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Evangelii Gaudium

Vielleicht bin ich etwas langsam (es gibt ja auch Wichtigeres zu tun), aber ich bin jetzt erst mit dem letzten Apostolischen Schreiben von Papst Franziskus fertig geworden.

Und es ist schon erstaunlich, oder vielleicht auch wiederum gar nicht - was bei mir hängen blieb, sind einige Passagen, die ich noch nirgendwo sonst debattiert gefunden habe.

Da wäre erstens der kleine Abriß einer kleinen Theologie der Stadt (Absätze 71-75). Das Christentum war anfangs eine Religion in der Stadt, kaum auf dem Land, und genauso ist auch die erneute Bewegung zu sehen (auch wenn auf dem Land die kulturellen Wegmarken oft noch stark vom Kulturbringer Kirche, mehr als von der Glaubensgemeinschaft Kirche, geprägt sind). Die Zukunft des Christentums liegt in der Stadt, in einem multikulturellen, multireligiösen und natürlich auch multinationalen Umfeld.

Dann hat mich ein größerer Abschnitt tief beeindruckt, in Kapitel 4 der ganze Abschnitt IIII, mithin die Absätze 217-237. Hier entwirft der Papst ein beeindruckende und konsistente Werteordnung aller Bemühungen um die Evangelisierung. Diese Ordnung tröstet und bestärkt, ordnet vieles, erfüllt von Hoffnung, richtig ein.

Dagegen sind die Aussagen, die bspw. das konkrete Papstamt, die soziale Gerechtigkeit oder Umgang mit Scheitern und Schuld, an mir ziemlich abgeperlt. Nicht daß sie nicht manchmal wunderschön voller Herz und Mitgefühl und manchmal auch Selbstironie formuliert wären, aber sie sind nichts Neues vom päpstlichen Lehramt, bloß alter Wein in vielleicht neu erscheinendem Schlauch. Natürlich stimme ich dem allem vorbehaltlos zu und halte es für gut, daß Papst Franziskus es erneut und deutlich in Erinnerung ruft, wie die Kirche das wirtschaftliche Handeln richtig bewertet, doch wie gesagt, was Neues ist das nicht (manch einer hat es vielleicht vorher nicht wahrhaben wollen).

Das was ich dagegen oben genannt habe, hatte ich so noch nicht gelesen (was nicht heißt, daß es nicht schon viele Ansätze bspw. einer Theologie der Stadt gäbe).

Aus jeder Zeile trieft aber die Freude am Evangelium, und das ist die größte Anfrage an einen jeden von uns. Kann man sie, falls überhaupt vorhanden, uns anmerken, ansehen, anhören?





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