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Methodenvergleich

Vor etwas über einem Jahr tat ich meinen Wunsch kund, daß sich die Pastoraltheologie doch etwas von der Evaluationsmethodik moderner Medizin abgucken solle.
Jetzt möchte ich angeregt durch den Beitrag von Bastian noch etwas schreiben zu dem, was ich im ersten Beitrag “Stadium 2″ nannte.

Dieses Stadium ist nämlich nicht nur in der Pastoraltheologie und Volksmedizin weit verbreitet, sondern auch in nahezu allen kirchenpolitischen Diskussionen omnipräsent.

Kurze Erinnerung: dieses Stadium besagt, daß etwas medizinisch hilft, weil es ja bei gleichen oder ähnlichen Beschwerden auch schon Oma/Schwester/Tante/Freund etc. geholfen habe. In der Pastoraltheologie bedeutet das u.a., daß ein Verantwortlicher etwas tut, weil er es für besser als Althergebrachtes hält, ohne zu überprüfen, ob das Neue überhaupt erfolgreicher als das Alte war (manchmal auch, weil man die Parameter des Erfolges gar nicht benennen kann oder will).

Es sind also alles Konzepte, die auf sehr wackeligen Beinen stehen.

Ganz knapp gesagt ist das die Verwechslung von Korrelation und Kausalität. Nur weil manche Sachen gleichzeitig oder kurz versetzt auftreten, stehen sie nicht zwingend im Zusammenhang, ist das eine nicht die Ursache des anderen.

An andere Stelle hatte ich kürzlich mal das Beispiel gebracht, was uns in unserer ersten Statistikvorlesung gebracht wurde: die Geburtenrate in Deutschland und das Vorkommen von Störchen hierzulande. Der Verlauf war erstaunlich parallel und hat sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert.

Doch was beweist das?

Patienten erzähle ich ab und zu, wenn ihnen entweder von anderen Ärzten irgendein Quatsch aufgeschwatzt wurde (gegen Bares natürlich) oder wenn sie selbst mit fragwürdigen Therapien ankommen, daß es nach einem Regentanz durchaus regnen kann, vielleicht sogar mehrfach hintereinander.

Doch was beweist das?

Das klassische Beispiel von der Verwechslung Korrelation und Kausalität findet sich in einem Bereich, den man - weil es eben hinter uns liegt - nicht überprüfen kann, in der Geschichte. Und in der Katholischen Kirche muß dafür das Zweite Vatikanische Konzil herhalten. Es war schon so ziemlich für alles verantortlich, was seit den 60ern passiert ist. Gut, ich kenne die Verantwortung für die erste Mondlandung nicht, weiß auch nicht, welche Rolle die Konzilsväter bei der Kuba-Krise spielten, aber irgendwie hatten sie da bestimmt die Finger im Spiel. Spaß beiseite, das ganze nervt, zumal man sowas auch von ansonsten sehr differenziert denkenden Menschen hört. “Das Konzil hat XY (was ganz schlecht ist)”, “wegen des Konzils wurde YZ (auch ganz böse)” etc. Auch als positiv empfundene Entwicklungen werden als sicher direkt durch das Konzil verursacht angesehen, obwohl das im Einzelfall nicht immer sicher ist.

Korrelation ist etwas anderes als Kausalität.

Mehr wollte ich nicht sagen.





Ein Kommentar zu “ Methodenvergleich”

  1. Pax et bonum » Aufgepaßt! meint:


    Die Webseite von Pax et bonum » Aufgepaßt!

    […] Die subtile Masche der Suggestion ist wieder unterwegs. Wie schon kürzlich hier in anderem Kontext angedeutet, wird bewußt Korrelation und Kausalität ausgetauscht. […]


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