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Sprachlosigkeit

Schon seit einiger Zeit mache ich mir Gedanken darüber, wie man als Christ und Katholik den Glauben so verständlich machen kann, daß dies weder abstrus noch anklagend rüberkommt. Es ist schwierig, aber fundamentaltheolgische Wälzer von mehreren hundert Seiten (in Deutschland ist man immer der Meinung, noch ein Buch schreiben zu müssen) scheinen mir nicht der Weisheit letzter Schluß zu sein.

Vor geraumer Zeit hatte ich mal angemerkt, daß der Abstand zwischen “Welt” und dem christlichen Glauben nicht durch theologische Differenzen bestimmt ist, sondern durch grundsätzlich andere philosophische Vorstellungen. Dazu kommen auch noch die Erfahrungen des 20. Jh.s, die ein tiefes Mißtrauen gegenüber jeglichen verbindlich anmaßenden Äußerungen eines Menschen sehr gut begründen. Der Mensch kann so ein Monster seiner selbst sein, daß etwas wie eine proklamierte Unfehlbarkeit einzelner oder mehrer (Konzile!) mehr als nur anmaßend erscheint. Die Anthropologie der Postmoderne hat mit der des Christentums wenig zu tun. Wie kann man sie versöhnen? Utopien gibt es kaum noch, Idole wurden entlarvt oder werden für unlebbar erklärt (Mutter Teresa, Gandhi etc.).

Ein Merkmal der Postmoderne ist es ja auch, die anzustrebende “Norm” an der Realität auszurichten. Ansprüche jeder Art, sozialer Natur genauso wie erkenntnistheoretischer (Wahrheit?) werden eher verneint und nur solange zugelassen, solange sie der persönlichen Entfaltung nicht im Wege stehen.

Wie kann man da zeigen, daß die Alternative des christlichen Glaubens nicht bedeutet, ständig einer Spaßbremse den Vorzug zu geben, ständig das “mea culpa” zu murmeln und mißmutig rumzulaufen? Wie kann man, wie können wir Katholiken, ganz vernünftig und ohne Angst vor modernen Erkenntnissen jeder Art, die Freude am Glauben zeigen?

Papst Benedikt macht es uns auf zwei Arten vor: einerseits verfaßt er ein kurzes Dokument, was für wirklich alle Menschen, zumindest aber denen des Abendlandes (aufgrund der zahlreichen Zitate der hiesigen antiken Kultur) sehr verständlich ist und ein allgemeines Kopfnicken verlangt. Andererseits aber, und da ist jeder gefragt, fordert er uns indirekt auf, die Liebe des Dreifaltigen Gottes in die Welt umzusetzen, als einzelner Christ, an den die Aufforderung zur Nächstenliebe immer gerichtet ist, unabhängig von den Organisationen der kirchlichen Liebe, der Caritas (wenn Jesus zur Liebe auffordert, muß doch klar sein, daß Liebe eine Frage des Willens ist, nicht des Gefühls!). Wenn wir gefragt werden, warum wir helfen, dann soll unsere Antwort nicht sein “weil ich was fürs Gemeinwohl tun will”, “weil es soviel Armut gibt”, “weil es soviel Einsamkeit gibt”. Nein, sondern “weil Gott mich zuerst geliebt hat”, “weil es meine Geschwister sind”. Der Urgrund ist entscheidend.

Wir sind letztendlich das einzige Evangelium, das die Menschen noch lesen. Wir können den Menschen nur wieder Vertrauen in ihre eigene Spezies als Abbild Gottes geben, wenn wir es vorleben. Und vorsagen, wenn nachgefragt wird. Alles zu seiner Zeit.





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