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Generationenfrage

Dies Domini.

Steffen stellt hier unsere Erfahrung vor, die Erfahrung derjenigen, die sowohl der “Generation Golf” als auch der “Generation JPII” angehören. Ich habe dem nichts hinzuzufügen:

Ich gehöre allerdings zu einer anderen Generation als Du.
Zu einer Generation, für die der Ausgangspunkt die 68er und eine liberale Erziehung ist, und die zusehends konservativer wird.

Das kann ich ganz einfach auf den Partys festellen, wenn Leute, von denen ich es nie gedacht hätte, plötzlich immer mehr über den Glauben wissen wollen. Glaube ist heute wieder ein Thema. Viele fühlen, dass es einem ernst damit ist, und zwar ernster, als ihnen als Lebensanalytiker, als ständigen Beobachtern/Zynikern/Pragmatikern irgendetwas sein kann. Ich glaube, dass die Leute heute weniger analysieren wollen, sondern wirklich leben wollen, und dafür müssen sie wissen, was wirklich wichtig sein kann.

Und da kommt etwas ins Spiel, was nur allzu leicht übersehen wird:
Die Kirche selbst hat ja diese ganzen Reizthemen wie Frauenpriestertum, Homosexualität, Abtreibung usw. nicht im Zentrum ihres Eigenbildes und ihrer Frömmigkeit. So erscheint es aber, wenn man den Spiegel oder die Zeitungen liest. Daher weiß kaum einer, was denn überhaupt den Katholiken ausmacht, außer dass er gegen alles Mögliche ist. Wenn jetzt solche Leute mit liberalen Christen sprechen, deren Schlüsselthemen die Reizthemen sind, so sind sie sich schnell in ihrer Kirchenkritik einig. Die Argumentation ist dann zwangsweise “weltlich”, so dass z.B. beim Frauenpriestertum mit der Gleichberechtigung/Sexismus/Männergesellschaft etc. argumentiert werden würde. Dann ist das Urteil natürlich schnell gesprochen. Der Liberale Christ hat daher Tendenz, sich zu assimilieren, in seiner Umwelt aufzugehen, die er heimlich als ihm überlegen ansieht und dessen Argumente er bewundert. Er unterscheidet sich weder in den Themen, noch in der Argumentation von seiner liberalen Umwelt. Er ist die Verkörperung der kommunistischen Überbaulehre. Religion lehrt bei ihm dasselbe wie das “normale” leben (Nächstenliebe, Solidarität), nur komplizierter und mit Zwischenschritten. Und das stimmt auch, denn in Wirklichkeit denkt er von den liberalen Thesen aus, und versucht sie in Einklang mit seinem Denken zu bringen, so dass die religiösen Gedanken dann nur Zutat zum eigentlichen Denken sind. Er kommt überall zum selben Ergebnis wie die Liberalen und wird deshalb von ihnen lächelnd geduldet.

Der Konservative wird dagegen versuchen, ihm die Welt des Glaubens aufzuschließen. Er wird ihm Grundzüge der christlichen Spiritualität aufzeigen, und dann den Zusammenhang z.B. zwischen der Spiritualität und Reizthemen. Da haben sich schon bei manchem die Augen geöffnet, denn er erfährt hier etwas wirklich Neues, was er bisher so nicht gelesen hat.
Er wird ihm zeigen, dass der andere etwas in seinem Leben übersehen hat, und zwar das Entscheidende. Nicht dogmatisch, sondern aus der Tiefe seines Herzens heraus.
Er wird die Nebenthemen als Nebenthemen entlarven und die Prioritäten klarstellen.
Er kann Vorbild sein und nimmt diese Rolle bewusst wahr.
Er kritisiert die Kirche, aber er liebt sie. Er ist nicht sentimental, sondern hat Herz. Er weiß, dass er nicht zum Salzbrocken, sondern zum Salz berufen ist. Das versucht er aber: den anderen das Leben zu würzen, und ihnen aufzuzeigen, was ihnen noch fehlt.





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