Archiv für May, 2026



Spiegel

Veröffentlicht am Friday, 29. May 2026, 22:29

Es gibt Episoden im Leben, das scheitert man selbst an den einfachsten Ansprüchen, die man sich selbst stellt.

Einerseits ist das sehr ernüchternd und ja, auch demütigend.

Andererseits verhindert das zuverlässig Selbstüberhöhung.

Ohne diese Erfahrungen wäre es mir lieber gewesen. Doch vielleicht mußte es so sein.


Geist und Gnade

Veröffentlicht am Monday, 25. May 2026, 19:41

Was unterscheidet den Hl. Geist von der Gnade?

Ist nicht jede Art von Gnade die Manifestation, die “Spur”, die der Hl. Geist im Leben hinterläßt und eingibt?


Sprachlosigkeit in der Kirche

Veröffentlicht am Friday, 22. May 2026, 21:57

Es ist ganz kurz vor Pfingsten, und das Ur-Ereignis für die Christen war eine plötzliche Fähigkeit, in den Sprachen vieler Völker reden zu können, von den Extremen des Reiches bis ins Zentrum, alle eingeschlossen.

Das ist das größte Kontrastprogramm zur heutigen “Sprachlosigkeit” in der Kirche, wenn es um Glaubensthemen geht, das man sich vorstellen kann.

Dabei hilft es enorm, sich exakt das Ganze als Sprache vorzustellen.

Die Sprache der Kirche ist sehr alt. Sie hat in verschiedenen Regonen verschiedene “Frömmigkeits-Dialekte” entwickelt, lokale Traditionen.

Und über eine ganz lange Zeit haben besonders die apostolischen Kirchen in ihren angestammten Regionen keine Sprachkurse gegeben, manche tun das bis heute nicht aus verschiedenen Gründen (u.a. weil dort diese Sprachkurse evtl. verboten sind). Entweder man war Muttersprachler oder vieles blieb dauerhaft verschlossen. Grammatikbücher gab es nicht, Lehrbücher auch nicht, es war eine quasi orale Tradition der Weitergabe der Sprache. Es gab zwar Bücher, doch die wurden nur unter Muttersprachlern gelesen.

Und wenn jemand diese Sprache lernen wollte, begeistert [sic!] bei der Sache war, dann wurde vor ihm gewarnt. Manchmal bis heute. Entweder weil man seine eigene Sprache nicht mag, aber die es nun einmal ist (Unverständnis ggü. anderen), seinen Dialekt für das einzig Wahre empfindet (wer die Hochsprache lernen will, macht was falsch!) oder prinzipiell alle Sprachen für gleichwertig erachtet (warum also eine andere lernen?).

Jetzt gibt es aber immer weniger Muttersprachler und die wissen dann oft nicht, wie ihre Sprache vermitteln können, wenn sie es denn wollen. Über Grammatik denken Muttersprachler wenig nach. Das Vokabular hat man früh aufgesaugt, womit soll man da anfangen? Sprachlehrer gibt es auch viel zu wenige…

Wer bildet sie aus, so daß die Interessenten sie verstehen?

Als Autodidakt kann ich nur sagen: einfach war das nicht…


Das Wichtigste

Veröffentlicht am Sunday, 17. May 2026, 19:25

Dies Domini.

Johannes Hartl, sicher einigen Lesern bekannt, zitiert in diesem Artikel den amerik. Autor Stephen Covey:

The main thing is to keep the main thing the main thing. Zu Deutsch: das Wichtigste ist, dafür zu sorgen, dass das Wichtigste auch das Wichtigste bleibt.

U.a. deswegen bitte ich mein seltenes Schreiben hier zu entschuldigen.

Doch dieser Satz bietet für alle etwas. Und zwar so richtig viel…