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Mahl »


Tiefgehend

Gerade habe ich die Lektüre dieses Buches abgeschlossen, es wirkt noch nach, und ich hoffe, dass dies so bleiben wird. Ich halte es geradezu für einen Glücksfall, dass der Autor Hans-Peter Hauschild die üblichen links-rechts Schemata innerhalb der Kirche durchbricht. Einfach so, ohne das auch nur ansatzweise zu erwähnen. Doch bevor ich das erkläre, erst etwas über das Buch.
Schon die Dreiteilung des Werkes in “Im Namen des Vaters”, “Im Namen des Sohnes” und “Im Namen des Heiligen Geistes” deutet auf die geistliche Struktur hin. Überraschend, aber vor allem wohltuend, ist dabei die Insistenz des Autors auf so “unmoderne” Glaubenssätze wie die Auferstehung des Fleisches(!) - also unseres konkreten Leibes des hier und jetzt - die Existenz des Reinigungsortes, auch Fegefeuer genannt, die Stellung Marias etc.
Warum besteht der Mann darauf? Weil es seine Erfahrung als jahrelanger Vorstand der AIDS-Hilfe (zu einer Zeit, als es noch nicht so eine ausgeklügelte Medikamentenkombination gab) war - er starb ein Jahr nach Erscheinen des Buches - dass es eben diese Aussagen sind, die den Sterbenden wirklich helfen, dass ein modernes Gesäusel von rein poliertem Christentum ohne seine anstößigen Aussagen (er plädiert bspw. für eine Verwendung des mittelalterlichen Dies Irae in der Totenmesse, extrem unmodern sowas) kein wirklicher Dienst an den Kranken und Sterbenden ist. Die existentielle Einsamkeit und Nacht des Glaubens, trotz vielleicht vorhandener Freunde, die Schmerzen und psychischen Leiden, all dies könne laut Hauschild nur dadurch lebbar (nicht überwunden!) werden, indem man sich damit konfrontiert und sich dieser Realität nackt aussetzt.

Klingt jetzt alles sehr nach einem typisch konservativem Kirchenmann, nicht wahr? Nun, Hans-Peter Hausschild war ein bekennender Homosexueller und linker Katholik und starb 2003 an den Folgen der Immunschwäche AIDS.

Auf dass die Denk-Schubladen brechen!!





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