Treu

Monday, 28. November 2016

Das Bundesverfassungsgericht bleibt sich treu.

2003: In einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Glaubensüberzeugungen gibt es allerdings kein Recht darauf, von Bekundungen, kultischen Handlungen und religiösen Symbolen eines fremden Glaubens verschont zu bleiben.

2015: wie auch sonst grundsätzlich kein verfassungsrechtlicher Anspruch darauf besteht, von der Wahrnehmung anderer religiöser oder weltanschaulicher Bekenntnisse verschont zu bleiben.

Und jetzt 2016 wieder: Es gebe keinen verfassungsrechtlichen Anspruch darauf, “von der Wahrnehmung anderer religiöser oder weltanschaulicher Bekenntnisse verschont zu bleiben”, hieß es in dem Beschluss weiter.

Bevor der eine oder andere aufheult: angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen (Mitgliederzahlen, Silvesterknaller auf Messbesucher, zunehmende Schändung von Kirchen und Friedhöfen) dürfen gerade die Christen froh sein, so ein BVerfG zu haben.


Bitte teilen

Wednesday, 16. November 2016

Wer bei Fratzbuch oder so ist, möge dies bitte teilen (und sich natürlich den Bericht ansehen):


Frage

Monday, 14. November 2016

Ich habe gerade diesen Beitrag von Bischof Stefan Oster gelesen.

Es ist eine treffende, aber auch bekannte und nicht überraschende Analyse.

Schon viele Bischöfe sagen uns, daß wir eigentlich das “5. Evangelium” sein müssen, das einzige, das die Leute noch “lesen” würden.

Wenn wir nicht überzeugen - die “da oben” tun es sicher nicht, und die Heiligen sind anders “zu weit weg”.

Was ich mich frage - und ich bin sicher, daß man bspw. bei Firmlingen ehrliche Antworten bekäme: was wäre für den Einzelnen, bspw. einen kirchenfremden Firmling, ein “überzeugender christlicher Lebensstil”? Nicht überzeugend in dem Sinne, daß man ein lebendes Beispiel finden muss und schon glauben alle daran, sondern in dem Sinne, daß man der Person die eigene Überzeugung auch voll abnimmt. Daran scheitert es ja schon zu oft (auch bei mir, so anders lebe ich ja auch nicht).

So divergierend da die Antworten sein können, ich vermute, es wird irgendeine Konstante geben. Die würde ich gerne kennen …


Aufreißer

Wednesday, 09. November 2016

Was steht wohl in den Titelzeilen über Kalifornien, das mehrheitlich für Clinton gestimmt hat, aber eben auch noch über andere Anliegen abzustimmen hatte:

daß die Todesstrafe nicht abgeschafft wurde, sogar im Gegenteil der Vollzug derselben beschleunigt werden soll - oder daß Grasrauchen legalisiert wurde?

https://news.google.com/news/story?ncl=dRVEkhI-GlmF4sMh5XKxdInJx246M&q=kalifornien+todesstrafe&lr=German&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiJue262JvQAhUHaRQKHQT5Aw8QqgIILjAB

Und was sagt das über unsere Medienlandschaft?


Sehr sehenswert

Thursday, 27. October 2016

Sehr, sehr, sehr. Supersehr sozusagen.


Nicht nur das Ende des Herrenfriseurs

Monday, 24. October 2016

Unbemerkt von der Öffentlichkeit - zumindest von mir - hat die EU vor schon über zehn Jahren eine Richtlinie erlassen, die immer noch der Umsetzung u.a. in dt. Recht harrt. Und diese Richtlinie hat es in sich.
es handelt es sich um die sog. Anti[anti ist ja immer erst einmal gut, weil jetzt was Böses kommt]diskriminierungs[hah, wie erwartet]richtlinie, offiziell die “Richtlinie 2004/113/EG des Rates vom 13. Dezember 2004 zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen“.

Wer bislang glaubte, die EU kann nicht schlimmer - sie kann!

Aufgrund der üblichen Sachen darf es keine Diskriminierung geben, auch nicht bei Gütern und Dienstleistungen, von Gewinnorientierten und solchen, die keinen Gewinn anstreben. Natürlich bei voller Umkehr der Beweislast.

Die modernen “Men only” Barber-Shops in den Metropolen können schon mal dicht machen (Geschlechterdiskriminierung).

Schützenvereine erst Recht (s.o.).

Für die Kirchen gibt’s bestimmt einiges - schließlich sehen viele deren Tätigkeit als Dienstleistung …

Und wer’s mag: es gibt dann auch nur noch gemischte Saunen …


Historische Perspektive

Sunday, 23. October 2016

Ich wundere mich. Ich wundere mich, wie schwer es vielen “guten Katholiken” fällt, diesem Papst zu folgen bzw. - da es ja Christus ist, dem wir folgen sollen - wie schwierig es für manche zu sein scheint, diesen Papst als Führung auf diesem Weg der Nachfolge zu akzeptieren.

Gerade “gute Katholiken” kennen sich öfters mal ein wenig mit Kirchengeschichte aus. Und genau diese Kirchengeschichte, konkret die Geschichte der Konzile der Kirche, hat doch mindestens diese eine Essenz gelehrt: die Disziplin kann sich ändern, die Lehre oder Doktrin ändert sich nicht (sie entwickelt sich, aber das wäre wieder ein anderes Thema).

Der disziplinarische Umgang, d.h. die konkrete Anwendung von Überzeugungen der christlichen Wahrheit und der katholischen Lehre, hat sich immer geändert. Wer so tut, als sei das auch schon eine Änderung der Lehre, hat u.a. seine Bibel nicht gelesen.

Im durchaus christlich geprägten Osteuropa, und nicht nur dort, ist Blutwurst beliebt. Sie enthält wirklich Blut. Und sie wird hochoffiziell gegessen, obwohl die Apostel - also hey, die Apostel selbst, die die mit Jesus mitliefen - den Verzehr von Blut untersagt haben. Jaja, man kann diese Aussage interpretieren, aber das ist Weichspülerei. Blut war ein NoGo!

Die Kirche hat das geändert. Mit welchem Recht? Mit dem, daß sie die eine Kirche Jesu ist, die das darf. So einfach ist das. Deswegen durfte sie auch den Sonntag als christlichen Festtag einführen, findet sich in der Bibel auch nirgendwo. Einfach den Sabbat “christlich” verlegen - unverschämt. Doch sie darf das (u.a. deswegen verstehe ich sola scriptura nicht und warum es dann nicht nur Siebtagsadventisten gibt, die sind zumindest konsequent).

Die Kirche darf auch - um mal ein neueres Beispiel zu bringen - die Fastenregelen ändern, u.a. erklären, daß die Adventszeit keine Fastenzeit mehr ist. Scheint niemanden geschockt zu haben, war aber die allermeisten Jahrhunderte nach Christi Geburt anders und wird auch in den Kirchen des Ostens überall(!) so gesehen. Kirchendisziplin ist keine Glaubensfrage, es gibt Katholiken (eben Nichtlateiner), die fasten in der Adventszeit, Lateiner müssen das nicht.

Schmälert das das Empfinden der Fastenzeit? Schmälert überhaupt die Lockerung zahlreicher Vorschriften - Fasten ist nur die eine körperlich am ehesten spürbare - denn das Wissen um den Sinn von kirchlichen Jahreszeiten, Anliegen und Gründen, kann es den Glauben und das Verständnis schmälern?

Ja, definitiv, davon bin ich überzeugt - und deswegen auch nicht von jeder neuen Laxheit begeistert (man vergleiche nur die Fastenvorschrift Pauls VI. - PAENITEMINI - mit der der Dt. Bischofskonferenz, und das ganze auch noch mit der einer beliebigen katholischen Ostkirche).

Doch genauso definitiv darf die Kirche all das tun. Wer es schlimm findet, daß andere(!) jetzt vielleicht mehr “dürfen” als vorher - der kann ja ab dem ersten Advent erst einmal fleißig fasten. Besser noch, weil traditioneller, ab dem 11.11.. Genau deswegen wurde da ja gefeiert, weil danach Fasten angesagt war.


Gegenentwurf

Thursday, 15. September 2016

Vertreter einer ausgeprägten Laizität echauffieren sich ja derzeit über die Frage, ob wann und wo eine Frau denn eine Burka, ein Niqab oder andere sehr verhüllende Textilien tragen dürfe, diese Debatte ist ja insbesondere in Frankreich im Gange.

Dabei wird zwar immer die Würde der Frau ins Spiel gebracht, aber eigentlich - so sehe ich es zumindest ehrlicherweise - geht es nicht um die Würde der Frau, sondern um die Rolle der Person in der Öffentlichkeit.

Ehrlich gesagt ist hierzulande ja ein Niqab das Gegenteil dessen, was sie eigentlich erreichen will, nämlich visuelle Abgeschiedenheit trotz Öffentlichkeit. Kaum jemand wird so begafft wie eine Niqab-Trägerin, womit der Sinn weg ist - es sei denn, sie will provozieren. Begafft wird immer das Außergewöhnliche.

Nun sagen ja Verfechterinnen verhüllender Frauentextilien, diese Schnitte würden sie endlich von dem alltäglichen öffentlichen(!) Schönheitswahn befreien (um den privaten geht es nicht, zuhause ist eben ein anderer Ort).

Gerade las ich bei faz.net als Aufmacher, daß hierzulande bis zu einem Drittel aller Mädchen Eßstörungen haben. Passende Instagram-Fotos werden direkt mitgeliefert.

Es ist ja nicht vollkommen abwegig anzunehmen, daß die Ideale, die in der Öffentlichkeit(!) transportiert werden, da keinen geringen Einfluß ausüben. Und diese Ideale sollen dann auch in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Zumindest vor solchen pathologischen Auswüchsen generell fragwürdiger Ideale kann eine entsprechende Kleidung nutzen (ähnliche Thematik besteht ja beim Thema Schuluniform).


Wundern

Sunday, 07. August 2016

Ich muss mich wundern, wie wenig dieser Tage doch auch von der politischen Kaste (bzw. derer von ihnen, die mediale Sprachblasen produzieren) die dt. Verfassung namens Grundgesetz bekannt ist - und wie wenig anscheinend auch Urteile des BVerfG.

Da kommt doch tatsächlich ein Mann (Jens Spahn MdB) vor einiger Zeit auf die Idee, für ein generelles Burkaverbot einzutreten. Der Mann will also die individuelle Religionsfreiheit einschränken (denn ob die Burka zur Religionsausübung gehört, geht ihn denkbar wenig an).

Noch mal als Erinnerung (hier schon 2x gebracht), das BVerfG schrieb schon 2003:

In einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Glaubensüberzeugungen gibt es allerdings kein Recht darauf, von Bekundungen, kultischen Handlungen und religiösen Symbolen eines fremden Glaubens verschont zu bleiben.

Bitte laut und deutlich nachsprechen, auswendiglernen und - für ihn als Katholiken ja methodisch eingeübt - mit “Zustimmung des Willens und des Verstandes” ausleben.

Danke schön.

(Daß ein anderer populäre Politiker namens Gauweiler jetzt kohortenbezogene Zwangsarbeit befürwortet - übrigens im Sozialbereich, denn da geht’s ja nur um Menschen und das wird eh schlecht bezahlt, warum nicht in der Automobilproduktion als ebenso Ungelernter? - ist keines größeren Kommentares wert)


Wednesday, 27. July 2016

Je suis Jacques Hamel.


Ganz anders

Tuesday, 19. July 2016

Wären die Vorlagen, die die Römische Kurie damals für das Zweite Vatikanische Konzil vorbereitet hatte von den Bischöfen durchgewunken worden, hätte es auch nicht viel länger gedauert (auf jeden Fall nicht so viele Jahre) als das etwas “amputierte” Konzil der Orthodoxen, das nur eine Woche dauerte.

Von diesem Konzil der Orthodoxie findet man hier die offiziellen Dokumente. Nichts Neues dabei wirklich (muß ja auch nicht), wenn man mal von innerorthodoxen juristischen Fragen absieht.


Unterstützenswert

Wednesday, 22. June 2016

Ich irre mich manchmal ja sehr gerne, aber glaube auch dieses mal nicht, daß die deutschen Ortskirchen des armen Wanderpredigers Jesus von Nazareth freiwillig auf Einnahmen verzichten werden. Schließlich sind sie ja im Geldscheffel-Modus geübt, wie die neuesten Zahlen zeigen.

Es gibt nun eine online-Petition, die von der Bishchofskonferenz fordert, den Text der revidierten Einheitsübersetzung der Hl. Schrift öffentlich frei zugänglich zu machen. Der Initiator, ein Pater der Salesianer, glaubt zwar selber nicht an den großen Erfolg (Grund womöglich: siehe oben), aber will eben sein Wort erheben.

Ich halte das für unterstützenswert: Petition


Ob das noch was wird?

Monday, 13. June 2016

Die russisch-orthodoxe Kirche wird dem geplanten Panorthodoxen Konzil fernbleiben, das in sechs Tagen starten soll (und wohl dennoch starten wird). Somit werden mittlerweile mehr als die Hälfte der Orthodoxen dort nicht repräsentiert werden, da die autokephalen Kirchen von Georgien, Serbien, Bulgarien und Antiochien auch schon abgesagt haben.

50 Jahre Vorbereitung faktisch im Eimer. Kurz vor dem Start ist das Ende schon erreicht.

Ein starkes und trauriges Zeichen für die faktische Nichteinheit der Orthodoxie, allen Wortmeldungen zum Trotz.

Und ein für mich - für einen Katholiken nicht überraschend - starkes Zeichen für die Notwendigkeit eines Amtes am Dienst eben dieser Einheit, dem Amt des Petrusdienstes. Ohne den Nachfolger Petri sähe es bei uns nicht anders aus. Machtkämpfe allerorten.

Also sollten wir nicht über die Orthodoxie den Stab brechen, sondern für das Petrusamt dankbar sein.

Nachtrag: Serbien nimmt jetzt doch teil.


Exzellent

Friday, 10. June 2016

Denn die christliche Nächstenliebe verlangt immer echte Opfer. Wer etwas anderes für zutreffend hält, tut gut daran, dies als den sichersten Hinweis darauf zu erachten, dass er sich in der Liebe seiner Nächsten – zumindest bislang – als blutiger Anfänger erwiesen hat. Das kann gar nicht anders sein. Denn wer es wirklich wagen sollte, sich in der Liebe seiner Nächsten auf Erden zur wahren Meisterschaft aufzuschwingen, der landet unweigerlich dort, wo auch sein Meister Platz nahm: am Kreuz.

Wer einmal einen wirklich exzellenten Artikel zum Thema des Umganges mit den Flüchtlingen aus christlicher Sicht lesen will, dem sei dieser Artikel empfohlen.


Tiefblickend

Tuesday, 03. May 2016

Sehr selten schreibe ich hier über was Politisches - und das Minenfeld der AfD ist noch einmal etwas besonderes.

Ich bin zwar überhaupt kein Sympathisant der AfD, nicht im geringsten, aber halte mich für einen Demokraten. Und da wundert mich im gesellschaftlichen Diskurs so einiges.

Was ich erstaunlich finde - neben dem Verständnis von Grundrechten auf Seiten der AfD, aber das wäre ein eigenes Thema - ist der Umstand, daß eine politische Kraft, die offensichtlich nicht liberal im kulturgesellschaftlichen Sinne ist, in der öffentlichen Meinung direkt extremistisch genannt wird (mindestens populistisch).

Ich selbst halte mich kulturgesellschaftlich für ziemlich liberal - und die AfD ist dies überhaupt nicht. Was komisch ist, wenn ich mir so den Umgang der Medien damit anschaue, ist, daß man liberal sein muss, um als demokratisch legitim zu erscheinen.

Nein, muß man nicht.

Illiberalität ist in der Demokratie erlaubt. Es ist erlaubt zu sagen und durchzusetzen versuchen, daß man bestimmt soziale Entwicklungen oder auch Menschengruppen nicht bei sich haben will. Klar ist das Aus- und Abgrenzung, aber das ist eben erlaubt. Nur weil man es schlecht findet, ist es nicht undemokratisch. Und ob es grundgesetzkonform ist, bestimmt ggf. das Verfassungsgericht - da haben sich die etablierten Parteien ja auch oft einen Satz heiße Ohren abgeholt.

Der ungarische Ministerpräsident bspw. ist explizit nicht liberal - er sagt das ganz offen. Ist er deswegen kein Demokrat? Gibt es dafür Belege?

Oder der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Klaus, der sich als AfD-Fan outete - ist er kein Demokrat? Ich finde die Ansichten beider recht gräßlich - aber gehört dieses Spektrum nicht dazu?


Nachgefragt

Sunday, 24. April 2016

Diese Woche hatte ich zweimal das unverhoffte Glück, mit mir zuvor vollkommen unbekannten Menschen über den Glauben sprechen zu können. Beide schienen überzeugte Christen zu sein, beide waren katholisch, hatten aber ein - in meinen Augen - schwieriges Verhältnis zur von ihnen so genannten “Amtskirche”. Also kurz: Jesus ja, Kirche naja bis nein.

Ich weiß dann nie, wie ich so reagieren soll - einerseits freue ich mich bspw. enorm, im absolut religionsirrelevanten beruflichen Umfeld solche Gespräche führen zu können, andererseits finde ich es traurug, wenn die Kirche so arg entstellt wahrgenommen wird (gut, sie tut auch nicht allzuviel dagegen).

Ich bringe dann ein Schriftzitat - die Hl. Schrift wird ja doch weitgehend akzeptiert - welches die meisten erstaunlicherweise gar nicht kennen, aus Apg 15 vom Apostelkonzil (Beginn Vers 28):

Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen, […]

Es gibt keinen in weltlichem Sinn “anmaßenderen” Text als dieses kleine Stück. Die Apostel vereinnahmen den Hl. Geist für sich! Das ist in modernen Augen arrogant hoch zehn! Doch ohne die Akzeptanz dieser “Arroganz” gäbe es keine Bibel (wer hätte entscheiden dürfen, was dazu gehört?), keine Überlieferung, kein Christentum.

Diese Einsicht erwarte oder erhoffe ich mir nicht direkt. Ich werfe das bloß ein und sage, was ich glaube. Und vor allem freue ich mich, daß es Menschen gibt, die an Jesus glauben und sich ebenso trauen das zu sagen.


R.I.P.

Friday, 22. April 2016

Einer der genialsten Musiker meiner Generation ist von uns gegangen (okay, er war eine Ecke älter). Kaum jemand hat mich je musikalisch so beeindruckt wie Prince. Musikalisch unverkennbar, begnadet in allem was er anfasste, ein Streiter für die Rechte von Musikern gegen die Industrie - und ein zutiefst religiös Suchender.
Er glaubte die Wahrheit bei den Zeugen Jehovas gefunden zu haben und blieb ihnen treu bis zum Schluss. Aufgewachsen war er als Sieben-Tags-Adventist.

Möge der Allmächtige seiner Seele gnädig sein - und hey, eine Band wird er auch dort zusammentrommeln können. Keep up the Funk!


Universell verbreitet

Wednesday, 20. April 2016

Ich kenne eine Firma, in der sowohl die Personalabteilung als auch der Betriebsrat, also beide Parteien der verschiedenen Interessen, darin übereingekommen sind, die abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen (BVen, also nachträglich Vereinbarungen zwischen diesen Parteien, die dadurch Teil des Arbeitsvertrages aller wurden) nicht im firmeneigenen Intranet zu veröffentlichen.

Da ich von anderen Firmen ein offeneres Vorgehen kenne, hatte ich mal den Personalchef gefragt, warum das denn so sei.

Seine Begrüdnung: man möchte nicht, daß bspw. Führungskräfte diese BVen lesen und eigenhändig interpretieren, ohne den Kontext der Entstehung und der Intention in Gänze zu kennen. Es sei Wunsch beider Seiten, daß sie hinzugezogen werden, um bei der konkreten Beachtung einer BV diese notwendige Hilfe zu leisten.

Ich würde mal sagen, jetzt wieder den Bogen zum Bloghauptthema spannend, daß das doch sehr nah am Katholischen ist, auch wenn mittlerweile das Lesen der Hl. Schrift sehr unterstützt wird. :-)


Eindeutig und Minderheit

Saturday, 16. April 2016

Nicht die Gelehrten bestimmen, was an dem Taufglauben wahr ist, sondern der Taufglaube bestimmt, was an den gelehrten Auslegungen gültig ist.

Dies sagte einst Josef Ratzinger als Erzbischof von München, dies glaubte er schon als Theologe und auch später als Papst.

Doch mit dieser vollauf richtigen und katholischen Meinung, die dem Glauben eine Vernunftgemäßheit als Vorschußvertrauen gibt, die eben nicht erarbeitet oder erdacht (und somit vom Individuum nur beschränkt sichtbar), sondern entdeckt werden soll (in all ihrer Weite), eben mit dieser Meinung kann man in deutschen theologischen Zirkeln mehrheitlich keine Begeisterung ernten. Und leider auch bei vielen engagierten theologischen Laien, die sich und ihre Erkenntnisfähigkeit (ebenso) überschätzen.

Aufklärung ist der Beginn des eigenständigen Denkens. Dieses Denken zum Maßstab ewiger Wahrheiten zu machen, ist der Beginn einer neuen Verdunklung.


Wir haben versagt

Monday, 04. April 2016

Mein Erzbischof spricht davon, der Bischof von Passau wird mit einem Interviewbuch dazu befragt, schon früher gab es Publikationen dazu, der Papst attestiert diesem Land eine Erosion des Glaubens etc. pp - es geht zahlenmäßig weiter deutlich bergab und die Augen werden davor nicht verschlossen (immerhin!).

Dabei wird natürlich fleißig analysiert.

Der Religionsunterricht sei keine Katechese mehr (ich wußte aber nach 13 Jahren auch nahe nichts), was er seit 40 Jahren auch nicht mehr sein will.

Die Lehre der Kirche sei nicht modern genug (was angesichts der herben Verluste der Protestanten nicht wirklich überzeugt und ich habe mir die Billionen möglichen Links erspart).

Vieles mehr.

Das alles kritisiert vor allem bei einem: dem anderen!

Eigentlich ist es doch ganz einfach: wir Laien - und zwar vor allem wir - haben auf ganzer Linie versagt! Nicht als erstes die Religionslehrer, nicht als erstes die Bischöfe, nicht als erstes die Priester - der Klerus erreicht vor allem eh nur die, die schon zur Kirche kommen - nein, wir.

Wir Laien haben versagt!

Sie und Du und ich!

Wir wußten es besser als die Kirche, was wahr ist. Dabei half uns das, was wir für modern hielten (aber eigentlich keine Ahnung haben).

Wir wußten besser als die Kirche, was Sünde ist und was nicht. Dabei glaubten wir eher den Ohrschmeichlern als allen anderen, faseln was von Autonomie ohne ansatzweise zu verstehen, was das in letzter Konsequenz bedeutet.

Wir haben uns nicht darum geschert, warum es diese oder jene Glaubenssätze gibt und konnten und können sie mehrheitlich nicht erklären. Wir studieren die Bedienungsanleitung jedes Multimediagerätes und quälen uns durch Bewerbungstrainings, Tarifvertrag, Altersvorsorge, Versicherungen etc. - aber Glaube? Keinen Bock! Kannst Du mir bitte die Schnellversion liefern?

Wir wollen nicht zu viele Fragen stellen, vor allem nicht uns selbst, sonst bricht das Kartenhaus zusammen.

Und dann fragen wir allen Ernstes, warum die Kinder wegbleiben? Unterschätzen wir sie so sehr?
Und dann fragen wir uns allen Ernstes, warum es noch überzeugte Anhänger anderer Religionen gibt? Sollen alle so lau werden wie wir?

Ja, die Bischöfe haben nichts dazu getan, um uns niederschwellig und Pfarrei-nah mit dem Wissen zu versorgen, das wir brauchen, um im echten Leben bestehen zu können. Wer sich nicht für sich müht, hat schon verloren. Auch eine wirkliche Katechese für jeden erreichbar findet nirgendwo kirchlich organisiert statt, nirgendwo.

Es gibt weltweit - man möge mich gerne eines besseren belehren - keine einzige wachsende Ortskirche (und zwar relativ wie absolut!), deren Gläubige mehrheitlich in Opposition zum Lehramt in bedeutenden Fragen stehen.

Nicht daß alle “treuen” Ortskirchen wachsen - aber die Treue zum Lehramt ist eine conditio sine qua non, eine Grundvoraussetzung. Das läßt sich ganz einfach belegen, die Evidenz spricht eine klare Sprache - so bitter das für einzelne sein mag.

Ganz einfach fromm gesprochen: auf der Opposition liegt kein Segen!

Nein, das macht nicht immer Spaß, das ist hartes Brot, der ganz einfache und (aus mir unbekannten Gründen) unbeliebte offizielle Katechismus der Katholischen Kirche neigt nicht zur verschwurbelten Diplomatensprache, sondern schätzt an manchen Stellen das sehr deutliche Wort.

Wenn jemand seine abweichende Meinung in manchem Punkt pflegt, bitte schön. Doch wenn er oder sie die dann als besser, moderner, wahrer verkündet oder verkauft, wenn die offizielle Lehre, also der echte Inhalt der Verpackung, nur noch verschwommen oder verfälscht daherkommt, dann ist das Resultat sicher nicht: große Glaubensfreude, geistiges und/oder zahlenmäßiges Wachstum, intensives Gebetsleben! All das ist es nicht. Und wird es auch nicht.
Die Theorie hat den Realitätscheck eben nicht bestanden - das wird auch nach 50 Jahren nicht mehr besser.

Doch wenn Deutsche eines sind, dann hartnäckig. Überzeugungen werden verfolgt bis zum bitteren Ende, selbst wenn am Schluß außer den Initiatoren keiner mehr da ist, den sie beglücken können (weil alle schon weggelaufen sind).


Anleitung zum Antworten

Friday, 01. April 2016

Wenn sich jemand als Pazifist outet, gibt es ja die üblichen Angriffsstrategien gegen diese Meinung - es werden die bekannten “was würdest Du tun” konstruiert.

Hier hat Joan Baez mal gezeigt, wie man damit umzugehen hat (Quelle):

Was würdest Du tun, wenn …?
“OK. Du bist Pazifist. Was würdest Du tun, wenn jemand, sagen wir mal, Deine Großmutter überfällt?”
“Meine arme alte Oma überfällt?”
“Ja. Du bist mit Deiner Oma in einem Zimmer, und da ist dieser Kerl im Begriff, sie zu überfallen, und Du stehst daneben. Was würdest Du tun?”
“Ich würde laut schreien ›Ein dreifach Hoch für unsere Oma‹ und aus dem Zimmer gehen.”
“Nein im Ernst: Nimm an, er hat ein Gewehr und will sie erschießen. Würdest Du ihn zuerst erschießen?”
“Hab ich ein Gewehr?”
“Ja.”
“Geht nicht. Ich bin Pazifist. Ich hab kein Gewehr.”
Nun, nimm an, Du hast eins.”
“Gut. Kann ich gut schießen?”
“Ja.”
“Dann würde ich ihm das Gewehr aus der Hand schießen.”
“Nein. Dann bist Du eben kein guter Schütze.”
“Ich hätte Angst zu schießen. Oma könnte daran sterben.”
“Also paß auf - wir nehmen ein anderes Beispiel. Nimm an, Du bist LKW-Fahrer. Du fährst auf einer engen Straße mit einer steilen Felswand auf Deiner Seite. Ein kleines Mädchen steht mitten auf der Straße. Du fährst zu schnell, um rechtzeitig bremsen zu können. Was würdest Du tun?”
“Weiß ich nicht. Was würdest Du tun?”
“Ich frage Dich. Du bist der Pazifist.”
“Ja, weiß ich ja. Also gut: hab ich den LKW unter Kontrolle?”
“Ja.”
“Wie wärs, wenn ich einfach hupe, damit die Kleine aus dem Weg geht?”
“Sie ist zu jung zum Laufen. Und die Hupe funktioniert nicht.”
“Ich reiße das Steuer rum und fahre links an dem Mädchen vorbei, denn es rührt sich ja nicht vom Fleck.”
“Nein, da hat es grad einen Erdrutsch gegeben.”
“Oh, na dann … dann würde ich versuchen, den Wagen über den Steilhang zu fahren, um so das Mädchen zu retten.”
Schweigen
“Nun, nehmen wir an, es ist jemand mit Dir im Wagen. Was dann?”
“Was hat meine Entscheidung damit zu tun, daß ich Kriegsdienstverweigerer bin?”
“Ihr seid zwei Leute im Auto, aber da ist nur ein kleines Mädchen.”
“Jemand hat mal gesagt: ›Wenn Du zu wählen hast zwischen einem wirklichen Übel und einem hypothetischen Übel, dann wähle immer das hypothetische.‹”
“Häh?”
“Ich frag mich, warum Du so darauf erpicht bist, alle Pazifisten in die Pfanne zu hauen.”
“Bin ich ja gar nicht. Ich will nur wissen, was Du tun würdest, wenn …”
“… wenn ich mit einem Freund in einem LKW sitze, mit hohem Tempo auf einer einspurigen Straße fahre und mich einer gefährlichen Stelle nähere, wo ein 10 Monate altes Mädchen mitten auf der Straße sitzt - links von ihr ein Erdrutsch, rechts von ihr ein Steilhang.”
“Richtig”
“Ich würde wahrscheinlich voll in die Bremsen steigen, dadurch meinen Freund durch die Windschutzscheibe jagen, in den Erdrutsch reinschlittern, das kleine Mädchen überfahren, den Abhang hinuntersegeln und in den Tod stürzen. Ohne Zweifel würde am Fuße des Hanges das Haus von meiner Oma stehen, der LKW durch das Dach stürzen und in ihrem Wohnzimmer explodieren, wo sie schließlich zum ersten und letzten Mal in ihrem Leben überfallen würde.”
“Du hast meine Frage nicht beantwortet. Du versucht nur auszuweichen.”
“Ich versuche nur eine Reihe von Dingen zu sagen. Das erste ist, daß niemand weiß, was er in einer kritischen Situation tun wird. Und daß man hypothetische Fragen hypothetisch beantworten muß. Ich will außerdem andeuten, daß Du es mir unmöglich gemacht hast, aus der Situation herauszukommen, ohne eine oder mehrere Personen dabei umzubringen. Du kannst dann auf jeden Fall sagen: ›Kriegsdienstverweigerung ist ne gute Idee, aber sie funktioniert nicht.‹”


Erklärung nötig

Friday, 01. April 2016

Ich verstehe es nicht - vor weniger als einer Woche hat die westliche Christenheit in ihren Hl. Messen und Gottesdiensten feierlich besungen, daß der Tod besiegt ist, daß wir ein Leben von Gott geschenkt bekommen haben, das kein Tod uns je mehr entreißen kann, daß der irdische Tod nur eine Passage hin zu Gott darstellt - und sofort wird Frau Käßmann medial fertig gemacht, weil sie das im Umgang mit Feinden konsequent durchdenkt und Pazifismus fordert. Wird da mit gespaltener Zunge gesungen oder traut sich von den Christen kaum jemand, sich zu Wort zu melden?

(Nachdem alles andere über Jahrhunderte insbesondere in dieser Weltregion nicht funktioniert hat, wäre Gewaltlosigkeit, die keine Passivität bedeutet, ja mal eine Alternative)


Arbeitsmoral auf katholisch

Wednesday, 30. March 2016

;-)

Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral, Heinrich Böll

In einem Hafen an der westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach seiner Zigarettenschachtel angelt, aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum messbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist - der Landessprache mächtig - durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.
“Sie werden heute einen guten Fang machen.” Kopfschütteln des Fischers.
“Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist.” Kopfnicken des Fischers.
“Sie werden also nicht ausfahren?” Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiss liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpasste Gelegenheit.
“Oh, Sie fühlen sich nicht wohl?” Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über.
“Ich fühle mich großartig”, sagt er. “Ich habe mich nie besser gefühlt.” Er steht auf, reckt sich, als wollte er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist.
“Ich fühle mich phantastisch.” Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht:
“Aber warum fahren Sie dann nicht aus?” Die Antwort kommt prompt und knapp. “Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin.”
“War der Fang gut?” “Er war so gut, dass ich nicht noch einmal auszufahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen …”
Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen beruhigend auf die Schultern. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis.
“Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug”, sagt er, um des Fremden Seele zu erleichtern.
“Rauchen Sie eine von meinen?” “Ja, danke.” Zigaretten werden in Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen.
“Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen”, sagt er, “aber stellen Sie sich mal vor, sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht gar zehn Dutzend Makrelen fangen… stellen Sie sich das mal vor.” Der Fischer nickt.
“Sie würden”, fährt der Tourist fort, “nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren - wissen Sie, was geschehen würde?” Der Fischer schüttelt den Kopf.
“Sie würden sich in spätestens einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren könnten Sie vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten oder dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen - eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden …”, die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, “Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik, mit einem eigenen Hubschrauber rundfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisung geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren - und dann …”, wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache.
Kopfschüttelnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen.
“Und dann”, sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache. Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat. “Was dann?” fragt der Fischer leise.
“Dann”, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, “dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen - und auf das herrliche Meer blicken.”
“Aber das tue ich ja schon jetzt”, sagt der Fischer, “ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.”
Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, und es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.


Händeschütteln

Monday, 28. March 2016

über doch einen großen theologischen Abgrund an sonstigen Differenzen - aber was Frau Kässmann gesagt hat, wie sich Christen gegenüber Terroristen zu positionieren hätten, stimmt vollkommen. Zumindest denn, wenn man Jesus glaubt und an Ihn glaubt als Herr und Gott.

Natürlich gewinnt man damit in Meinungsumfragen keinen Blumentopf und es ist ein Garantieschein für mehrere virtuelle Hasstiraden.

Ich habe schon häufiger darauf verwiesen, daß unser Herr und Gott nach irdischen Maßstäben auf ganzer Länge gescheitert ist - und dennoch natürlich unser anbetungswürdiges Vorbild ist und bleibt.

Es geht nicht um Erfolg, es geht um Nachfolge.

Traurig wird es dann, wenn selbst Christen das nicht verstehen.

Nachtrag: ich weiß nicht, ob Alexander Kissler an die Gottheit Jesu glaubt, aber er hat ’s schon einmal nicht verstanden.


Was gesagt werden muß

Wednesday, 16. March 2016

(Quelle)