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Archiv für April, 2012



Nicht neu gedacht

Veröffentlicht am Monday, 30. April 2012, 11:01

Da ich es für vollkommen absurd halte, einem Menschen die ihm zustehende Würde samt der Rechte abszusprechen, weil er schläft, dachte ich, dieses Beispiel würde die Absurdität der gesamten Argumentation aufzeigen.

Und jetzt stelle ich fest, daß diese Gedanken gar nicht so neu sind. In deraktuellen Ausgabe der “Zeitschrift für medizinische Ethik” (nicht als online-Version voll einsehbar) wird im Artikel von U. Körtner dargelegt, daß schon andere Ethiker auf die Brisanz dieses Beispieles verwiesen hatten. Und dennoch wird weiter so argumentiert!!

Die dort aufgezeigte Lösung, nämlich wieder eine verwandte Art der Argumentation mit der Potentialität, halte ich allerdings für falsch (auch wenn sehr respektierte Ethiker wie E. Schockenhoff diese im Sinne des Lebensschutzes ebenfalls verwenden):

Von diesem Zeitpunkt [der Verschmelzung von Ei und Samenzelle] an trägt der Embryo alle unverwechselbaren Anlagen in sich, die er in einem kontinuierlichen Prozess ohne relevante Zäsuren entfalten wird, sofern er dafür die nötige Unterstützung erhält und nicht durch gewaltsame Einwirkung von außen an der Verwirklichung seines Entwicklungspotentials gehindert wird.

Doch warum ich das für falsch halte, erzähle ich später.


Sehr richtig

Veröffentlicht am Saturday, 28. April 2012, 10:16

und gut (bei’m Jupp gefunden):

Es gibt ein Argument, das man allen Spitzfindigkeiten der Glaubenslosen entgegenhalten kann: Noch niemand hat je auf seinem Sterbebett bereut, ein Christ gewesen zu sein.

Thomas Morus


Vorher richtig - nachher auch

Veröffentlicht am Wednesday, 25. April 2012, 14:31

Während des Eucharistischen Hochgebetes in der Hl. Messe spricht der Priester (bislang) die Worte:

Mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Das inhaltlich korrekt, wenn auch nicht die wörtliche Übertragung aus dem griech. Text der Schrift.

Demnächst wird es womöglich heißen:

Mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Das ist ebenso richtig, steht so im griech. Original, wird auch bspw. von den Lutheranern so gebetet, bedarf aber mehr Erläuterungen, weil es eben keine Einschränkung des Heilswillen Gottes bedeutet.

Also beides richtig, beides korrekt.

Und was passiert?

Ein Sturm der Entrüstung bricht los, dem Papst werden unlautere Motive unterstellt etc. (selbst nach Lektüre seines Schreibens dazu).

Erklären müßten insbesondere die Kleriker die Eucharistie nach meinem Empfinden sowieso viel mehr als sie es aktuell tun, angefangen bei den Hirten, den Bischöfen.


Falsche Frage

Veröffentlicht am Wednesday, 25. April 2012, 11:08

Wann ist ein Lebewesen ein Mensch?*

Das ist eine bekannte Frage der Bioethik.

Doch diese Frage suggeriert etwas, was von den Mehrheiten abgelehnt wird, nämlich einen Zustand des Menschseins. So wird es nämlich mehrheitlich, wenn auch vielleicht unbewußt, gar nicht gesehen (dabei sind die Mehrheiten die, die bspw. Abtreibung, Embryonenforschung und die Euthanasie Demenzkranker nicht rundheraus ablehnen).

Für die meisten ist die Frage nach dem Menschsein keine des Seins, sondern des “sich Wissens”.

Nur der, der sich als Mensch weiß, ist quasi Mensch (kann dieses “Sein” aber wieder verlieren). So wird im Kern essentiell argumentiert. Nur der, der im aktuellen Moment der rationalen Selbstreflexion fähig ist und diese ausdrücken kann, erhält das Prädikat “Mensch” mit all seinen Rechten.

Das gilt es zu beachten, wenn von Potentialitäten gesprochen wird (der Embryo hat bspw. die natürliche Potenz, bei fehlenden Hindernissen ein Selbstbewußtsein zu entwickeln) - denn diese sind bei der Betrachtungsweise irrelevant.

Das erklärt, warum Ethiker sagen können, neugeborene kranke Kinder dürfen umgebracht werden - sie sind eben keine Menschen bei diesem Vorverständnis.

Die logischen Schwachstellen hatte ich schon mal vor kurzem aufgezeigt:

- faktisch entscheidend ist nicht die Selbstreflexion, sondern unsere Fähigkeit, eine Selbstreflexion des anderen als solche wahrzunehmen - der Richter über Mensch oder nicht ist also der andere, die Kriterien erwachsen nicht aus dem Wesen selbst heraus.

- warum ein ohnmächtiger oder tief schlafender Mensch nach diesem Axiom noch als Mensch zu gelten hat (da Potentiale ja egal sind, Zukunft und Vergangenheit also nicht zählen), hat mir auch noch keiner erklären können.

Und auffallend ist zudem, daß die utilitaristische Philosophie, die diesen Standpunkt mehrheitlich bezogen hat, über einen in ihren Augen Nicht-Menschen noch keine Aussage treffen konnte, was dieses Wesen denn dann ist, sondern nur was es nicht ist. Ein einmaliger Vorgang für ein Lebewesen (und Anzeichen für eine schwache rationale Basis).

*der Begriff “Mensch” ist hier mit “Person” gleichzusetzen. Die Frage, ob es ein Menschsein ohne Personsein gibt, gestaltet sich in etwa gleichartig, da es häufig ethische Positionen gibt, die das Personsein an die Selbstreflexion knüpfen. Das Ergebnis ist genauso leicht durchschaubar und logisch inkohärent.


Kurze Lehre über den Ablaß

Veröffentlicht am Friday, 20. April 2012, 08:23

Kaum eine Lehre der Kirche wird so mißverstanden wie die über den Reinigungsort “Purgatorium” (dt.: Fegefeuer) und den Ablaß.

Hier mal eine ganz kleine Zusammenfassung, rein weltlich gesprochen:

Du wirfst eine Scheibe ein.

“Sünde”: Scheibe eingeworfen.

“Beichte”: tut mir leid, daß ich Deine Scheibe eingeworfen habe.

“Vergebung”: ist okay, ich vergebe Dir.

Problem: Scheibe ist immer noch kaputt.

“Fegefeuer”: Du mußt noch die neue Scheibe bezahlen.

“Ablaß”: Andere zahlen für Dich (denen tut’s nicht weh, die haben genug).


Erstaunlich II

Veröffentlicht am Friday, 13. April 2012, 13:28

Was mich als Arzt auch schon seit Jahren erstaunt, ist das enorme missionarische Potential von Menschen.

Nein, keineswegs der Religion, trotz der aktuellen Qur’an-Verteilaktion, die ich vollkommen okay finde.

Mission ist immer noch en vogue, wenn auch in anderen Gebieten.

Ganz groß in der Medizin, besonders bei nicht wissenschaftlich erwiesenen Bereichen, der sog. Paramedizin.
Nicht minder groß in der Ökologischen Bewegung.
Oder schon mal mit einem überzeugten Vegetarier oder gar Veganer gesprochen - es kann gut sein, viel eher als bei überzeugten Katholiken, daß man Objekt der Bekehrungsversuche wird.

Da geht es auch oft um das, was Leute für “objektiv gesehen einfach wahr” halten, da gibt es nicht “Deine Wahrheit” oder “Meine Wahrheit” wie im sich tolerant gebenden religiösen Niemandslandgespräch.

Mission war nie out, nur hat sich das eben in einer streng diesseitig orientierten Welt auf streng diesseitige Themen ohne Bezug zur Transzendenz verlagert.


Erstaunlich

Veröffentlicht am Friday, 13. April 2012, 07:05

Es ist erstaunlich, wie sehr insbesondere die Gegner der Kirche ihr Selbstverständnis der “Kirche=Leib Christi” verinnerlicht haben.

Wenn ein Mensch der Kirche etwas falsch macht, ist es immer die Kirche, die Fehler begeht.

Wenn dagegen ein Gegner der Kirche etwas falsch macht, ist es immer nur diese einzelne Person.


Frohe Ostern!

Veröffentlicht am Sunday, 08. April 2012, 22:08

Christus ist vom Tod erstanden!

Eine bessere Nachricht gibt es nicht zu erzählen!


Kindermund

Veröffentlicht am Sunday, 01. April 2012, 22:17

Meine Tochter ließ uns beide leider die Hl.Messe heute nicht bis zum Schluß mitfeiern, so daß wir schon früher gehen mußten (wie kleine Kinder halt schon mal so sind).
Als ich noch Kerzen an der Marienikone anzündete, zeigte sie auf das Bild und sagte:

“Oh, da, Mama!” (und sie spricht deutlich mehr als das, bezog sich also eindeutig auf die dargestellte Frau)

Damit ist eigentlich über Maria alles gesagt. Ein Kompendium der Mariologie.