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Archiv für June, 2014



Lernen am Beispiel

Veröffentlicht am Friday, 13. June 2014, 10:00

Die protestantische Theologie zeichnet sich m.W. auch dadurch aus, daß sie eine - auf Römerbrief Kapitel 13 beruhend - ausgesprochene Nähe zur staatl. Herrschaft als göttlich gewollt eher betont hat (um es mal vorsichtig auszudrücken). Sprich: der Obrigkeit ist prinzipiell eher zu gehorchen, weil diese gottgewollt eingerichtet sei.

(In der Orthodoxie findet sich dieses Phänomen bis heute auch)

Der Apostel Paulus schreibt in dem Brief an die Römer, Kapitel 13:

1 Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt.
2 Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen.
3 Vor den Trägern der Macht hat sich nicht die gute, sondern die böse Tat zu fürchten; willst du also ohne Furcht vor der staatlichen Gewalt leben, dann tue das Gute, sodass du ihre Anerkennung findest.
4 Sie steht im Dienst Gottes und verlangt, dass du das Gute tust. Wenn du aber Böses tust, fürchte dich! Denn nicht ohne Grund trägt sie das Schwert. Sie steht im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der Böses tut.
5 Deshalb ist es notwendig, Gehorsam zu leisten, nicht allein aus Furcht vor der Strafe, sondern vor allem um des Gewissens willen.
6 Das ist auch der Grund, weshalb ihr Steuern zahlt; denn in Gottes Auftrag handeln jene, die Steuern einzuziehen haben.
7 Gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid, sei es Steuer oder Zoll, sei es Furcht oder Ehre.

Soweit so (anscheinend) klar.

Was haben aber die Apostel tatsächlich getan? Wie gingen sie mit Anordnungen der Obrigkeit um? Dazu findet sich eine interessante Episode in der Apostelgeschichte, von der ich nicht weiß, inwiefern sie Eingang in die Hunderte Meter Literatur zum Thema Römer 13 gefunden hat. Es geht um das Verhalten nach Anordnungen des Hohen Rates (Sanhedrin), der nach dieser Quelle auch unter den Römern alle juristischen Kompetenzen beibehalten hatte:

Zusammenfassend ist anzunehmen, dass der Sanhedrin alle jemals nach jüdischem Recht innegehabten Befugnisse hinsichtlich der Behandlung von Kapitalverbrechen behalten hatte. […] Es ist mangels historischer Quellen auch nicht nachweisbar, dass dem Sanhedrin seitens der römischen Verwaltung oder durch römisches Gesetz irgendein Teil seiner nach jüdischem Recht ausgeübten Gerichtsbarkeit entzogen worden war.

Und zum Verhältnis Apostel-Sanhedrin gibt es folgende Episode in der Apg im Kap. 5 (Hervorhebungen von mir):

Sie [die Mitglieder des Sanhedrin] stimmten ihm zu,
40 riefen die Apostel herein und ließen sie auspeitschen; dann verboten sie ihnen, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei.
41 Sie aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden.
42 Und Tag für Tag lehrten sie unermüdlich im Tempel und in den Häusern und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus.

Da hatte Petrus mal Glück, daß er den Paulusbrief noch nicht kennen konnte … :-)


Damals und heute

Veröffentlicht am Sunday, 01. June 2014, 21:46

Die Heilung des Gelähmten im Tempel (Apostelgeschichte, Kapitel 3)

Damals:

1 Petrus und Johannes gingen um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf.
2 Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.
3 Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen.
4 Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh uns an!
5 Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.
6 Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!
7 Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke;
8 er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
9 Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben.
10 Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

Heute, ca. 2000 Jahre später (in etwa):

1 Petrus und Johannes gingen um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf.
2 Da wurde ein Mann herbeigetragen, der angeblich von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.
3 Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen.
4 Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh uns an!
5 Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.
6 Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!
7 Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke;
8 er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
9 Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben.
10 Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren äußerst verärgert über ihn und veurteilten ihn dafür, daß er sie jahrelang betrogen hatte.