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Anker

Martin hat in seinem Katholischen Notizbuch schon mehrfach über das Stundengebet bzw. über die Bücher, die diese Gebetstexte enthalten. In der Entwicklung meines Glaubenslebens war das Stundengebet von extremer Wichtigkeit, ist es eigentlich bis heute, und auch wenn ich viellecht mal gerade die Komplet oder Vesper ab und an schaffe, nicht selten hungere ich danach.
Es gab eine Phase, damals wohnte ich gerade in einem Studentenwohnheim der Kath. Hochschulgemeinde (dafür muß man nicht hardcore-katolisch sein, aber auf jeden Fall nicht abgeneigt), als ich mit einem damaligen Nachbarn nahezu jeden Abend zu zweit in der Kapelle nur bei Kerzenschein singend die Komplet betete, zum Teil auch die Laudes.

Der Hammer.

Genauso wie man das Kirchenjahr und die kirchliche “Verarbeitung” des gesamten Geschehens mit und um Jesus erst versteht, wenn man wirklich jeden Sonntag zur Kirche geht (insbesondere in den Zeiten Advent bis Pfingsten), versteht man einen Großteil der Theologie wirklich nur dann mit Herz und Verstand, wenn sie betend erfährt. Die Hymnen sprechen für sich, das immer wiederkehrende Durchkauen (”Ruminatio”, ein Kernbegriff der christl. Meditation) der Psalmen läßt sie zum eigenen Gebet werden, es ist dann viel mehr als nur ein “Gebet lesen”. Dieser Weg des Vermittelns und Verstehens von Theologie war schon immer der Weg der Ostkirche, über Liturgie (wozu das Stundengebet im Westen als Stundenliturgie, liturgia horarum, auch zählt). Es macht sehr viel Sinn.

Gerade jetzt, wo ich arbeitsmäßig eine starke besonders auch emotionale Belastung habe, kann das Stundengebet in seiner einfachen und gleichen Form ein Anker sein.

Herr, auf Dich vertraue ich. In Deine Hände lege ich mein Leben. Laß leuchten über Deinem Knecht Dein Antlitz, hilf mir in Deiner Güte.

Die täglich gleichen Sätze der Komplet, mehr als bloß Worte. Wenn sich der Tag dem Ende neigt, man selbst verausgabt ist und alles doch nur Stückwerk blieb, Ihm den Tag und das Leben anvertrauen.





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