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	<title>Pax et bonum</title>
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	<pubDate>Tue, 21 May 2013 21:07:08 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Eine Frage der Priorit&#228;t</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 20:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
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		<description><![CDATA[	Aufh&#228;nger der im folgenden beschrieben Diskussion war folgendes: der Aachener Friedenspreis wird dieses Jahr unter anderem an drei Schulen verliehen, die sich daf&#252;r ausgesprochen haben, da&#223; die Bundeswehr keine M&#246;glichkeit haben soll, im Rahmen der eigenen Schule f&#252;r sich zu werben. 
	U.a. auf Barbaras Blog, aber nicht nur dort, sondern auch auf facebook und in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Aufh&#228;nger der im folgenden beschrieben Diskussion war folgendes: der <a href="http://www.aachener-friedenspreis.de/">Aachener Friedenspreis</a> wird dieses Jahr unter anderem an drei Schulen verliehen, die sich daf&#252;r ausgesprochen haben, da&#223; die Bundeswehr keine M&#246;glichkeit haben soll, im Rahmen der eigenen Schule f&#252;r sich zu werben. </p>
	<p><a href="http://elsalaska.twoday.net/stories/404099997/">U.a. auf Barbaras Blog</a>, aber nicht nur dort, sondern auch auf facebook und in anderen Medien, wurde auch von katholischer Seite gegen diese Entscheidung protestiert, Barbara schrieb einen <a href="http://elsalaska.twoday.net/stories/404100501/">Brief an den Ortsbischof Heinrich</a> und an den <a href="http://elsalaska.twoday.net/stories/404100722/">Milit&#228;rbischof Franz-Josef</a>.</p>
	<p>Ich hatte damals im Kommentarbereich des Beitrages &#252;ber den Brief an Bischof Heinrich folgendes geschrieben:</p>
	<p>Als erstes:</p>
	<blockquote><p>Ich halte die Preisverleihung f&#252;r vollkommen richtig, gerade weil ich Christ bin. In der Nachfolge Jesu darf Gewalt keinen Platz haben.</p></blockquote>
	<p>und danach aufgrund von Gegenmeinungen:</p>
	<blockquote><p>Barbara hat sich in dem Brief als Katholikin geoutet, somit als Nachfolgerin Jesu. Wieso es f&#252;r eine Nachfolgerin des gewaltlosen K&#246;nigs der K&#246;nige nicht zu verstehen ist, dass manche einer auf Gewalt basierenden Organisation keine Plattform bieten wollen, ist mir schleierhaft.</p>
	<p>Die Bundeswehr ist weder das THW noch das DRK, sie besteht vielmehr aus Soldaten, deren Grundausbildung eben effektives T&#246;ten nahebringt - das ist der Sinn einer Armee.</p>
	<p>Nat&#252;rlich darf man andere besch&#252;tzen, das T&#246;tungsverbot gilt aber immer.</p></blockquote>
	<p><a href="http://elsalaska.twoday.net/stories/404101328/">Ein Beitrag auf Barbaras Blog</a> ist wahrscheinlich Resultat dieser meiner Kommentare, dazu gibt es im Kommentarbereich selbet noch vesrchiedenen gegenmeinungen, u.a. den Hinweis, da&#223; bei den Zehn Geboten vom Mord und nicht vom T&#246;ten die Rede ist.</p>
	<p>Ich m&#246;chte jetzt im einzelnen auf diese Meinungen eingehen, dabei ist die Reihenfolge nicht priorisiert, sondern wie sie mir in den Kopf kommt.</p>
	<p>1. es ist durchaus umstritten, wie das T&#246;tungsverbot der Zehn Gebote ( 2 Mos 20,13 und 5 Mos 5,17) richtig zu &#252;bersetzen ist. Die Vulgata schreibt &#8220;non occides&#8221;, was &#8220;t&#246;ten, niederschlagen&#8221; bedeutet, Luther &#252;bersetzt mit &#8220;t&#246;ten&#8221;, die Elberfelder ebenfalls, die Einheits&#252;bersetzung dagegen mit &#8220;morden&#8221;. Bei den internationalen &#220;bersetzungen (ich &#252;berblicke Spanisch, Englisch, Franz&#246;sisch und Rum&#228;nisch) gibt es durchaus wechselhafte &#220;bersetzungen selbst innerhalb der gleichen Sprache (also wie bei uns). Von eindeutig &#8220;du sollst nicht morden!&#8221; kann also keine Rede sein.</p>
	<p>2. Barbara bezeichnet sich selbst als nicht in der Nachfolge Jesu stehend, weil sie die Evangelischen R&#228;te nicht befolge. Nun, das eine hat mit dem anderen nur bedingt etwas zu tun. Jeder getaufte und gefirmte Christ steht in der Nachfolge Jesu, f&#252;r einen gl&#228;ubigen Christen gilt dies umso mehr. Nat&#252;rlich gibt es die besondere Art der Nachfolge eben in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam, so wie es neben dem allgemeinen noch das besondere Priestertum gibt, aber die Nachfolge an und f&#252;r sich gilt f&#252;r alle, unabh&#228;ngig vom Lebensstand. Davon kann sich keiner und keine freisprechen. Uns allen soll es zuerst um das Reich Gottes gehen - das bedeutet nichts anderes als in Seiner Nachfolge zu stehen und daf&#252;r zu leben, da&#223; diesem Reich der Boden bereitet wird.</p>
	<p>Sollte der erw&#228;hnte Beitrag aufgrund meiner Kommentare geschrieben worden sein, so werden mir in diesem &#8220;moralisierende Vorw&#252;rfe&#8221; sowie eine &#8220;&#220;berh&#246;hung&#8221; &#252;ber andere Christen unterstellt, zudem solle ich mir doch anschauen, wie Jesus mit den Soldaten umgegangen sei.</p>
	<p>Inwiefern ich jemandem Vorw&#252;rfe gemacht habe, ist mir nicht bekannt. Ich denke zwar in der Tat, da&#223; der Soldatenberuf mit der Nachfolge Jesu schlecht bis gar nicht vereinbar ist, aber das bedeutet nicht, da&#223; ich jemandem Vorw&#252;rfe mache, wenn er es anders sieht. W&#252;rde ich Vorw&#252;rfe machen, w&#228;re meine Rede schon nicht mehr gewaltfrei (was sowieso am schwierigsten ist). Ich &#252;berh&#246;he mich &#252;ber niemanden, habe allerdings meine &#220;berzeugung.<br />
Jesus war gewaltlos - und gerade das hat zur Gewalt gef&#252;hrt, da dieser Botschaft immer widersprochen wird. Und wenn ich mich Christ nenne, also zu Christus geh&#246;rend, dann kann ich nicht - das ist meine feste &#220;berzeugung - redlicherweise andere Grundprinzipien als der vertreten, mit dessen Namen ich mich schm&#252;cke.<br />
Jesus ging mit den Soldaten so wie mit allen Leuten um: fair und gerecht. Nur weil Er jemandem keine Vorw&#252;rfe machte, hei&#223;t das noch lange nicht, da&#223; Er damit einverstanden war. Auch dem Z&#246;llner gegen&#252;ber, der letztlich sein ergaunertes Verm&#246;gen zur&#252;ckgeben wollte, hat Er sich zuvor offen, freundlich und fair gegen&#252;ber gezeigt.</p>
	<p>Dabei geht es prinzipiell in dieser Frage gar nicht um Erfolg oder Mi&#223;erfolg, dabei geht es nicht um V&#246;lkerrecht, nicht um die Frage, ob die USA jemals von der afghanischen Regierung oder Armee angeriffen worden sind (ich kann mich zwar nicht daran erinnern, aber was soll&#8217;s), nicht um die Frage, was eine demokratische Institution ist und was nicht, sondern einzig und allein um die Frage: was kann ich mit dem Namen &#8220;Christ&#8221; vereinbaren, was ist dieser Name mir wert? Was steht h&#246;her: ein Staatsgebilde und ihre Institutionen oder mein Glaube an den Dreifaltigen Gott, der sich in Vollkommenheit im gewaltlosen Jesus offenbart hat? Es ist letztlich eine Frage der Priorit&#228;t.</p>
	<p>Ich hatte <a href="http://paxetbonum.de/index.php/2013/04/18/keine-erfolgsgeschichte/">schon vor kurzem</a> angedeutet, da&#223; wir viel zu tief im utilitaristischen Denken verhaftet sind: was bringt das, was nutzt das, was hilft etc. Uns soll es um das Reich Gottes gehen, und da werde ich wohl Zustimmung ernten (hoffe ich), das hat wohl mit Utilitarismus eher wenig zu tun.</p>
	<p>Mit dieser Meinung mache ich mir sicher nicht nur Freunde, auch innerkirchlich nicht (und zwar nicht nur im Netz). Zwar ist sie seit Jahrhunderten kirchlich abgesegnet (schon Papst Nikolaus IV., der die erste Regel f&#252;r den weltlichen Franziskanerorden approbierte, untersagte dort das Waffentragen f&#252;r die weltlichen Ordensleute, was das Ende einiger italienischer Stadtkriege bedeutete), aber leider hat sie sich nocht nicht durchsetzen k&#246;nnen. Aber so ist Gewaltlosigkeit nun einmal: ein Angebot, sie dr&#228;ngt sich nicht auf. Sie will &#252;berzeugen mit Argumenten und dem Leben, nicht mit Privilegien und Macht. Bei Jesus endete sie am Kreuz, am Ort unseres Heiles. Sie hat auch schon andere Verfechter zu ihrem ganz pers&#246;nlichen Kreuz gef&#252;hrt, mich noch nicht. Ich hoffe ehrlicherweise auch, da&#223; dieser Kelch an mir vor&#252;ber gehen wird.
</p>
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		<title>Positiver Standesd&#252;nkel</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 11:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
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		<description><![CDATA[	Die Zentrale Ethikkommission der Bundes&#228;rztekammer ist zwar jetzt nicht das bekannteste Ethikgremium der Bundesrepublik, aber, im Gegensatz zu manch anderem, was meine &#228;rztlichen KollegInnenen so publik machen, eines der &#228;rztlichen Stimmen, auf die man sich auch als christlicher Arzt noch mehr oder weniger &#8220;verlassen&#8221; kann.
	Hier findet man die brandaktuelle Stellungnahme zu dem etwas sperrigen Thema: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Die Zentrale Ethikkommission der Bundes&#228;rztekammer ist zwar jetzt nicht das bekannteste Ethikgremium der Bundesrepublik, aber, im Gegensatz zu manch anderem, was meine &#228;rztlichen KollegInnenen so publik machen, eines der &#228;rztlichen Stimmen, auf die man sich auch als christlicher Arzt noch mehr oder weniger &#8220;verlassen&#8221; kann.</p>
	<p><a href="http://www.aerzteblatt.de/archiv/138061">Hier</a> findet man die brandaktuelle Stellungnahme zu dem etwas sperrigen Thema: &#8220;Versorgung von nicht regul&#228;r krankenversicherten Patienten mit Migrationshintergrund&#8221; - also kurz gesagt: &#8220;Medizinische Versorgung von Asylbewerbern und Illegalen&#8221;</p>
	<p>Derzeit gibt es in der aktuellen Gesetzeslage verschiedene skandal&#246;se Tatbest&#228;nde, die unbedingt abgestellt geh&#246;ren und die auch in der Stellungnahme angesprochen werden - ich nenne nur zwei:</p>
	<p>1. derzeit entscheidet ein Sachbearbeiter des Ausl&#228;nderamtes (also medizinischer Laie), ob ein Asylbewerber zum Arzt darf - d.h. faktisch, der Patient muss dort vorstellig werden, seine Beschwerden schildern, und darf dann auf die Erlaubnis hoffen zum Arzt gehen zu d&#252;rfen. Und im Notfall darf man selbst nicht ins Krankenhaus gehen oder von Nicht&#228;rzten (Freunden, Verwandten) gebracht werden. So etwas ist vollkommen inakzeptabel. Man stelle sich vor, eine Notaufnahme w&#252;rde alle abweisen, bei denen vorher nicht zuhause ein Arzt gewesen ist - eine Horrorvorstellung.</p>
	<p>2. derzeit ist es so, da&#223; Illegale deswegen einen Gang insbesondere ins Krankenhaus (Schwangerschaft und Geburt!) scheuen, weil die Krankenhauseitung bei Aufnahme verpflichtet ist, die Daten ans Ausl&#228;nderamt zu melden, was einer drohenden Abschiebung gleichkommt. Medizinische Versorgung muss ohne Ansehen und Gefahr f&#252;r die zu behandelnde Person ausf&#252;hrbar sein, dieser Raum geh&#246;rt zwingend gesch&#252;tzt!</p>
	<p>Ich hoffe, da&#223; die Stellungnahme der Ethikkommission nicht verpufft im medialen Zirkus und bin dankbar f&#252;r diese klare Stimme.
</p>
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		<title>Osterzeit</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 20:42:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
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		<description><![CDATA[	Es gibt so ein paar Tage im Jahr, da finde ich die kirchlichen Vorgaben nicht so richtig schl&#252;ssig.
	Bspw. finde ich es seltsam, da&#223; es in der Osterzeit Fastentage gibt - n&#228;mlich die Freitage (und deswegen faste ich auch nicht, wiewohl ich sonst schon versuche die Freitage fleischlos zu bleiben - manchmal vergesse ich es aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Es gibt so ein paar Tage im Jahr, da finde ich die kirchlichen Vorgaben nicht so richtig schl&#252;ssig.</p>
	<p>Bspw. finde ich es seltsam, da&#223; es in der Osterzeit Fastentage gibt - n&#228;mlich die Freitage (und deswegen faste ich auch nicht, wiewohl ich sonst schon versuche die Freitage fleischlos zu bleiben - manchmal vergesse ich es aber auch). </p>
	<p>Und heute finde ich es ganz besonders seltsam - wir steuern Pfingsten an! Wie kann man da fasten, wie kann man da - wenn man ihn betet - den <a href="http://www.glaubenheute.de/gebete/rosenkranz.htm#Der%20schmerzhafte%20Rosenkranz">Schmerzhaften Rosenkranz</a> beten, wo doch der <a href="http://www.glaubenheute.de/gebete/rosenkranz.htm#Der%20glorreiche%20Rosenkranz">Glorreiche </a>inhaltlich tausendmal besser pa&#223;t?</p>
	<p>Gut, so entscheidend ist das alles nicht, das ganze Thema nicht, aber manchal mache ich mich auch &#252;ber so etwas Gedanken. Und es soll jetzt auch nicht so klingen, als w&#252;rde ich t&#228;glich den Rosenkranz beten, das passsiert alle Jubeltage mal, aber heute war es unterwegs eben mal wieder soweit.
</p>
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		<item>
		<title>Mehr verstanden</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 20:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
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		<description><![CDATA[	Seitdem ich mich mehr mit dem Thema der Gewaltlosigkeit als Nachfolge Jesu besch&#228;ftige, habe ich das Gef&#252;hl, pl&#246;tzlich viel mehr vom Evangelium zu verstehen. Echt krass.
	(Nur dummerweise wird es dadurch nicht einfacher)

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Seitdem ich mich mehr mit dem Thema der Gewaltlosigkeit als Nachfolge Jesu besch&#228;ftige, habe ich das Gef&#252;hl, pl&#246;tzlich viel mehr vom Evangelium zu verstehen. Echt krass.</p>
	<p>(Nur dummerweise wird es dadurch nicht einfacher)
</p>
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		<title>Sowohl als auch</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 20:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
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		<description><![CDATA[	Dass es dieses Buch jetzt auch auf Deutsch gibt, war zwar zu erwarten, wu&#223;te ich aber noch nicht, als ich es anfing zu lesen. Nun, daher beruhen meine Eindr&#252;cke auf der spanischen Edition.
	Ich finde, es gibt in diesem Buch viel &#8220;sowohl als auch&#8221;, und zwar sowohl den Inhalt der Aussagen insbesondere des damaligen Kardinals als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img style="float:left; margin-right:10px" src='/wp-content/bilder/sobreelcieloylatierra.jpg' alt='' />Dass es dieses Buch jetzt auch auf Deutsch gibt, war zwar zu erwarten, wu&#223;te ich aber noch nicht, als ich es anfing zu lesen. Nun, daher beruhen meine Eindr&#252;cke auf der spanischen Edition.</p>
	<p>Ich finde, es gibt in diesem Buch viel &#8220;sowohl als auch&#8221;, und zwar sowohl den Inhalt der Aussagen insbesondere des damaligen Kardinals als auch den Dialog zwischen ihm und dem Rabbiner selbst betreffend.</p>
	<p>Was mir als erstes auffiel, ist, das ich das Gef&#252;hl habe, so richtig <em>miteinander </em>reden die beiden eher selten. Viele Themen werden oberfl&#228;chlich angekratzt, beide geben Statements ab, best&#228;tigen sich manchmal, aber so richtig tief geht das nicht immer. Bei manchen Themenfeldern aber, wie bspw. dem Verhalten der Kirche in Argentinien w&#228;hrend der Milit&#228;rdiktaur oder bei der Frage nach der zuk&#252;nftigen Rolle der Religion an und f&#252;r sich, kommt es zu einem richtigen Austausch, dann auch mit Substanz. Also sowohl als auch. Vielleicht lag es auch am Format des Buches, da jedes der fast 30 Themen eine l&#228;ngere Betrachtung verdient h&#228;tte.</p>
	<p>Dann ist die Betonung der Glaubespraxis f&#252;r den Papst augenf&#228;llig, und zwar die Verpflichtung f&#252;r jedermann und -frau, aus der man sich auch durch Unterst&#252;tzung f&#252;r professioneller Hilfe (Spenden f&#252;r Caritas bspw.) nicht frei&#8221;kaufen&#8221; kann. Das richtige Tun, die Orthopraxie, mu&#223; aus dem rechten Glauben, der Orthodoxie, hervorgehen, sonst ist es mit der Orthodoxie nicht weit her. Beispiele daf&#252;r gibt es im Buch zahlreiche. Nur das Tun ohne den Glauben als festes Fundament dagegen w&#252;rde die Kirche &#252;berfl&#252;ssig machen. </p>
	<p>Dann best&#228;tigt sich das, was auch in seinem Pontifikat immer wieder aufscheint - Papst Franziskus ist unkompliziert, wei&#223; aber genau wie er wirkt und &#252;berl&#228;&#223;t nichts dem Zufall. Er wei&#223;, warum er was tut und warum er anderes unterl&#228;&#223;t. Als Herzblut-Seelsorger und Hirte insbesondere f&#252;r die Armen nimmt er sich auch sehr zur&#252;ck, wenn es um Parteinahme in der Politik geht - so geht er selbst nicht w&#228;hlen, um f&#252;r alle alles sein zu k&#246;nnen.</p>
	<p>Rabbiner Abraham Skorka er&#246;ffnet h&#228;ufig die Themen und Jose Bergoglio steigt dann mit ein. Fast immer gibt es &#220;bereinstimmungen, Unterschiede werden kurz angerissen, aber nie wirklich thematisiert, was ein gutes Beispiel f&#252;r gelungenen Dialog darstellt, wenn man den anderen auch anders sein l&#228;&#223;t, was der Sache aber doch viel W&#252;rze nimmt, da gar nicht dar&#252;ber gesprochen wird, warum der Gespr&#228;chspartner &#252;berhaupt interessant ist - denn gew&#228;hlt wurden ja beide <em>wegen </em>ihrer unterschiedlichen Glauben.</p>
	<p>Also, das Buch ist sicher interessant zu lesen, aber umgehauen hat es mich nicht. Das darf man aber keinesfalls als Abwertung der beteiligten Personen werten. Ich denke einfach, das Format hat mit dem Zwang zur K&#252;rze viel an m&#246;glichem Niveau gekostet, wobei dieses Niveau manchmal aufblitzt. Leider recht selten.
</p>
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		<item>
		<title>Richtige Reihenfolge</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2013/04/29/richtige-reihenfolge/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 20:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2013/04/29/richtige-reihenfolge/</guid>
		<description><![CDATA[	Wenn es um die Einheit der Christen geht, wird gerne folgendes Wort Jesu aus dem sog. Hohenpriesterlichen Gebet aus dem Johannes-Evangelium zitiert (JohEv 17,21):
	Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.
	D.h. durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Wenn es um die Einheit der Christen geht, wird gerne folgendes Wort Jesu aus dem sog. Hohenpriesterlichen Gebet aus dem Johannes-Evangelium zitiert (JohEv 17,21):</p>
	<blockquote><p>Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.</p></blockquote>
	<p>D.h. durch die Einheit der Christenheit w&#228;re das Zeugnis f&#252;r die Herrlichkeit Christi um ein Vielfaches st&#228;rker. Aber: warum soll &#8220;die Welt&#8221; &#252;berhaupt den Menschen glauben, die sich Christen nennen? Was k&#246;nnen wir dazu beitragen? Wie bekommt das Zeugnis von der Einheit der Christenheit und der Kirche Gewicht?</p>
	<p>Ganz einfach (Joh 13,34 f., Kenner werden sich an das gestrige Sonntagsevangelium erinnern):</p>
	<blockquote><p>Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine J&#252;nger seid: wenn ihr einander liebt.</p></blockquote>
	<p>Und hier sehe ich das Problem, dass viel zu oft die Priorit&#228;ten verschoben sind. Egal, was die Christenheit so anstellt, wie sehr sie sich einigt, wie sehr die Kirchen &#252;ber ihre Schatten springen und sich einigen in Amt und Sakrament; wenn wir einander nicht lieben, ist das Zeugnis gleich null - denn niemand wird uns f&#252;r voll nehmen.</p>
	<p>Und daf&#252;r braucht man keine gro&#223;en theologischen Abhandlungen studiert haben, muss nicht besonders viel wissen (das mag sogar potentiell sch&#228;dlich sein f&#252;r ein reines Herz), man muss blo&#223;  akzeptieren, dass der andere nicht nur der andere ist und bleibt, sondern auch anders denkt als man selbst (ohne deswegen die eigene &#220;berzeugung an Wahrheit aufzugeben - und in meinem Fall gibt es Legionen von bislang unbefriedigend beantworteten Fragen an die prot. Theologie(n)).</p>
	<p>Ich bin sogar &#252;berzeugt: erst wenn wir mehr und ehrlicher einander lieben, wird aus den Hindernissen Reichtum. Wie das genau funktionieren soll? Keine Ahnung. Ob das &#252;berhaupt funktionieren kann? F&#252;r Gott ist nicht unm&#246;glich, hat mal der Herr behauptet. Eine Ahnung habe ich allerdings nicht.</p>
	<p>Doch der Auftrag ist klar: man selbst bleiben und lieben (f&#252;r mich der Inbegriff des Reiches Gottes). Der Rest kommt dann von alleine.
</p>
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		<title>Neues Gotteslob</title>
		<link>http://paxetbonum.de/index.php/2013/04/27/neues-gotteslob/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 19:48:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
		<guid>http://paxetbonum.de/index.php/2013/04/27/neues-gotteslob/</guid>
		<description><![CDATA[	Das neue Gotteslob, welches u.a. die Lieder f&#252;r die Eucharistiefeier enth&#228;lt, ist schon in Druck und wird Ende des Jahres (zum 1. Advent, soweit ich wei&#223;, also zum Beginn des Kirchenjahres), erh&#228;ltlich sein und dann die Norm werden.
	Der folgende Link f&#252;hrt zu dem Beitrag der &#8220;Herder Korrespondenz&#8221;, der dieses neue Gottesob bewertet und einiges an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Das neue Gotteslob, welches u.a. die Lieder f&#252;r die Eucharistiefeier enth&#228;lt, ist schon in Druck und wird Ende des Jahres (zum 1. Advent, soweit ich wei&#223;, also zum Beginn des Kirchenjahres), erh&#228;ltlich sein und dann die Norm werden.</p>
	<p>Der folgende Link f&#252;hrt zu dem Beitrag der &#8220;Herder Korrespondenz&#8221;, der dieses neue Gottesob bewertet und einiges an Hintergrundinformationen bringt:</p>
	<p><a href="http://www.herder-korrespondenz.de/aktuelle_ausgabe/special/details?k_beitrag=3364630&#038;campaign=kathde/20130422">http://www.herder-korrespondenz.de/aktuelle_ausgabe/special/details?k_beitrag=3364630&#038;campaign=kathde/20130422</a>
</p>
]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Keine Erfolgsgeschichte</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 20:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
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		<description><![CDATA[	Wer rechts in der Suchmaske das Wort “gewaltlos“ eingibt, wird feststellen, da&#223; ich das h&#228;ufiger thematisiere. Dabei habe ich bislang auch immer deswegen diesen Weg der Konfliktl&#246;sung favorisiert, weil er mit oftmals gleichen Erfolgsaussichten viel eher dem Beispiel Jesu entspricht.
Dazu passt das Zitat &#8220;People try nonviolence for a week, and when it &#8216;doesn&#8217;t work&#8217; they [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Wer rechts in der Suchmaske das Wort “gewaltlos“ eingibt, wird feststellen, da&#223; ich das h&#228;ufiger thematisiere. Dabei habe ich bislang auch immer deswegen diesen Weg der Konfliktl&#246;sung favorisiert, weil er mit oftmals gleichen Erfolgsaussichten viel eher dem Beispiel Jesu entspricht.<br />
Dazu passt das Zitat &#8220;People try nonviolence for a week, and when it &#8216;doesn&#8217;t work&#8217; they go back to violence, which hasn&#8217;t worked for centuries&#8221; von Theodore Roszak.</p>
	<p>Doch habe ich jetzt erkannt, da&#223; diese Begr&#252;ndung eigentlich falsch ist.</p>
	<p>Warum werden Menschen wie Mohandas &#8220;Mahatma&#8221; Gandhi und Martin Luther King nachwievor bewundert, warum werden ihre Schriften gelesen? </p>
	<p>Nein, nicht weil sie gewaltlos waren.</p>
	<p>Sie waren in ihrer Gewaltlosigkeit Nachfolger Jesu, Gandhi sogar explizit als Nicht-Christ, aber eines unterschied sie existentiell von Jesus.<br />
Sie hatten etwas, was Jesus w&#228;hrend seines irdischen Lebens mit der Gewaltlosigkeit nicht hatte:</p>
	<p>Erfolg.</p>
	<p>Es wird wahrscheinlich Hunderte geben, die als Anf&#252;hrer kleinerer oder gr&#246;&#223;erer Bewegungen gewaltlos blieben, aber eben - genauso wie der Mensch Jesus - gescheitert sind, auch sie gelandet am Kreuz ihrer Zeit. Kaum jemand spricht noch von ihnen.</p>
	<p>Dabei haben sie trotz des drohenden und sp&#228;ter eingetretenen Misserfolges, genauso wie &#252;brigens Gandhi und King immer gesagt haben - und wie es Jesus vorgelebt hat - die Methode immer &#252;ber den Erfolg gestellt.</p>
	<p>Was ist also, wenn man als Christ mit diesem Thema sich besch&#228;ftigt oder konfrontiert wird, wichtiger: der Erfolg der Methode oder die Methode als solche? </p>
	<p>Jetzt wird mir erst klar, was John Dear meint, als er sagte, er tue das alles, weil er Jesus folgen wolle, nicht weil er darin eine besonders erfolgversprechende Art der Konfliktl&#246;sung sieht. Oder wie er schreibt (und ich ihn schon mal zitiert habe):</p>
	<blockquote><p>Of course, I get attacked by the left and the right. On occasion someone tells me I’m wasting my time. Church authorities regularly ban me from their precincts. One Trappist monk told me I’ve undertaken “a hopeless cause, but a noble one.”<br />
For me, however, the mission of peace is something entirely different. I expect it to be about as “effective” as going to Mass, sitting in silent prayer, or visiting the sick. In other words, it makes all the difference!</p></blockquote>
	<p>Mich wundert, da&#223; auch bei diesem Thema die Inkonsistenz der &#8220;kirchenpolitischen Lager&#8221; sichtbar wird, hier insbesondere des sog. rechten Lagers. W&#228;hrend diese oftmals gro&#223;e Anh&#228;nger einer w&#252;rdigen Liturgie sind (bin ich auch), den h&#228;ufigen Empfang aller daf&#252;r zug&#228;nglichen Sakramente empfehlen (insbesondere also auch der Beichte!), das kontemplative Gebet unterst&#252;tzen (sehr gut!), die katholische Lehre der Kirche hoch halten (immer zu empfehlen!) - alles ohne auf die Frage zu achten, ob das ganze besonders effektiv sei bspw. in der Frage der Mission, weil die Wahrheit eben nicht verhandelbar ist - sind sie beim Thema Gewaltlosigkeit im hier und jetzt als Mittel der Nachfolge Jesu(!) h&#228;ufig zur&#252;ckhaltend und sehen hier dann pl&#246;tzlich das, was sie in den genannten Fragen manchmal f&#252;r verachtenswert halten, als wichtigstes Kriterium an: was kommt hinten raus.</p>
	<p>Konsequenz sieht anders aus.</p>
	<p>Also: was sollte f&#252;r einen Christen im Vordergrund stehen, wenn es um sein gelebtes Christsein geht (dazu geh&#246;ren Messbesuche ebenso wie Gebete und die Einstellung zur Gewalt zur Zielerreichung)?
</p>
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		<title>Strategie entdeckt</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 20:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
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		<description><![CDATA[	Wer schon immer wissen wollte, wie die MSM (Mainstreammedien) an die Themen der Kirche rangehen - folgende Szene wurde neulich aus einer geheimen Redaktionssitzung geschmuggelt:
	
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Wer schon immer wissen wollte, wie die MSM (Mainstreammedien) an die Themen der Kirche rangehen - folgende Szene wurde neulich aus einer geheimen Redaktionssitzung geschmuggelt:</p>
	<p><img src='/wp-content/bilder/Boardroom.jpg' alt='' /></p>
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	</item>
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		<title>Inspirierend</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 20:38:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		
	<category>Pax et bonum</category>
	<category>Eselsohr - Bücherrezensionen</category>
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		<description><![CDATA[	Man mu&#223; nicht mit jeder seiner theologischen Meinungen &#252;bereinstimmen, aber wenn es um die Frage der Gewaltlosigkeit geht, dann argumentiert John Dear SJ sehr &#252;berzeugend - und lebt es authentisch vor. Mehr als siebzig Mal wurde er schon aufgrund friedlichen Protestes festgenommen, hat deswegen Monate in Isolier- und Einzelhaft verbracht und sich dennoch nie stoppen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img style="float:left; margin-right:10px" src='/wp-content/bilder/livingpeace.jpg' alt='' />Man mu&#223; nicht mit jeder seiner theologischen Meinungen &#252;bereinstimmen, aber wenn es um die Frage der Gewaltlosigkeit geht, dann argumentiert John Dear SJ sehr &#252;berzeugend - und lebt es authentisch vor. Mehr als siebzig Mal wurde er schon aufgrund friedlichen Protestes festgenommen, hat deswegen Monate in Isolier- und Einzelhaft verbracht und sich dennoch nie stoppen lassen, sich f&#252;r Frieden einzusetzen. Wahrer Frieden kommt nicht einfach so auf uns wie die Pax Romana vom gro&#223;en Kaiser Augustus, wahrer Frieden w&#228;chst durch das rechte Zusammenleben der Menschen &#252;ber Grenzen von Volk, Ethnie, Glauben etc. hinweg.<br />
Dabei, und das macht das Buch auch so empfehlenswert (ich habe es schon vor Jahren gelesen), betont Dear meines Erachtens nach vollkommen zurecht, da&#223; der Frieden mit und in sich selbst die Grundvoraussetzung ist, Frieden nach au&#223;en zu schaffen.<br />
Da Franziskus (der aus Assisi, den anderen nenne ich auch immer Papst) ja derzeit aus aktuellem Anla&#223; in aller Munde ist, m&#246;chte ich nur kurz darauf  hinweisen, da&#223; er den Menschen genau dies immer w&#252;nschte und sie damit segnete, mit dem Frieden Gottes (der Name dieses Blogs ist ja der franziskanische lateinische Gru&#223; schlechthin). Die Armut, die Franziskus leben konnte, w&#228;re ohne diesen inneren Frieden nie m&#246;glich gewesen. Sein Einsatz f&#252;r den Frieden bei Kriegen und Streitereien ebensowenig, seine Zur&#252;cknahme seiner selbst als er die Leitung des Ordens aufgab auch nicht und so weiter - all das konnte er nur, weil er den Frieden des Herrn hatte.</p>
	<p>Was bedeutet das f&#252;r uns? Viele wollen eine arme Kirche, viele wollen, da&#223; die Kirche, wenn auch nur symbolhaft, Schritte unternimmt, damit sie selbst auf Leitungsebene wieder glaubw&#252;rdiger mit der Botschaft auftritt, die sie verk&#252;ndet. Doch gleichzeitig fordern das auch manche auf sehr eindringliche Art und Weise, klagen an, glauben besser zu wissen und be- und verurteilen. Haben Sie den Frieden? Ohne den Frieden schaffen auch wir die &#196;nderung unseres Lebens nicht, die vielleicht durch eine exponierte Person wie der Papst neu an uns als Anfrage gestellt wird (schon erstaunlich, da&#223; der Stellvertreter manche mehr zum Denken bringt als der Chef selbst).<br />
Daher ist Wut auf die Umst&#228;nde, verbissener Wille oder &#196;rger &#252;ber Ungerechtigkeit als Hauptmotivationen selten ein erfolgverprechendes Rezept, besonders nicht f&#252;r einen selbst, wenn man anderen was substantiell Gutes tun will. Die wirkliche Motivation aus dem  Glauben an Jesus heraus ist die Gnade des erfahrenen Friedens durch Ihn.
</p>
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