut (=Selbstbewusstsein - Spiritualit&#228;t von unten!!!) getan und tut es bis heute, weil er schlie&#223;lich nach wie vor der ganzen Christenheit als ein leuchtendes Beispiel gilt, ein wirklich gro&#223;er Heiliger.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Wei&#223;t Du, der entscheidende Punkt ist doch in dieser Diskussion nicht, dass Franziskus Kritik an der Kirche seiner Zeit ge&#252;bt hat, sondern dass und wie Du Kritik &#252;bst. Und damit w&#252;rde ich dann gerne auf den Ausgangspunkt dieser kleinen Debatte hier zur&#252;ckkommen, an dem DU die Naivit&#228;t und/oder Gleichg&#252;ltigkeit von Kirchenoberen bem&#228;ngelst, die aus &#8220;Einladungen, Ehrendoktortiteln, Laudationes, Respektbezeugungen&#8221; scheinbar den Schluss ziehen, die &#8220;s&#228;kulare Welt&#8221; w&#252;rde die Kirche irgendwie m&#246;gen. Du bedauerst jedenfalls den Abgang von Mixa, den Du zu den &#8220;Stimmen, die sich gegen den Mainstream wenden&#8221; z&#228;hlst. Den DBK-Vorsitzenden Zollitsch z&#228;hlst Du dazu offenbar nicht, sonst w&#252;rdest Du ihn nicht als einen bezeichnen, der den Medien irgendwie &#8220;zu nett&#8221; ist, um in seiner Vergangenheit zu &#8220;w&#252;hlen&#8221;.<br />
Du unterstellst dem Klerus eine Art Weltfremdheit, wenn Du - ausgehend von der eigenen Erfahrung - darauf aufmerksam machst, dass die Welt (sprich: Deine Welt) sich - zu 90% - nicht f&#252;r Sakrales, sondern nur f&#252;r S&#228;kulares interessiert. Und dann w&#252;nschst Du Dir, dass sich Kirchenvertreter und &#8220;undemokratisch gew&#228;hlte&#8221; Laienvertreter&#8221;, zur&#252;ckhaltender oder wenigstens reflektierter in den Medien zeigen, was auch immer das konkret hei&#223;en mag.<br />
Unterm Strich kommt also bei Dir folgendes Bild zum Vorschein: Naive und nur auf &#8220;Macht, Ruhm und Ehre&#8221; versessene Kirchenvertreter (wohl ein Teil des leitenden Klerus) und Laienvertreter (Zdk oder was?) merken nicht, dass sie Teil einer &#8220;Dramaturgie&#8221; der Medienwelt geworden sind, die sich gar nicht f&#252;r Kirche interessiert, sondern ihr eigenes Spiel spielt und die Stimmen in Kirche erniedrigen will, die sich nicht am Mainstream bzw. - so &#252;bersetze ich mir das - am Zeitgeist orientieren und daher in der Welt anecken.<br />
Ich bin eigentlich mit Dir einer Meinung, dass der Umgang vieler Amtstr&#228;ger mit den Medien einer Art Kommunikationskatastrophe gleichkommt. Und ich finde, das KANN man auch sagen - Du machst es ja auch, und &#252;bst damit &#252;brigens Kritik an der Kirchenleitung, nur mal so nebenbei. Vor allem die Sache mit den &#8220;unreflektierten &#196;u&#223;erungen&#8221; in &#8220;jedes subnasale Mikrofon&#8221; ist schon ziemlich deutlich.<br />
Mein Problem dabei ist, dass Du neben Deiner Kritik an der Kirchenleitung vor allem aber und praktisch im Vorbeigehen ein negatives Urteil &#252;ber die Welt f&#228;llst, vertreten quasi durch die &#8220;Medienwelt&#8221;, die so wenig an Kirche interessiert ist. Aber die Welt ist immer s&#228;kular und ich wollte darauf hinweisen, dass die franziskanische Perspektive die ist, dass sich Gott genau in diese Welt hinein inkarniert und auch in ihr gelebt und auch an ihr gelitten hat. Gott hat sich solidarisiert mit denen, die in seiner Welt leiden und damit hat er neue Ma&#223;st&#228;be gesetzt, unerh&#246;rte Ma&#223;st&#228;be, die jede Herrschaft und Macht in Frage stellen, weil sie sich am H&#246;chsten messen muss. Auf diesem Hintergrund ist die radikale Armut eines Franz von Assisi ein leibhaftig gewordener Ausdruck dieser Umkehrung der Verh&#228;ltnisse: Franziskus &#252;bt radikalen Statusverzicht, er geht nach unten, weil er glaubt, dass Gott ganz nach unten gegangen ist, und er wird - wie er sich ausdr&#252;ck - allen Untertan und er gewinnt gerade so die Freiheit, sich von keiner Macht oder Herrschaft, sei sie weltlich oder kirchlich oder wie auch immer, beherrschen lassen zu m&#252;ssen. Franz hat eben nicht nur die Kirche, sondern auch die Welt mit liebenden Augen gesehen, weil er verstanden hat, dass Gott diese Welt liebt, so unvollkommen sie auch sein mag. Er hat verstanden, dass es Gott gar nicht um Reinheit geht, sondern um Liebe - und das ist ein ganz zentraler Unterschied!<br />
Von daher KANN Kirche kein TraditionalistenCLUB sein - und das Problem dabei ist die Bezeichnung Club. Das gibt&#8217;s &#252;berhaupt nicht in der franziskanischen Perspektive, weil die immer katholisch ist im wahrsten Sinne des Wortes! Kirche ist f&#252;r alle da und muss f&#252;r alle da sein und wie bei Liebenden muss sie bis an die Grenze der Selbstaufgabe um die Welt werben, um es mal in diesem Bild auszudr&#252;cken.<br />
So kam ich auf die Unterscheidung zwischen Spiritualit&#228;t von oben und von unten - wobei ich wie gesagt gar nicht die eine gegen die andere ausgespielt sehen will. Es braucht aber beide. Und bei vielen katholisch Engagierten, auch bei Dir, wenn ich das mal so direkt sagen darf, sp&#252;re ich viel von Abgrenzung, z.B. gegen den vielbeschworenen Mainstream. Da ist ein Kreisen um die eigene katholische Identit&#228;t, was automatisch eine Abgrenzung von allem nichtkatholischen zur Folge hat und so geht das verloren, was man &#8220;katholische Weite&#8221; nennt. Deshalb mein Hinweis auf Franziskus und die Auss&#228;tzigen: Man kann das Gottesvolk nicht ver&#228;ndern, wenn man nicht bis an die R&#228;nder geht. Franziskus hat kein exklusives Leben gef&#252;hrt, er hat inklusiv gelebt und die Schw&#228;chsten als Ma&#223;stab genommen f&#252;r sein Leben.<br />
Es ist ja fast symptomatisch, dass wir am Ende um die Frage kreisen, ob Franziskus GEGEN die Kirche war, ob er Schriften GEGEN die kirchliche Lehre verfasst hat usw. Darum geht es doch gar nicht. Selbstredend war Franziskus nie GEGEN die Kirche, auch wenn er den Kardinal und sp&#228;teren Papst mit seiner kreativen Art besch&#228;mt und blo&#223;stellt. Der viel wichtigere Punkt ist, dass Franziskus F&#220;R die Kirche war und genauso absolut auch F&#220;R die Welt, dass er sich ganz bewusst f&#252;r ein Leben IN der Welt entschieden hat, f&#252;r die Mission, f&#252;r die er immer wieder neue Ideen entwickelt hat, Ideen wie das Krippenspiel in Grecchio z.B., das den Menschen zu Herzen ging und das alle verstanden haben. Er konnte eben mit der Welt umgehen und ich bin 100%ig &#252;berzeugt, dass er auch heute &#252;berhaupt kein Problem mit unserer Medienwelt gehabt h&#228;tte. Leider f&#228;llt mir zur Zeit niemand ein, den man mit dem Integrationstalent eines Franz von Assisi vergleichen k&#246;nnte und - da beginnt dann wieder meine Kirchenkritik - die Kirchenleitung tut ja auch viel daf&#252;r, dass solche Talente gar nicht erst zum Zug kommen. Das &#220;brige erledigen dann die Eiferer f&#252;r die Tradition, die f&#252;r sie gleichzusetzen ist mit dem rechten Glauben, der aber aus franziskanischer Sicht seine Quelle im Evangelium hat und DAS IST die kirchliche Lehre. DANN kommt die Tradition und die hat Franziskus bezeichnenderweise wenig interessiert, sonst h&#228;tte er sich sicher h&#252;bsch brav eingereiht in die benediktinische M&#246;nchstradition. Hat er aber nicht.<br />
Du w&#252;nscht Dir, dass es der Kirchenleitung weniger um Ansehen und Erfolg gehen sollte. Wenn es unseren Hirten wirklich um weltliches Ansehen und Erfolg geht, dann sind sie momentan ziemlich erfolglos, fast eher bemitleidenswert. Es ist doch ein Trauerspiel, was gerade in und mit Kirche passiert. Du schreibst, es sollte ihnen eher um die Wahrheit gehen. Was soll denn das hei&#223;en? Ich w&#252;rde sagen, aus franziskanischer Sicht ist damit das Evangelium gemeint und da hei&#223;t es &#8220;Geht hinaus in alle Welt&#8221;. Es w&#228;re also aus franziskansicher Sicht geradezu w&#252;nschenswert, wenn sich ALLE Kirchenvertreter heute mehr M&#252;he geben w&#252;rden, der Kirche zu Ansehen und zu Erfolg zu verhelfen. Franziskus hat das mit einer bewundernswerten Demut (=Selbstbewusstsein - Spiritualit&#228;t von unten!!!) getan und tut es bis heute, weil er schlie&#223;lich nach wie vor der ganzen Christenheit als ein leuchtendes Beispiel gilt, ein wirklich gro&#223;er Heiliger.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Ralf</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216761</link>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 14:20:32 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216761</guid>
					<description>Okay, ganz konkret, Janko: welche Schriften gegen kirchliche Lehren hat Franziskus verfa&#223;t, welche Forderungen hat er an die Kirchenleitung gestellt, wo hat er von der Kirche eine &#196;nderung der damaligen Lebenspraxis gefordert, in Wort oder Schrift?

Wo wird das &#252;berliefert?

Ich sage nicht, da&#223; er einfach nur sein Ding gedreht hat, einfach NUR seine Armut gelebt hat. Aber bevor man so etwas von anderen fordern sollte, sollte man ZUMINDEST das tun.
Nat&#252;rlich hat Franz an der Kirche gelitten, aber nur so wird sie sich heiligen k&#246;nnen und nur so wird sich der einzelne heiligen k&#246;nnen. An etwas oder jemandem zu leiden ist noch etwas grundlegend anderes als Forderungen zu stellen.
Franz verstand die Aufforderung des Kirchenaufbauens ganz konkret in der Porciuncula - erst der Papst verstand es global. Franz agierte immer lokal, lebte sein Ideal, k&#228;mpfte mit sich und den seinen - und liebte die Kirche.

Es sei denn, Du findest etwas anderes in den Quellen, dann lerne ich gerne dazu.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Okay, ganz konkret, Janko: welche Schriften gegen kirchliche Lehren hat Franziskus verfa&#223;t, welche Forderungen hat er an die Kirchenleitung gestellt, wo hat er von der Kirche eine &#196;nderung der damaligen Lebenspraxis gefordert, in Wort oder Schrift?</p>
	<p>Wo wird das &#252;berliefert?</p>
	<p>Ich sage nicht, da&#223; er einfach nur sein Ding gedreht hat, einfach NUR seine Armut gelebt hat. Aber bevor man so etwas von anderen fordern sollte, sollte man ZUMINDEST das tun.<br />
Nat&#252;rlich hat Franz an der Kirche gelitten, aber nur so wird sie sich heiligen k&#246;nnen und nur so wird sich der einzelne heiligen k&#246;nnen. An etwas oder jemandem zu leiden ist noch etwas grundlegend anderes als Forderungen zu stellen.<br />
Franz verstand die Aufforderung des Kirchenaufbauens ganz konkret in der Porciuncula - erst der Papst verstand es global. Franz agierte immer lokal, lebte sein Ideal, k&#228;mpfte mit sich und den seinen - und liebte die Kirche.</p>
	<p>Es sei denn, Du findest etwas anderes in den Quellen, dann lerne ich gerne dazu.
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				</item>
	<item>
 		<title>Comment on Er ist dann mal weg by: Janko</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216755</link>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 12:56:30 +0000</pubDate>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2010/04/23/er-ist-dann-mal-weg/#comment-216755</guid>
					<description>Ja, gerade WEIL er so katholisch war, hat er nicht einfach alles hingenommen, was in seiner Kirche geschehen ist, sondern ist angetreten mit dem Auftrag: &quot;Baue meine Kirche wieder auf!&quot; - und dieser Auftrag kam von Jesus direkt und nicht vom Papst, der aber sehr gut verstanden hat, wie sein Traum von dem Bettler zeigt, der die wankende Kirche st&#252;tzt, worum es eigentlich geht. 
Franziskus hat NICHT einfach nur sein Verst&#228;ndnis von Armut gelebt. Das ist vielleicht ein Bild von Franziskus, das sehr angenehm und bequem ist. Er ist und bleibt auch ein Stachel im Fleisch. Ich glaube, Du &#252;bersiehst in Deiner Sicht der Dinge, dass Franziskus im Laufe seines Lebens auch sehr gelitten hat an seiner Kirche. Auch aus diesem Grund hat er irgendwann die Leitung des Ordens abgegeben (Kardinal Hugolin hat da durchaus eine Rolle gespielt - man kann nicht einfach behaupten, die beiden seien &quot;Br&#252;der und Freunde&quot; gewesen) und nicht ohne Grund ist das Sonnenlied in einem der dunkelsten Abschnitte seines Lebens entstanden.
Je mehr ich mich mit den Schriften des Hl. Franz besch&#228;ftige, desto weniger brav erscheint mir dieser Mann Gottes, sondern fasziniert mich seine Radikalit&#228;t und vor allem seine Kreativit&#228;t. Seine vermeintliche Unterw&#252;rfigkeit ist bei genauer Betrachtung ein Zeugnis eines au&#223;erordentlichen Selbstbewusstseins. Der hat es &#252;berhaupt nicht n&#246;tig gehabt, sich brav einzuordnen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Ja, gerade WEIL er so katholisch war, hat er nicht einfach alles hingenommen, was in seiner Kirche geschehen ist, sondern ist angetreten mit dem Auftrag: &#8220;Baue meine Kirche wieder auf!&#8221; - und dieser Auftrag kam von Jesus direkt und nicht vom Papst, der aber sehr gut verstanden hat, wie sein Traum von dem Bettler zeigt, der die wankende Kirche st&#252;tzt, worum es eigentlich geht.<br />
Franziskus hat NICHT einfach nur sein Verst&#228;ndnis von Armut gelebt. Das ist vielleicht ein Bild von Franziskus, das sehr angenehm und bequem ist. Er ist und bleibt auch ein Stachel im Fleisch. Ich glaube, Du &#252;bersiehst in Deiner Sicht der Dinge, dass Franziskus im Laufe seines Lebens auch sehr gelitten hat an seiner Kirche. Auch aus diesem Grund hat er irgendwann die Leitung des Ordens abgegeben (Kardinal Hugolin hat da durchaus eine Rolle gespielt - man kann nicht einfach behaupten, die beiden seien &#8220;Br&#252;der und Freunde&#8221; gewesen) und nicht ohne Grund ist das Sonnenlied in einem der dunkelsten Abschnitte seines Lebens entstanden.<br />
Je mehr ich mich mit den Schriften des Hl. Franz besch&#228;ftige, desto weniger brav erscheint mir dieser Mann Gottes, sondern fasziniert mich seine Radikalit&#228;t und vor allem seine Kreativit&#228;t. Seine vermeintliche Unterw&#252;rfigkeit ist bei genauer Betrachtung ein Zeugnis eines au&#223;erordentlichen Selbstbewusstseins. Der hat es &#252;berhaupt nicht n&#246;tig gehabt, sich brav einzuordnen &#8230;
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