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Kathedra Petri II

Das früheste nachbiblische Zeugnis dafür, daß die Kirche von Rom auch außerhalb des ursprünglich auf dem westlichen Reich beschränkten Jurisdiktionsbereich (=Gebiet der Entscheidungsvollmacht) tätig wurde und dies auch selbstverständlich anerkannt wurde, ist der Erste Brief des römischen Bischofs Klemens an die Kirche in Korinth. Der ist noch aus dem ersten Jahrhundert, den hatte ich vergessen zu erwähnen. Das nur ganz knapp dazu.

Deswegen geht es weiter mit

2. der Streit im Konzil von Chalcedon im Jahr 451, welches weniger als einen Monat dauerte! Es handelte sich bei diesem 4. Ökumenischen Konzil in meinen Augen um das mit Abstand wichtigste Konzil überhaupt, auch weitaus wichtiger als das 21. Ökumenische (das Zweite Vaticanum). Viele meinen “das Konzil” sei immer nur das Zweite Vatikanische gewesen. Wer weiß, daß es bereits 20 Ökumenische Konzile davor gab und es - vorausgesetzt, die Parusie läßt weiter auf sich warten - auch noch womöglich weitere geben wird, die ggf. Entscheidungen des letzten Konzils revidieren, kann es besser einordnen. Aber um Mißverständnissen vorzubeugen: natürlich gilt es, alle(!) Beschlüsse des letzten Konzils mit Gehorsam anzunehmen, denn es steht uns “vorauseilender Gehorsam des Hl. Geistes” nicht zu: keiner weiß, ob, wann und wo je wieder ein Konzil stattfinden wird und was es beschließen wird.
Worum ging es bei diesem Konzil? Hauptsächlich um eines: wer ist Jesus? Ist Er Gott? Ist Er Mensch? Ist Er beides und wenn ja, dann wie? Welche “Natur” hat Er, wie hat Er Anteil an der Gottheit? Das Ergebnis dieses Konzils ist die berühmte Formulierung, daß in der Einen Person (griech. Hypostase) Jesu Christi zwei Naturen, die göttliche und die menschliche “unvermischt, unverändert, ungeteilt und ungetrennt” existent seien.

Wie kam es zu diesem Ergebnis und welche Folgen hatte es? Nun, zuerst zu den Folgen, denn eine große Folge dauert bis heute an. Der damalige Bischof und Patriarch Dioskur von Alexandria konnte es nicht akzeptieren, daß die beiden Naturen in Jesus Christus so wie geschildert “vorlägen” (genau erklären kann und will ich das gar nicht), er betonte mit seinem Gefolge eindeutig die Gottheit Jesu Christi über die Menschheit Jesu. Es kam zu der Abspaltung der Kirche, die im Gefolge dann “alt-orientalisch” genannt wurde. Diese Kirchen gehören bis heute dazu, u.a. auch die in letzter Zeit bekannter gewordenen Kopten. Im allgemeinen werden sie Monophysiten genannt, auch wenn sie selbst die Bezeichnung Miaphysiten bevorzugen.

Entscheidend für die weiter oben ganannte abschließende Formulierung wurde das Eingreifen des römischen Bischofs, des Papstes Leo dem Großen. Er war selbst nicht anwesend (das war bei den im Osten statfindenden Konzilien durchaus üblich), sondern hatte seine Gesandten hingeschickt. Die christologische Streitfrage hatte er nun nach eigenem Bekunden als Inhaber des Apostolischen Stuhls (damit wurde - auch eher unbekannt - nur der römische bezeichnet, obwohl Petrus zuvor auch erster Bischof von Antiochien war) autoritativ beantwortet, indem er ein Schreiben in Chalcedon vorlesen ließ (was der Bischof von Alexandria lange verhindern wollte - jaja, so ging’s damals schon zu …). Dieses Schreiben ging als “Tomus Leonis” in die Geschichte ein. Die Reaktion darauf wird so überliefert, daß manche Konzilsväter begeisert ausriefen, mit der Stimme Leos hätte Petrus selbst gesporchen.
Aber wo ist jetzt der Haken?
Nun, die Bedeutung dieses Tomus wird aus nachvollziehbaren Gründen in Ost und West unterschiedlich gesehen. Während bspw. der orthodoxe Theologe Olivier Clément in seinem Buch “You are Peter” das ganze eher ein wenig runterspielt (obwohl er zugibt, daß sich Leo seiner päpstlichen Vollmacht schon da voll bewußt war), legt Stephan Otto Horn in dem von mir bereits kurz rezensierten Buch schön dar, welche große Bedeutung das Eingreifen des Inhabers des Apostolischen Stuhles hatte. Das kann der Osten natürlich nicht einfach schlucken, das kann man auch nicht argumentativ erzwingen und Quellen können unterschiedlich bewertet werden.

Die unterschiedliche Quellen-Bewertung spielt bis heute auch bei dem zweiten folgereichen Thema eine Rolle. Aber dazu später dann im Teil III.





2 Kommentare zu “ Kathedra Petri II”

  1. Pax et bonum » Das Papsttum ist absolutes Gottvertrauen meint:


    Die Webseite von Pax et bonum » Das Papsttum ist absolutes Gottvertrauen

    […] Ich hatte ja schon mal etwas zur historischen Bezügen des Papsttums aufgezeigt (1, 2, 3). […]

  2. klicken Sie sich durch den nächsten Post meint:


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