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Mindestlohn aus katholischer Sicht

In die Reihe der “Sozialromantiker” und “sozialistischen Tagträumer” wurde nicht nur ich einst von einem Kommentator gestellt, da ich für einen gesetzlichen Mindestlohn bin, sondern ich finde da - erstaunen kann’s nur den, der die ganze katholische Lehre nicht kennt - auch alle Päpste seit Leo XIII.

Die Kirche lehrt seit über 100 Jahren, daß der Lohn eines(!) Erwachsenen, zumeist des Vaters, ausreichen muß, um einen angemessenen Lebensstandard für die gesamte Familie zu sichern. Dabei wird dieses “angemessen” zwar nicht genauer definiert, es wird aber von einer normalen Arbeitszeit/Woche ausgegangen einschließlich ausreichender Ruhezeiten.

Die Lehre der Kirche dazu habe ich hier schon mal angerissen, umfänglicher findet sich dort etwas (überhaupt eine gute Seite für die Katholische Soziallehre, natürlich schon lange in der Linkliste).

Ich weiß, es scheint wenige Katholiken zu geben - zumindest weniger lautstarke - die sowohl für ein Durchsetzen der Soziallehre in der Politik einstehen und nicht minder zum Rest der Lehre stehen. Ich habe nie verstanden, warum das so ist.

Jetzt gibt es ja seit einigen Monaten ein dezidiert katholischen Arbeitskreis in der Partei, die sich auf ein christliches Menschenbild beruft, das sie sicherheitshalber nicht genauer beschreibt. Auf deren Seite fand ich nichts zu dem aus katholischer Sicht skandalösen Umstand der vielen “Aufstocker”.
Auch im Archiv des Kongresses, der von sich behauptet, sich voll am Katechismus der Kirche zu orientieren, fand ich nichts zu diesem Thema, das Millionen bei uns angeht und wohl näher ist als manche innerkirchliche Debatte.

Vielleicht findet da jemand etwas oder weiß mehr, als die Seiten kund tun.

Oder bedeutet Katholischsein hierzulande und heutzutage auf allen Seiten selektive Wahrnehmung?





5 Kommentare zu “ Mindestlohn aus katholischer Sicht”

  1. Ulrich meint:


    Die Webseite von Ulrich

    Sehr gute Frage,
    es stimmt, dass jede Familie von einem Gehalt leben können sollte, aber das muss ja nicht unbedingt über einen Mindestlohn geschehen, Flächentarifverträge können auch eine gute Lösung hierfür sein, finde ich.

    Ulrich

  2. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    Flächentarifverträge sind sogar eine sehr gute Lösung - und deswegen gibt es in den Staaten, die eine sehr hohe gewerkschaftliche Bindung haben, auch keinen Mindestlohn.

    Diese bröckelt aber hierzulande enorm ab und ist in den Dienstleistungsberufen quasi gar nicht vorhanden. Die Dienstleistungsgewerkschaft “VerDi” ist nur in den Unternehmen stark vertreten, die ehemals öffentlicher Dienst waren.

    Hungerlöhne werden da nicht bezahlt, dagegen in den Kleinbetrieben der Diensteleister sehr wohl.

    Und da ist VerDi kaum vor Ort.

  3. Ulrich meint:


    Die Webseite von Ulrich

    Ja, das ist wirklich nicht gut.
    Zwar haben Mindestlöhne auch die bekannten Nachteile, aber so gesehen sollte man sie vielleicht wirklich einführen - für einzelne Branchen auch einzeln.
    Das Problem ist nur, dass die Union (und mit ihr der AEK) wohl eher nicht das ansprechen kann, muss sie sich ja als Feindbild (was ich auch richtig finde) die Linkspartei bewahren.

  4. Ralf meint:


    Die Webseite von Ralf

    Wenn Leute trotz voller Arbeitszeit noch zusätzlich Transferleistungen des Staates beziehen müssen - also trotz Arbeit arm - dann interessieren mich Feindbilder herzlich wenig.
    Feindbilder sind auch reichlich unkatholisch, da man diese ja bekanntlich lieben soll.

  5. Ulrich meint:


    Die Webseite von Ulrich

    Ja, das stimmt auch …


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