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Archiv für December, 2013



Die einen und die anderen

Veröffentlicht am Saturday, 28. December 2013, 22:32

Die einen, die Christen, feiern Weihnachten als Fest der Menschwerdung Gottes - ewig “unglaublich!” - immer noch. Der Baum steht, die Krippe auch, Weihnachtslieder werden vielleicht noch gesungen, das ganze kann noch ein Weile dauern.
Die anderen, falls sie das kulturelle Weihnachten gefeiert haben, haben den Baum schon abgebaut, warten evtl. auf die Mitnahme von der städtischen Entsorgung desselben - und haben sich vielleicht nie gefragt, warum der Jahreswechsel nicht an Weihnachten selbst, wäre ja mathematisch pasender, sondern 7 Tage später gefeiert wird (der Grund ist übrigens die sog. Weihnachtsoktav). Die Menschwerdung Gottes? Nein, was zählt, ist das Fest als kulturelles und im besten Fall familiäres wirkliches Fest.
Dann gibt es noch die dritten, da steht der Baum vielleicht, vielleicht auch nicht. Irgendwie ist da ein diffuser Glaube an Jesus, als Christkind faßbarer als als Mann am Kreuz und dann sogar Auferstandener. Das ganze im Schlepptau der Geschichte (Kirche, Sakramente, der ganze pipapo) läßt man lieber im eigenen Leben möglichst unbeachtet - von Lebenswenden mal abgesehen. Es stört mehr als daß es zu helfen scheint.

Und ich frage mich warum.

(Und bin gleichzeitig dankbar für das Geschenk des Glaubens, denn wirklich “erarbeiten” kann es sich niemand.)

Ich frage mich, warum es vielen so schwerfällt, einfach mal so zu tun, als wäre die ganze Geschichte von Jesus wirklich wahr. Nicht wie Bonhoeffer mal meinte (in ganz anderem Kontext!) so leben “als ob es Gott nicht gäbe”, sondern im Gegenteil so glauben und im besten Fall leben, als stimmte es.

Die einen haben philosophische oder erkenntnistheoretische Hinderungsgründe - diese respektiere ich, auch wenn ich sie für nicht stichhaltig halte. Doch viele scheinen zu denken (vielleicht irre ich mich!): “So what? Was hat das mit mir zu tun? Darum kann ich mich maximal noch kümmern, wenn ich alt und klapprig bin, so kurz vor dem Ende.” Sie feiern vielleicht Weihnachten, glauben vielleicht auch an Jesus, irgendwie, so ganz sicher sind sie nicht, aber wirklich beschäftigen tun sie ich mit diesem Thema kaum. Und genau das verstehe ich nicht. Denn wenn ich es für ansatzweise wahr halte, dann gibt es doch kein faszinierenderes Thema, oder? Und wie schafft man es, mit dieser ständigen Unsicherheit über die absolute Wahrheit klarzukommen? Ich würde ständig grübeln und mich in Literatur verkrümeln - was ich jetzt auch tue, schließlich bin auch ich ein Kind des skeptischen Zeitalters - nur um endlich mal klarzuhaben, was ich denn jetzt für richtig halte.

Nach meiner Erfahrung ist es so toll, an Jesus zu glauben, eben mit all dem pipapo mit Kirche und Sakramente und so, daß man diese Gewißheit allen wünscht! Nie mehr ist man wirklich einsam, die Welt-Anschauung ändert sich fundamental - und zwar ins wunderschön Positive - das ganze Leben, das eigene wie das der anderen, bekommt eine unbeschreibliche Wichtigkeit.

Des Evangeliums Freude, eben “Evangelii Gaudium”.


Evangelii Gaudium

Veröffentlicht am Tuesday, 17. December 2013, 23:50

Vielleicht bin ich etwas langsam (es gibt ja auch Wichtigeres zu tun), aber ich bin jetzt erst mit dem letzten Apostolischen Schreiben von Papst Franziskus fertig geworden.

Und es ist schon erstaunlich, oder vielleicht auch wiederum gar nicht - was bei mir hängen blieb, sind einige Passagen, die ich noch nirgendwo sonst debattiert gefunden habe.

Da wäre erstens der kleine Abriß einer kleinen Theologie der Stadt (Absätze 71-75). Das Christentum war anfangs eine Religion in der Stadt, kaum auf dem Land, und genauso ist auch die erneute Bewegung zu sehen (auch wenn auf dem Land die kulturellen Wegmarken oft noch stark vom Kulturbringer Kirche, mehr als von der Glaubensgemeinschaft Kirche, geprägt sind). Die Zukunft des Christentums liegt in der Stadt, in einem multikulturellen, multireligiösen und natürlich auch multinationalen Umfeld.

Dann hat mich ein größerer Abschnitt tief beeindruckt, in Kapitel 4 der ganze Abschnitt IIII, mithin die Absätze 217-237. Hier entwirft der Papst ein beeindruckende und konsistente Werteordnung aller Bemühungen um die Evangelisierung. Diese Ordnung tröstet und bestärkt, ordnet vieles, erfüllt von Hoffnung, richtig ein.

Dagegen sind die Aussagen, die bspw. das konkrete Papstamt, die soziale Gerechtigkeit oder Umgang mit Scheitern und Schuld, an mir ziemlich abgeperlt. Nicht daß sie nicht manchmal wunderschön voller Herz und Mitgefühl und manchmal auch Selbstironie formuliert wären, aber sie sind nichts Neues vom päpstlichen Lehramt, bloß alter Wein in vielleicht neu erscheinendem Schlauch. Natürlich stimme ich dem allem vorbehaltlos zu und halte es für gut, daß Papst Franziskus es erneut und deutlich in Erinnerung ruft, wie die Kirche das wirtschaftliche Handeln richtig bewertet, doch wie gesagt, was Neues ist das nicht (manch einer hat es vielleicht vorher nicht wahrhaben wollen).

Das was ich dagegen oben genannt habe, hatte ich so noch nicht gelesen (was nicht heißt, daß es nicht schon viele Ansätze bspw. einer Theologie der Stadt gäbe).

Aus jeder Zeile trieft aber die Freude am Evangelium, und das ist die größte Anfrage an einen jeden von uns. Kann man sie, falls überhaupt vorhanden, uns anmerken, ansehen, anhören?


Vielleicht sagst Du bis hierher “Na und?”

Veröffentlicht am Saturday, 14. December 2013, 23:54

Aber Weihnachten ist der Geburtstag des Gottes mit Migrationshintergrund.



Wieder da

Veröffentlicht am Saturday, 07. December 2013, 00:43

Die unendlich große Zahl an täglich mehrfach hier vorbeischauenden Internetsurfern wird festgestellt haben, daß diese Seite ein paar Tage nicht so richtig da war.

Ein Domainumzug hat nur schrittweise funktioniert (bzw. ich hatte zu wenig Zeit, den Inhalt direkt mit umzuziehen, der Domainname war schnell beim neuen Anbieter).

Jetzt jeht et wieder, wie der Rheinländer so sacht.

(Es wird auch noch alles wieder eingedeutscht irgendwann, keine Sorge)