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Archiv für April, 2013



Richtige Reihenfolge

Veröffentlicht am Monday, 29. April 2013, 22:06

Wenn es um die Einheit der Christen geht, wird gerne folgendes Wort Jesu aus dem sog. Hohenpriesterlichen Gebet aus dem Johannes-Evangelium zitiert (JohEv 17,21):

Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

D.h. durch die Einheit der Christenheit wäre das Zeugnis für die Herrlichkeit Christi um ein Vielfaches stärker. Aber: warum soll “die Welt” überhaupt den Menschen glauben, die sich Christen nennen? Was können wir dazu beitragen? Wie bekommt das Zeugnis von der Einheit der Christenheit und der Kirche Gewicht?

Ganz einfach (Joh 13,34 f., Kenner werden sich an das gestrige Sonntagsevangelium erinnern):

Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Und hier sehe ich das Problem, dass viel zu oft die Prioritäten verschoben sind. Egal, was die Christenheit so anstellt, wie sehr sie sich einigt, wie sehr die Kirchen über ihre Schatten springen und sich einigen in Amt und Sakrament; wenn wir einander nicht lieben, ist das Zeugnis gleich null - denn niemand wird uns für voll nehmen.

Und dafür braucht man keine großen theologischen Abhandlungen studiert haben, muss nicht besonders viel wissen (das mag sogar potentiell schädlich sein für ein reines Herz), man muss bloß akzeptieren, dass der andere nicht nur der andere ist und bleibt, sondern auch anders denkt als man selbst (ohne deswegen die eigene Überzeugung an Wahrheit aufzugeben - und in meinem Fall gibt es Legionen von bislang unbefriedigend beantworteten Fragen an die prot. Theologie(n)).

Ich bin sogar überzeugt: erst wenn wir mehr und ehrlicher einander lieben, wird aus den Hindernissen Reichtum. Wie das genau funktionieren soll? Keine Ahnung. Ob das überhaupt funktionieren kann? Für Gott ist nicht unmöglich, hat mal der Herr behauptet. Eine Ahnung habe ich allerdings nicht.

Doch der Auftrag ist klar: man selbst bleiben und lieben (für mich der Inbegriff des Reiches Gottes). Der Rest kommt dann von alleine.


Neues Gotteslob

Veröffentlicht am Saturday, 27. April 2013, 21:48

Das neue Gotteslob, welches u.a. die Lieder für die Eucharistiefeier enthält, ist schon in Druck und wird Ende des Jahres (zum 1. Advent, soweit ich weiß, also zum Beginn des Kirchenjahres), erhältlich sein und dann die Norm werden.

Der folgende Link führt zu dem Beitrag der “Herder Korrespondenz”, der dieses neue Gottesob bewertet und einiges an Hintergrundinformationen bringt:

http://www.herder-korrespondenz.de/aktuelle_ausgabe/special/details?k_beitrag=3364630&campaign=kathde/20130422


Keine Erfolgsgeschichte

Veröffentlicht am Thursday, 18. April 2013, 22:27

Wer rechts in der Suchmaske das Wort “gewaltlos“ eingibt, wird feststellen, daß ich das häufiger thematisiere. Dabei habe ich bislang auch immer deswegen diesen Weg der Konfliktlösung favorisiert, weil er mit oftmals gleichen Erfolgsaussichten viel eher dem Beispiel Jesu entspricht.
Dazu passt das Zitat “People try nonviolence for a week, and when it ‘doesn’t work’ they go back to violence, which hasn’t worked for centuries” von Theodore Roszak.

Doch habe ich jetzt erkannt, daß diese Begründung eigentlich falsch ist.

Warum werden Menschen wie Mohandas “Mahatma” Gandhi und Martin Luther King nachwievor bewundert, warum werden ihre Schriften gelesen?

Nein, nicht weil sie gewaltlos waren.

Sie waren in ihrer Gewaltlosigkeit Nachfolger Jesu, Gandhi sogar explizit als Nicht-Christ, aber eines unterschied sie existentiell von Jesus.
Sie hatten etwas, was Jesus während seines irdischen Lebens mit der Gewaltlosigkeit nicht hatte:

Erfolg.

Es wird wahrscheinlich Hunderte geben, die als Anführer kleinerer oder größerer Bewegungen gewaltlos blieben, aber eben - genauso wie der Mensch Jesus - gescheitert sind, auch sie gelandet am Kreuz ihrer Zeit. Kaum jemand spricht noch von ihnen.

Dabei haben sie trotz des drohenden und später eingetretenen Misserfolges, genauso wie übrigens Gandhi und King immer gesagt haben - und wie es Jesus vorgelebt hat - die Methode immer über den Erfolg gestellt.

Was ist also, wenn man als Christ mit diesem Thema sich beschäftigt oder konfrontiert wird, wichtiger: der Erfolg der Methode oder die Methode als solche?

Jetzt wird mir erst klar, was John Dear meint, als er sagte, er tue das alles, weil er Jesus folgen wolle, nicht weil er darin eine besonders erfolgversprechende Art der Konfliktlösung sieht. Oder wie er schreibt (und ich ihn schon mal zitiert habe):

Of course, I get attacked by the left and the right. On occasion someone tells me I’m wasting my time. Church authorities regularly ban me from their precincts. One Trappist monk told me I’ve undertaken “a hopeless cause, but a noble one.”
For me, however, the mission of peace is something entirely different. I expect it to be about as “effective” as going to Mass, sitting in silent prayer, or visiting the sick. In other words, it makes all the difference!

Mich wundert, daß auch bei diesem Thema die Inkonsistenz der “kirchenpolitischen Lager” sichtbar wird, hier insbesondere des sog. rechten Lagers. Während diese oftmals große Anhänger einer würdigen Liturgie sind (bin ich auch), den häufigen Empfang aller dafür zugänglichen Sakramente empfehlen (insbesondere also auch der Beichte!), das kontemplative Gebet unterstützen (sehr gut!), die katholische Lehre der Kirche hoch halten (immer zu empfehlen!) - alles ohne auf die Frage zu achten, ob das ganze besonders effektiv sei bspw. in der Frage der Mission, weil die Wahrheit eben nicht verhandelbar ist - sind sie beim Thema Gewaltlosigkeit im hier und jetzt als Mittel der Nachfolge Jesu(!) häufig zurückhaltend und sehen hier dann plötzlich das, was sie in den genannten Fragen manchmal für verachtenswert halten, als wichtigstes Kriterium an: was kommt hinten raus.

Konsequenz sieht anders aus.

Also: was sollte für einen Christen im Vordergrund stehen, wenn es um sein gelebtes Christsein geht (dazu gehören Messbesuche ebenso wie Gebete und die Einstellung zur Gewalt zur Zielerreichung)?