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Königsherrschaft?

Wenn man den im Titel genannten Begriff in Suchmaschinen eingibt, findet sich schon als zweiter Eintrag der Beitrag über das “Reich Gottes” bei wikipedia.

Nebenbei: interessanterweise findet sich dort der Satz über das Reich Gottes in der Katholischen Dogmatik:

Zu einer kirchlichen Lehrentscheidung über den Begriff des Reiches Gottes ist es nicht gekommen.

Doch wie sieht die Hl. Schrift nicht unbedingt das Reich Gottes, das ist ja auch schwierig, sondern die Königsherrschaft, das “regnum Christi”? Kurz vor Christkönigssonntag (ist der letzte Sonntag vor dem ersten Advent, also dieses Jahr am 20. November) bin ich nämlich auf eine Stelle gestoßen bei der Schriftlesung, die mich erstaunt zurückließ und vor allem meine lieb gewonnenen fröhlichen Endzeit-Erwartungen einmal mehr zu Grabe trug.

In der Offenbarung des Johannes heißt es ziemlich am Anfang (1,9 in der Einheitsübersetzung, EÜ):

Ich, euer Bruder Johannes, der wie ihr bedrängt ist, der mit euch an der Königsherrschaft teilhat und mit euch in Jesus standhaft ausharrt, […]

(Nur als inhaltlich gleichlautendes Beispiel: die Vulgata übersetzt: “ego Iohannes frater vester et particeps in tribulatione et regno et patientia in Iesu”)

Wenn ich mir die Situation der wahrscheinlichen Entstehungsgeschichte der Offenbarung anschaue, dann finde ich da vor allem eins: Verfolgung der Christen. Was die EÜ mit “bedrängt” übersetzt, steht bei der Vulgata als “tribulatio”, das ganze steht für alles außer einem bequemen leichtem Leben. Und genau in dieser Situation, in der Hunderte Christen ihr Leben lassen mußten unter zum Teil grausamsten Bedingungen, die Römer waren da nicht zimperlich, spricht Johannes ganz entspannt von der “Teilhabe an der Königsherrschaft”.
Na super, so hatte ich mir das nicht vorgestellt - aber unsere Vorstellung irrt eben nicht selten …

Die Königsherrschaft ist auch nicht das, was die Apostel sich vorstellten, sie wurden ja von Jesus direkt zurechtgeweisen, aber auch ich muß meine Vorstellungen revidieren. Daß die Königsherrschaft machtlos ist, ist ein ziemlich schräger und paradoxer Gedanke, aber so suggeriert es hier die Hl. Schrift.

Teilhabe an der Königsherrschaft Christi findet wohl dort am engsten statt, wo Macht am weitesten weg ist.

(das darf auch durchaus als mein Beitrag zum Thema “Entweltlichung der Kirche” angesehen werden)





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