Archiv für August, 2026



Ein anderes “trans”

Veröffentlicht am Sunday, 30. August 2026, 20:20

Dies Domini.

Als Transzendentalien bezeichnet man die Zuschreibungen, die dem Sein selbst zukommen. Klassischerweise sind das für Gott u.a. das Gute, das Wahre und das Schöne. D.h. Gott ist nicht gut, er ist das Gute, er ist nicht schön, er ist das Schöne etc. Somit hat alles Gute, Wahre und Schöne Anteil am Wesen Gottes…

Wo finden wir das in der Kirche?

Es soll wahr sein, was sie verkündet.

Es soll gut sein, was sie tut

Und sie sollte schön sein.

Das Guttun wird hierzulande häufig auf die wichtige Caritas bezogen, die definitiv gut ist, aber das Gute darf darauf nicht beschränkt werden meiner Meinung nach. Das Gute tun bedeutet auch das Wahre lehren, das Schöne feiern.

Die Liturgie sollte schön sein, sie ist ein Abbild der ewigen himmlischen Liturgie.

Die Kirchengebäude sollten schön sein. Nein, es ist kein Kostengrund, warum heutzutage nicht nur Kirchenneubauten nicht mehr so schön sind wie frühere, Schönheit in der (Kirchen-)Architektur spielt leider kaum eine Rolle in der Ausbildung.

Und wir denken leider oft zu funktional. Ist die “Messe gültig”? Kann das das entscheidende Kriterium sein, wenn sie die himmlische Liturgie abbildet?…

Und das Wahre verkünden. Passiert das? Nahezu überall?

Wenn wir durch das Wahre, Gute und Schöne Gott in unsere Mitte bringen, weil wir dadurch Ihn selbst erahnen können, dann sollten wir das auch einfordern von den Entscheidern in der Kirche. Gottes Wesen sollte uns nicht vorenthalten werden…