Archiv für November, 2019



Ach nee …

Veröffentlicht am Saturday, 16. November 2019, 22:54

Natürlich ist es bloßer Zufall, daß außer der katholischen Zeitung “Die Tagespost” selbst Google kein deutsches journalistisches Medium auftreiben kann, das diese Nachricht bringt:

ein kanadischer Genderforscher der ersten Stunde gibt zu, daß die allermeisten Thesen der Gendertheorie bloß erfunden waren und (bis heute) keinerlei Substanz an Belegbarkeit hätten.


Einfacher woanders?

Veröffentlicht am Tuesday, 12. November 2019, 15:18

Womöglich fiel es ihm zunehmend schwerer, den apostolischen Glauben dort leben zu können, wo er es einst gelobte: in der Katholischen Kirche. Eine Kirchenführung, die Götzen in den Petersdom tragen läßt, macht es auch für manche zunehmend schwerer.
Und gerade jetzt hat die Bitte an den Herrn in jeder Hl. Messe, doch nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben Seiner Kirche zu schauen, eine besondere Brisanz. Ich hoffe, Er findet genug Glauben zum Anschauen.

Dr. Johannes J. Kreier, ein Priester, der durch sehr gute Vorträge im Netz eine kleine “Fangemeinde” hatte und, wenn man das ganze über Jahre verfolgte, der offensichtlich immer mehr auch an einer bürokratisierten und entgeistigten Kirche litt, ist im April dieses Jahres als Priester Mitglied der russisch-orthodoxen Kirche geworden. Das habe ich heute erst zufällig im Netz gefunden. Wirklich überraschend kommt es nicht, es deutete sich mir schon an.

Ich respektiere diesen Schritt natürlich, finde ihn aber traurig. Glücklicherweise habe ich persönlich genug Weltkirche erfahren, daß mich kein Bischof (und auch kein Papst) aus der Kirche bekommt. Und ich habe auch genug Weltkirche erfahren um zu wissen, daß die in Deutschland nur eine Erscheinungsweise von vielen ist (und sicher nicht die beste).

Ich wünsche P. Kreier, daß er das in der Orthodoxie finde, was er sucht. Auch wenn er es - davon bin ich überzeugt - in sakramentaler Einheit mit Rom ebenso hätte finden können.


Entlarvend

Veröffentlicht am Saturday, 02. November 2019, 13:35

So, jetzt ist sie schon ein paar Tage her, die sogenannte Amazonas-Synode, die nicht am Amazonas, sondern in Rom stattfand.

Einige Bischöfe der Amazonasregion haben sich dort schriftlich einer armen Lebensweise verschrieben. Fliegen sie dann zurück? Okay, das nur nebenbei ….

Wahrscheinlich wird es nun dazu kommen, daß in bestimmten Regionen verheiratete Diakone zu Priestern geweiht werden dürfen.

Und was interessiert die säkularen und katholischen Medien und Reformwortführer hierzulande? Der Amazonas und ihre Menschen? Ach was, mitnichten! Sie interessieren sich einen Dreck für sie.

Es geht um Wir, wir wir, wir. Beispiele gefällig: eines hier und eines dort.

Die Interessen der Menschen des Amazonas sind nur ein Steigbügel für die eigene Agenda. Besser läßt sich kolonialistisches Denken kaum zeigen.

Wer bspw. meint, in Deutschland sei der Priestermangel so hoch wie im Regenwald Lateinamerikas, demonstriert nur seine Ignoranz. Zahlen alleine sagen gar nichts. Wir haben so etwas wie: Straßen, Autos, Infrastruktur. Wir könnten - wenn es die Gemeinde denn wollte - Fahrdienste organisieren.
Dort kommt man faktisch an manchem Ort nur mit dem Hubschrauber rechtzeitig zur Hl. Messe, der Weg durch den Regenwald zu Fuß dauert 8h oder mehr (selbst in Guatemala erlebt).

Deswegen ist sowohl die Reaktion übertrieben, die diese mögliche Änderung der Kirchendisziplin als Untergang der sakramentalen Struktur der Kirche bezeichnen, als auch der Ruf anderer nach “auch hier, auch hier”.