Archiv für February, 2026



Warum eigentlich nicht?

Veröffentlicht am Tuesday, 24. February 2026, 22:50

“Nur weil Gott uns erschaffen hat, ist das kein Beweis, daß er uns liebt!”

So las ich es neulich sinngemäß.

Sicher ist: Menschen lieben ihre Kinder.

(Das scheinen sie übrigens, wenn man sich die Tierwelt so ansieht, mit vielen höher entwickelten Säugetieren gemein zu haben, das nur nebenbei.)

Menschen lieben ihre Kinder. Sie haben bestenfalls freiwillig mit ihrer Zeugung der Kinder, somit an ihrer Schöpfung, kooperiert. Sie haben sie nicht gemacht, sie wissen nicht wer da auf sie zukommt, wie diese Menschen werden, doch eines ist nahezu immer sicher: sie lieben sie.

Und: Kinder lieben ihre Eltern. Je älter sie werden, desto eher möchten sie u.a. Geschichten aus der Vergangenheit erfahren, aus der Kindheit der Eltern, möchten die Eltern besser verstehen, um auch, nicht nur, sich besser zu verstehen. Natürlich können Eltern diese Neugier zunichte machen wie so manch anderes auch, doch im besten Fall läuft es genauso.

Wenn wir lieben, wollen wir kennenlernen. Besser verstehen. Und lieben tiefer.

Die Familie ist eben unter anderem genau das: eine Schule des Verstehens, eine Schule des Liebens und Geliebtwerdens (und letzteres fällt uns oft schwerer).

Jetzt behauptet ja die Hl. Schrift, daß der Mensch, also diese Spezies, nach dem Abbild Gottes (im Plural hier übrigens, “Laßt uns…”) geschaffen sei.

Wenn es diese Gottesebenbildlichkeit gibt, wenn das wahr ist - wie können wir dann unsere kleinen (Mit-)Geschöpfe lieben und dennoch glauben, daß Er nicht Seine Geschöpfe liebt?
Ist es dann nicht das Sinnvollste überhaupt, Ihn immer besser kennenlernen zu wollen, auch Geschichten aus der Vergangenheit, um uns selbst besser zu verstehen?

Ist das nicht der Normalzustand zwischen Vater/Mutter und Kind, zwischen Kind und Vater/Mutter?

Wie können wir lieben und glauben Er liebt nicht?


Aufgeräumt

Veröffentlicht am Monday, 23. February 2026, 22:53

Zahlreiche Links führten ins Nirgendwo, viele waren seit Jahren nicht mehr aktualisiert worden - ich habe mal an der Seite aufgeräumt und (womöglich zu) viel gelöscht. Passend zur liturgischen Zeit.


Ausgebremst

Veröffentlicht am Sunday, 22. February 2026, 22:49

Meine Fastenlektüre, ich versuche jedes Jahr dazu zu kommen, ist “Der Herr” von Romano Guardini, wie schon vor über 20 Jahren. Mal wieder fange ich von vorne an.

Eigentlich ist dafür auch die Fastenzeit da: zurück zum Anfang, zu den Grundlagen.

Es ist auch etwas Selbstvergewisserung, an der nichts schlechtes sein muß.

Anders als vor über 20 Jahren bin ich Familienvater, voll selbständig berufstätig, auch privat sehr eingebunden - mit anderen Worten: Streß!

Und dann dieses Buch: Vollbremsung.

Man kann es einfach nicht schnell lesen, wie so manch anderes, was ich auch aktuell lese (und für dieses pausiere). Guardini ist ein Meister der ruhigen Sprache. Ein Beobachter, ein sehr guter Beobachter, erst einmal ohne viel Wertung. Und dadurch ein Versteher.
Gerade weil er viel versteht, viel durchdrungen hat, zeigt er dem Leser auch die Grenzen des Verstehens auf. Deutlich, aber auch das ruhig.

Dieses Buch führt in die Meditation, schon fast zwangsweise.

Natürlich ist es eines für jede Jahreszeit. Gemeinsam mit dem Autor in das Mysterium des menschgewordenen Gottes einzutauchen, das leistet das Buch. Mit ruhiger Sprachgewalt und gleichzeitig herrlich formulierter Sprachlosigkeit angesichts des unendlichen Großen Gottes.


Auferstehung?

Veröffentlicht am Wednesday, 18. February 2026, 22:16

Zu Beginn der Fastenzeit ist der Titel wohl wohl etwas verfrüht, aber ich überlege, diesen Blog wiederauferstehen zu lassen.

Falls das jemand liest: wie ist die Meinung dazu?