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Eine Polemik

Gerade ist das erste offizielle katholische Bloggertreffen in Freiburg zu Ende gegangen. Leider konnte ich nicht mit dabei sein, aber ich hoffe es war für alle ein Gewinn. Das ganze stand ja unter dem Thema der Neuevangelisierung und es wurde wohl klar, daß viele Blogger Konvertiten (also vorher nicht katholisch) oder Revertiten (also vorher zwar katholisch, aber nicht katholisch glaubend) sind.

Bevor ich meinen unbedeutenden Senf zu dem Thema schreibe, möchte ich sagen, daß ich den Grund meines Bloggens nicht in dem hohen Ziel der Neuevangelisierung sehe, dazu ist er zu unwichtig.

Warum ich blogge (geschrieben als es die meisten katholischen Blogs noch nicht gab)?

Scipio sinniert in seinem blog über denselbigen, über den Sinn des Bloggens “ansisch” (wie der Rheinländer sagen würde). Seine Worte könnten meine sein (wenn ich über ähnlich gute Sprachgewandtheit verfügen würde). Na gut, Preise habe ich keine bekommen, außerhalb der Blogozese werde ich auch so gut wie nie erwähnt, aber all dies erscheint einem dem franziskanischen Weg der Nachfolge Anhangenden angemessen zu sein. Blog minor sozusagen.

Ich frage mich selbst des öfteren, was ich hier eigentlich beabsichtige. Daß man durch mein Geschreibsel sicher nicht katholisch wird, hat mir ein Freund schon erzählt. Das wäre auch kaum zu erwarten und, da kenne ich mich gut genug, auf Sand gebaut. Eine Antwort habe ich nicht.

Letztendlich, und im Monat November sind solche Gedanken ja nichts neues, stellt sich die Frage nach dem was bleibt. Nicht viel, das wenige virtuell, und das kann auch noch gegen einen verwendet werden. “Dem Geringsten” habe ich mit einem blog nichts Gutes getan und in der gleichen Zeit wäre vielleicht Gebet viel wichtiger gewesen. Sei’s drum.

Warum so tief fischen? Ich befürchte, es macht einfach nur Spaß.

Ich denke nämlich - und hier beginnt die kleine Polemik - daß dies auch der Hauptgrund für die meisten auch katholischen Blogs ist, der Spaß.

Unter anderem habe ich nämlich den Eindruck, daß weitaus mehr über Kirchenpolitisches inklusive der Präsenz in den weltliche Medien gebloggt wird als über Fragen des Glaubens. Die ersten genannten Themen sind die echten Kracher und garantieren Zugriffszahlen, auch wenn man nicht wegen 20 mehr oder weniger Leser schreibt. Der eigene persönliche Glaube (im besten Fall sich natürlich deckend mit dem der Kirche :-) ) wird weniger thematisiert, Zweifel erst Recht nicht. Das ist kein Drama, sollte man aber auch zugeben.

Aber das soll kein Wort gegen das Bloggen aus katholischer Weltsicht sein, keinesfalls. Wer kennt sie nicht, diese Sprüche (die in den Kommentaren noch erweitert wurden)…





8 Kommentare zu “ Eine Polemik”

  1. Susann meint:


    Die Webseite von Susann

    Ich finde im Gegensatz zu anderen (mitunter recht “eifernden”) Blogs Ihr Blog sehr sympathisch, weil es sich eben nicht auf die “Knallerthemen” spezialisiert, sondern einen persönlichen Glaubenszugang zeigt, sehr nachdenklich ist, auch leise Zwischentöne zulässt.

    Ich glaube tatsächlich nicht, dass ein Blog Bekehrungserlebnisse auslösen kann, aber es kann schon Sympathie oder eben auch Antipathie wecken. Insofern würde ich die Bedeutung der “Religions-Blogs”nicht unterschätzen, zumindest den PR-Effekt nicht.

    Vielen Dank für die Mühe!

    Susann

  2. Andrea meint:


    Die Webseite von Andrea

    Ist schon alles richtig - die Motivationenn zum Bloggen sind meist andere (außer Spaß wurde übrigens auch “Ärger ablassen” mehrmals genannt), und nur wegen der Lektüre eines Blogs (oder vieler) “bekehrt” sich niemand.
    Aber ist es deshalb falsch, mal drüber nachzudenken, inwieweit “katholisches” Bloggen auch ein Glaubenszeugnis ist oder sein kann, und damit ein Mosaiksteinchen zum hohen Ziel der Neuevangelisierung?

  3. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    Nein, falsch ist es sicher nicht, und nachdenken darf man eh über alles.
    Nur wenn “katholisches” Bloggen auch ein Glaubenszeugnis sein will, muß es auch mehr Glaubenszeugnisse geben.

  4. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    @Susann: Danke schön!

  5. Johannes meint:


    Die Webseite von Johannes

    Wobei man vielleicht sagen kann, dass die besten Zeugnisse sehr oft von denen kommen, die es nicht drauf anlegen die besten zu sein und die sich weniger nach vorn drängen. Die besten Oberen sind auch häufig die, die eigentlich nie welche sein wollten.

  6. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    @Johannes: Das sehe ich genauso.

  7. Ulrich meint:


    Die Webseite von Ulrich

    Katholisch werden kann man durch das Lesen Ihres Blogs möglicherweise nicht. Aber beim katholisch bleiben hilft’s doch ziemlich. Also viel Spaß weiterhin und danke schön!
    Ulrich

  8. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    Merci.


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