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Unverständnis

Angeregt durch diesen kurzen Beitrag wollte ich nur mal kundtun, daß ich die Frage nach dem “warum gibt es das Leid?” als existentielle oder gar einen Unglauben begründende Frage nie verstanden habe (man nennt sie die Theodizee-Frage).

Denn eine erklärende Antwort würde uns ja nicht nützen! Dadurch ändert sich ja nichts!

Aber: Christus bezeichnet sich selbst als Arzt.

Und bringt es einem Patienten etwas, wenn er weiß, warum er unheilbaren Krebs hat, bringt es ihm etwas zu wissen, warum er ständig grippale Infekte hat, warum er Krankheit XY hat?

Geht man zu einem Arzt, damit man eine Erklärung nach dem Warum bekommt?

Ich hab immer erfahren, daß meine Patienten Hilfe haben wollten und wollen, keine bloßen Erklärungen. Das kann auch bedeuten, eine Hilfe zu bekommen, das Leid besser/einfacher/leichter zu (er)tragen. Erklärungen helfen einem verstehen, lindern aber keinen Schmerz.

Und in der ambulanten Primär-Medizin (Hausarzt) ist es sogar so, daß in sehr vielen Fällen die Frage nach dem Warum gar nicht beantwortet werden kann, sondern nur die nach dem Was hilft.
Soll man aber eine Therapie ablehnen, von der man weiß, daß sie aller Voraussicht nach gegen die unbekannte Ursache hilft, nur weil diese unbekannt ist? Wer das tut, dessen Leidensdruck kann nicht so hoch sein …





11 Kommentare zu “ Unverständnis”

  1. Stephanie meint:


    Die Webseite von Stephanie

    Lieber Ralf,

    meinst Du damit, dass Du nicht verstehen kannst, dass man diese Frage sich in seinem Elfenbeinturm der Gelehrsamkeit stellt, darüber philosophiert und seinen Glauben verliert?
    Im Angesicht der Verzweiflung ob offenkundig unverschuldeter Schicksalsschläge verlieren (manche) Menschen wohl den Glauben, dass es einen Gott gibt, der sie liebt, für den sie eine Bedeutung haben. Mehr so im Sinne…ein Vater, der sein Kind liebt, lässt es nicht leiden, sondern hilft, beschützt… Also ist Gott gewissermaßen…naja… zumindest Mitverursacher, Mitschuldiger (in dem er es zugelassen hat, wo er doch die Mittel hätte es zu verhindern) oder “Hauptschuldiger” (als Verursacher, Strafer etc.). Somit lautet die Schlussfolgerung, dass man entweder Gottes Liebe verloren habe oder dass Gott gar nicht existieren könne…
    Du wendest dich ja auch nicht zur Heilung an den Arzt, der dich krank gemacht hat.

  2. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    Richtig, an so einen Arzt würde ich mich nicht wenden. Wenn er aber ein großes Opfer eingehen würde um mir zu helfen, vielleicht sogr sein Leben geben, dann stehen doch die Chancen gar nicht schlecht, daß er mich gar nicht krank gemacht hat, oder?

  3. Lauda Sion meint:


    Die Webseite von Lauda Sion

    Hmm,das war eine der großen Fragen, die mich als ‘Ungläubige’ bewegt hatte, bzw. abgehalten hatte mit Gott in Kontakt treten zu wolle.
    Ein erster Impuls aus meiner Bekehrungszeit, der mir geholfen hatte war die Bibelstelle über die Versuchung Jesu in der Wüste, wo der Teufel ihm zum Schluss alle Köniigreiche der Welt anbietet.
    Da Jesus ihn nicht zurechtgewiesen hatte, dass es sowieso alles seins ist, hatte ich geschlußfolgert, dass die Welt wohl unter der Herrschaft Satans steht und es deshalb so schlecht um uns bestellt ist.
    Mittlerweile hat sich meine Bibel/ Gotteskenntnis um einiges erweitert und der Aspekt des freien Willens ist in der Hinsicht mMn ausschlaggebend. Gott ist kein Diktator, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen beinhaltet auch schlechte zu treffen und dementsprechend sieht das Gesamtbild aus.
    Allerdings erfahre ich in vielem Gotttes Schutz/ Bewahrung/ Führung und selbst in Schwierigkeiten gibt er mir Kraft und Weisheit, alles was ich brauche um nicht daran zu zerbrechen. Also sind wir dem’Bösen’in der Welt nicht hilflos ausgeliefert.
    Wohl eine Sache des Glaubens/ der Gottesbeziehung…
    Pax et bonum ;-)

  4. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    Hallo Lauda Sion.

    Auch wenn das von Dir Gesagte für den “Großteil” des Leides zutrifft, git es doch mit jedem krebskranken Kind einen Stachel in diesem Bild.
    Es wird immer Leid geben, das mit dem freien Willen des Mneschen nicht hinreichend erklärt werden kann.

    Doch auch hier ist die Therapie entscheidend.

  5. Lauda Sion meint:


    Die Webseite von Lauda Sion

    Selbst Krankheit hat (kann) einen Sinn (haben)
    Ich war 15 Jahre meines Lebens schwer ‘unheilbar’ krank mit der Aussicht auf Krebs.
    Mit der Diagnose hörte mein Leben auf als ich 15 war und erst nach meiner Bekehrung -im Licht Gottes- fingen Dinge an Sinn zu machen und jetzt bin ich seit 5 Jahren gesund.
    Pure Gnade, ich weiss, aber:Gott-sei-Dank
    denn bei mir hatte vorher keine Therapie angeschlagen und ich war immer so eine Art Versuchskaninchen.
    Durch die Erfahrung der Krankheit kann ich Menschen beistehen/ trösten/ Hoffnung machen…, die ebenfalls krank sind, denn man merkt, ob jemand ähnliches durchgemacht hat oder nur ‘gute’ Rat-Schläge verteilt.
    Ausserdem, welches Leid könnte größer sein, als das was Gott auf sich genommen hat?
    In einem Gespräch wurde mir mal folgendes bewusst:
    Wenn Jesus einen anderen Weg gewählt hätte uns zu erlösen- also ohne Kreuz Leid Schmähungen etc. würde ich sagen:
    Gott, was weisst du schon wie es uns hier unten geht und du willst mir sagen, wie ich zu leben habe?!

  6. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    Hallo Lauda Sion.

    Danke für Deinen Beitrag. Wie heißt es in der Psychotherapie: auch Ratschläge sind Schläge.

    Und zum Sinn: ja, Du hast sicher Recht. Vielleicht könnte Dich da mehr die sog. Logotherapie des Viktor Frankl interessieren, KZ-Überlebender, der seine Therapie auf die Sinnfrage aufbaute. Ich finde sie faszinierend.

  7. Lauda Sion meint:


    Die Webseite von Lauda Sion

    Vielen Dank für den Hinweis, klingt gut :)

  8. Lauda Sion meint:


    Die Webseite von Lauda Sion

    hab nochmal zusammengefasst und überarbeitet :)
    http://laudasion1.blogspot.com/2011/01/theodizee.html

  9. Imrahil meint:


    Die Webseite von Imrahil

    Deine eigenen Erfahrungen in allen Ehren, aber ich habe tatsächlich gehört, daß Leute zu Ärzten mit Warumfragen kommen.

    Und daß von zwei Lungenkrebspatienten, der eine Raucher, der andere zu den hier sehr seltenen Nichtrauchern gehörend, der zweite (in einem weiteren Sinne und unter sonst gleichen Bed.) tatsächlich den größeren Schmerz hat.

  10. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    Daß die beiden Patienten unterschiedliche Schmerzen haben, ist klar. Es gibt nicht zwei Menschen mit gleichen Schmerzen, und damit meine ich nicht nur organische.

    Doch auch wenn es Fälle gibt, wo Menschen einen Arzt ausschließlich wegen des Warum kontaktieren, so wird das doch der absolute Ausnahmefall sein.

  11. Pax et bonum » Warum? meint:


    Die Webseite von Pax et bonum » Warum?

    […] Dieser Satz, ohne die Nebensätze auf den Kern reduziert, war für mich erst einmal nicht nur sehr abstrakt, sondern eine große Herausforderung - und ehrlich gesagt auch ziemlich unverständlich. Daß die “warum”-Frage ja selbst bei klarer rationaler Beantwortung keine Hilfe darstellt, weil sie die Tatsache des Leidens nicht im geringsten vermindert, hatte ich schon mal erwähnt (und das wurde dort kontrovers gesehen). […]


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