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Auch dann

Verteidiger des Rechts auf Abtreibung unter allen Umständen stehen ja vor einem Dilemma: da sie das ungeborene Leben nicht als das von Menschen ansehen (darauf gehe jetzt ich nicht näher ein), aber gleichzeitig fast immer gesellschaftliche Überzeugungen haben, die jede Art von Unterscheidung schon als Bewertungen empfinden (allgemein Diskriminierung genannt, was eigentlich nur Unterscheidung heißt, naja, egal), stört es sie zunehmend, wenn Abtreibungen selektiv vorgenommen werden.

Bei potentiell behinderten Kindern stört es sie nicht zu sehr, weil sie sich mit ihnen (warum auch immer) nicht solidarisieren. Wenn es allerdings um eine Abtreibung geht, bloß weil das ungeborene Kind ein Mädchen ist (und so etwas kommt häufig vor), dann ist die Aufregung recht groß. Eigentlich unlogisch, denn entweder ist es ein Mensch mit entsprechender Würde oder eben nicht. Wenn nicht, warum dann aufregen?

Es gibt mögliche Hinweise auf eine genetische Variante, die zur Homosexualität möglicherweise disponiert (also diese sexuelle Orientierung wahrscheinlicher macht). Der Weg zu einem Gentest ist da nicht mehr weit.

Lebensschützer sollten im Gespräch mit Abtreibungsbefürwortern immer genau darauf hinweisen, und zwar freundlich und empathisch: das Recht auf Leben haben alle. Wir werden immer für alle eintreten. Für alle, denn Menschen sind heilig.

Und wir sollten den Abtreibungsbefürwortern auch sagen, daß sie es konsequenterweise befürworten (weil sie dem Wunsch der Mutter alles unterordnen), wenn ungeborene Homosexuelle abgetrieben werden. Die Reaktion wird vielleicht überraschen.





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