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Archiv für October, 2005



Umwege

Veröffentlicht am Sunday, 30. October 2005, 22:07

Dies domini.

Manchmal klickt man sich ja so durchs Netz, und so findet man plötzlich einen katholischen Blog, den man gar nicht kannte. Und der dann auch noch die kristallklare Analyse eines äthiopischen Priesters zitiert:

“Ihr im Westen, ihr seid ängstlich. Ihr wagt nicht mehr, einfach zu glauben. Ihr bescheidet euch mit einer Haltung zum Leben.”


Sklaven in Weiß

Veröffentlicht am Sunday, 30. October 2005, 19:42

Dies Domini.

Der Titel ist die Überschrift, die das sehr lesenswerte Dossier der ZEIT ziert. Klinikalltag 2005.


Erinnerung

Veröffentlicht am Friday, 28. October 2005, 19:49

Da ja jetzt allerorten die Weihe der wiederaufgebauten Dresdner Frauenkirche gefeiert wird (auch in der dtsprachigen Blogozese), möchte ich angeregt durch eine gehörte Radiosendung, mal einen anderen Aspekt einbringen:

Welche Bedeutung kann es haben, ich meine die theologische Bedeutung, wenn ein Gebäude nicht nur zerstört, sondern auch nicht wiederaufgebaut wird?
Kann es sein, daß es eine der größten “Leistungen” des jüdischen Volkes ist, den Tempel nicht wieder zu errichten? Daß dies so bleiben soll, scheint mir ja auch, von Extremen natürlich abgesehen, jüdischer Mainstream zu sein.

Wenn das Volk des Alten Bundes den Tempel nicht errichtet (nicht nur wegen des Felsendomes), dann nimmt es vielleicht den Psalmvers “Bau die Mauern Jerusalems wieder auf!” wahrscheinlich viel wörtlicher als die Rekonstrukeursaktivisten bei Kirchens (welcher auch immer), oder?

(Nur mal als Anregung)


Konsumzuwachs

Veröffentlicht am Friday, 28. October 2005, 13:45

Kürzlich erworben:

Bei C-Shirts (link in der Liste).


Zuwachs

Veröffentlicht am Friday, 28. October 2005, 13:42

Es gibt seit geraumer Zeit neue katholische und andere christliche blogs (siehe linksliste): Inkarnierte Inkoordination, St. Dyphnas Gedankenwelt und Trinity.

Lesen!


Heilig? Ich?

Veröffentlicht am Wednesday, 26. October 2005, 20:20

Letzten Samstag war ich auf einer Geburtstagsparty, bei der ich mit einer überzeugten Protestantin ein Glaubensgespräch führte (nein, ich habe nicht angefangen :-) ). Sie hat übrigens in ihrem Lebenspartner keinen Gesprächspartner bei der Sache, der ist kulturell-katholisch, also einer der “Boah, bitte nicht darüber reden!”
(Das zeigt mal wieder, daß Glaube doch das Intimste für uns Westeuropäer ist. Man teilt fast alles, aber eben nur fast. Viele machen alles zusammen außer beten, Glauben ist dann doch zu heikel um anderen ausgesetzt und somit bedroht zu werden).
Also, glücklicherweise haben wir den soziologisch-ethischen Aspekt des friedlichen Miteinanderlebens bei einer Religion generell abgehakt. Viele Teilzeit-Diskussionspartner sprangen damit zwar ein und reduzierten Religion rein funktionell auf diesen Aspekt, aber uns ging es dann doch um die Wahrheitsfrage. Da allerdings (Vorurteil, Vorurteil) zeigte sich, daß die Protestantin den letzten Grund für Einzelfragen des Glaubens doch bei sich selbst suchte - mir fällt es da für mich verständlicherweise schwer, die Erkenntnisse meiner Hirnmasse über die von 2000 Jahren Kirche zu setzen, gerade weil ich mich ja nur aus meiner Sicht sehe.
Ich war ja schon beruhigt, daß sie die Göttlichkeit Jesu glaubte (ich bin da durchaus anderes gewohnt).

Eine andere stand zuerst zur “aktiv zuhörend” dabei (muß ich extra erwähnen, daß das ganze natürlich in der Küche stattfand?) und stieg erst später ein. Sie beschwerte sich sehr über die Kirche, vermischte mal katholische und evangelische, der Unterschied war ihr eh nicht so ganz klar.

Nach dem sie sich dann über den Prunk der Papstkleidung und mancher Kirchen ausließ und ich ihr dann mitteilte, daß es durchaus Menschen gibt, die aufgrund einer ästhetischen Erfahrung ein Tor zum Glauben finden, hat sie zumindest aus dem “man” ein “ich” gemacht.

Vorbei war es aber dann doch, als ich sie aufforderte: “Okay, die Kirche ist Deiner Meinung nach schlecht. Dann mach Du sie besser, heilige Dich und dadurch die Kirche ein wenig mehr! Sei Vorbild, sei Beispiel.”

Die Frau war sprachlos. Irgendwie haben sonst die Katholen den Papst immer verteidigt und ich weise sie einfach darauf hin, daß es doch um sie selbst ginge.

“Wie, ich?”


Christlich denken

Veröffentlicht am Tuesday, 25. October 2005, 21:18

Gut. Klingt richtig gut. Werde ich eine Anmeldung ernsthaft überlegen (und ein paar Rechtschreibfehler geh�ren verbessert):

“Ein echter virtueller Treffpunkt für alle diejenigen - Katholiken und Nichtkatholiken -, die glauben, daß die vollständige und unteilbare Freiheit des Menschen im Licht der ursprünglichen Wahrheiten und Bedürfnisse des menschlichen Herzens zu verteidigen und zu fördern ist.”

Pensare Cristiano


Zum Spaß

Veröffentlicht am Monday, 24. October 2005, 12:27

Ich habe gestern, in einer kurzen Pause während des Bereitschaftsdienstes, mal spaßeshalber meinen Nettostundenlohn ausgerechnet, für den Monat September 2005.

236 geleistete Arbeitsstunden (bei zugrundegelegten 21 Arbeitstagen inklusive “Dienste”)

ergibt

satte

unermeßliche

vollkommen übertriebene

geradezu maßlose

Euronen,

nämlich

11,50 pro Stunde. Super, ne?


Schon längst bei uns

Veröffentlicht am Thursday, 20. October 2005, 16:42

Wer es sich leisten kann, sich einen 8:13 Minuten langen Beitrag als Video runterzuladen (.ram), dem sei dieser hier dringendst empfohlen. Er spricht für sich selbst. Erst dann bitte weiterlesen.

Sogar das wahrscheinlich ebenso wichtige Portal des Islam islam.de benutzt hier irreführende Wörter. Es gibt keinen “Streit”, da ist auch nichts wirklich “mißverständlich”.


Gott hat zu

Veröffentlicht am Thursday, 20. October 2005, 14:16

Da wollte ich gestern abend kurz vor dem Verkriechen im Bereitschaftsdienstzimmer (wo ich dann doch nur zu ca. 3h Schlaf kam) doch endlich mal in der Krankenhauskapelle vor Ihm ein wenig ausruhen und evtl. die Komplet beten, da ist die Kapelle zu. Selbst der Generalschlüssel paßt nicht. Na sowas, katholisches Krankenhaus. Das werde ich jetzt mal angehen, denn so etwas geht nicht an. Ich kenne aber die Ordensschwestern ganz gut, insofern wird das schon klappen.
Doch überrascht hat es mich.


Gerne Sünder

Veröffentlicht am Thursday, 20. October 2005, 14:11

Jemanden als Sünder oder einen Akt rundheraus als Sünde zu bezeichnen, wird im allgemeinen als schlimmer Affront aufgefaßt. Schließlich habe ja auch Jesus selbst die Ehebrecherin nicht verurteilt - dennoch hat auch Er gesagt: “nun gehe und sündige nicht mehr”. Kann es also sein, daß Sündersein gar nicht so schlimm ist?

Genauso ist es! Seit Jesu Tod und Auferstehung ist die Sünde nichts mehr, vor dem wir Angst haben sollten, vor der Bezeichnung erst Recht nicht. Ein “na dann willkommen im Club” kann jeder dem zurufen, der gerade die Sünde ausgemacht hat.

Für die Sünder wurde der Herr Mensch, für die Sünder lebte er ein Leben in Unsicherheit, für sie wurde er gefangengenommen, gegeißelt und gekreuzigt, hing für sie nackt am Kreuz.

Und hey, da will ich doch dabeisein! :-)

Ja, ich bin ein Sünder, ein sehr großer sogar, und bedaure und bereue sie natürlich deswegen, weil sie mich von dem Menschen entfernen, den sich Gott bei meiner Erschaffung so gedacht hat. Ich kann viel mehr Mensch sein als ich denke. Aber Angst habe ich nicht, wenn mich Sünder einen Sünder nennen oder wenn die Kirche einen Akt, den ich vielleicht in meinem Sündergewissen für nicht ganz so schlimm oder ganz okay halte, ganz klar als Sünde kennzeichnet.

Dann muß ich unweigerlich denken: Was, auch dafür ist Jesus gestorben? Auch diese “Kleinigkeit” hat er bereinigt? So weit geht seine Liebe für mich?

Für die Nicht-Sünder ist Jesus nicht gestorben, sie hat er nicht erlöst. Sie wähnen sich schon gereinigt und sauber. Wer aber nicht bekennt, kann Erlösung durch Christus nicht zulassen.

Grüße an Euch, Ihr Sünder!


Ein treuer Sohn des Heiligen Franz

Veröffentlicht am Wednesday, 12. October 2005, 10:05

Das Vorgehen ist unter Katholiken heiß umstritten: Hungerstreik.

Ich bin der Meinung, dieses Vorgehen ist volkommen akzeptabel, sobald erstens alles anderen friedlichen Maßnahmen versucht worden sind und wenn zweitens keine eigenen Vorteile durch das Ziel des Hungerstreikes erreicht werden sollen.

Und genau deswegen unterstütze ich den Bischof Luís Flávio Cappio OFM, der als Sprachrohr der armen wehrlosen Landbevölkerung seiner Diözese und Mutter Erde in einen Hungerstreik getreten war, diesen aber mittlerweile unterbrochen hat (nicht abschließend beendet, wie oft berichtet) - siehe Hintergrundinformationen der MZF. Ein wahrer Sohn des Hl. Franz und wahrer Hirte seines ihm anvertrauten Volkes Gottes. Unterstützt wird er, wie es sich gehört, auch vom gesamten Orden (auf englisch).


Los ging’s

Veröffentlicht am Tuesday, 11. October 2005, 09:00

Heute vor 43 Jahren wurde das Zweite Vatikanische Konzil einberufen.

Nein, es hat die Kirche nicht grundlegend verändert, höchstens ihr Äußeres - aber ändert sich ein Mensch grundlegend, wenn er sich mal komplett neu stylet? Wir sollten doch tiefer schauen können.

Sehr traditionelle wie sehr liberale Katholiken haben einen Fehler grundlegend gemein: sie meinen, die Kirche vor dem letzten Konzil sei eine andere gewesen als danach. Duc in altum! sozusagen, aber diesmal in bezug auf die Kirche - sie ist dieselbe.

Schöne Gedanken dazu findet man bei dem heutigen Podcast von Mark Shea (hier entlang).


Haus des Todes

Veröffentlicht am Sunday, 09. October 2005, 15:40

Dies Domini.

In London stand ich das erste Mal vor einer Abtreibungsklinik (eigentlich hätte ich da schon viel früher hingehört…).
Sie sah nicht aus wie eine solche, eher wie ein normales Wohnhaus. Makabrerweise werden dort auch Beratungsgespräche angeboten, sozusagen das ganze Programm…

Mit zwei Brüdern und einer guten Bekannten und freiwilligen Mitarbeiterin des Konventes stand ich vor dem Haus und betete den Rosenkranz (wird mir im übrigen immer wichtiger). Reichlich unspektakulär. Als wir ankamen, stand bereits die junge L. dort seit einigen Stunden und sprach höflich die Frauen und jungen Mädchen an, die in das Gebäude gingen, bot ihnen schriftliches und mündliches Informationsmaterial und erzählte von möglichen Hilfen. Bruder M. unterstützte sie. Egal wie die Reaktion war, allen wurde der Segen Gottes erbeten.

Zu aufdringlich? Vielleicht für unsere Gefühlswelt, aber wenn auch nur ein Kind das Licht der Welt erblicken darf, dann ist es die ganze Mühe und Ablehnung wert.

Bitte betet für die junge Alicia aus London, die von ihrer Umwelt dazu gedrängt wird, ihr in der 5 . Woche gerade heranwachsendes Kind zu töten!! Sie weiß nicht ein noch aus!

Eines ist unglaublich wichtig und damit steht und fällt alles: niemals verurteilen, immer die eigene Sündhaftigkeit sehen, niemals abschätzig reagieren, niemals verbal zurückschlagen. Und so wird der Rosenkranz vor den Tötungskliniken dieser Welt nicht nur für die schwangeren Frauen, die ungeborenen Kinder und die Mitarbeiter dieser Häuser gebetet, sondern auch für die Beter selbst, daß jeder Anflug von Selbstgerechtigkeit vom Herrn im Keim erstickt werden m�ge.

Bruder M. (im übrigen ein ganz cooler Typ) sah am Samstag morgen echt besch… aus. Ich dachte zuerst er sei krank, aber er sagte mir, er will sich jeden Samstag vor dem Gang zur Klinik drücken, er fühlt sich davor immer miserabel. Und doch weiß er vor der Klinik stehend, daß er da sein muß.

In der Kirche in Deutschland muß sich ein größerer Schrei gegen das Töten von mindestens 130.000 Kindern jährlich artikulieren - aber ein Schrei für die Kinder, nicht gegen die Frauen. Wir sind nicht besser als sie.

Wird eigentlich das Fest der Unschuldigen Kinder am 28. Dezember überall gefeiert, und wird es offiziell den bedrohten Ungeborenen gewidmet?

Eine gute Anleitung für Fürbitten während der Hl. Messe, Rosenkranzbetrachtungen und ein Gebet für das Leben (natürlich kan man es auch auch entsprechend umformulieren, wenn es um den Kampf für die Abschaffung der Todesstrafe geht), findet sich u.a. hier (pdf-Dokument).


Back

Veröffentlicht am Sunday, 09. October 2005, 14:18

Dies Domini.

So, nach einigen Tagen gestern abend sehr spät aus London zurückgekehrt, mal wieder in “geistlicher Mission” (oder so). Die Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden (ich war hier). Viel verpaßt habe ich ja anscheinend nicht wirklich.


Der größte Heilige für mich

Veröffentlicht am Tuesday, 04. October 2005, 11:21

Heute ist der Festtag des Franz von Assisi. Was soll ich noch über ihn schreiben, er ist einfach der größte Heilige für mich, gerade weil er sich so klein machte. Er erschloß mir das Evangelium, er zeigte, daß man es tatsächlich wortwörtlich leben kann, er sprühte vor Freude über das Leben, die Erlösung und die Schöpfung und weinte über das Leiden des Herrn. Sehr streng war er gegen sich und streng gegen die, die sein Leben nachahmen wollte. Allen anderen erwies er sich demütig und untergeben, seien sie auch noch so voller Sünden und hatten sie auch noch so hohe Positionen in der Kirche.
Er hatte keine großen pastoralen, caritativen oder missionarischen Pläne, nein, die größte Freude sei es, von den eigenen Brüdern abgewiesen zu werden. Er wollte einfach nur das leben, was der Herr ihm gezeigt hatte. In den Tag hinein, auf den fürsorgenden Himmlischen Vater vertrauend, wie die Vögel am Himmel und Lilien auf dem Felde.

Franziskus, bitte den Herrn für alle, die deinen Namen tragen, die sich auf dich berufen: bitte den Herrn, er möge das Herz aller weiten, daß sie für die Gnade, die Freude und das kindliche Vertrauen so empfänglich werden wie du es einst warst. Bitte den Herrn, er möge ihnen den Frieden schenken, den du so sehr spürtest, und daß sie selbst diesen Frieden weitergeben.

Diesen Frieden und alles Gute, dieses Pax et bonum.


Transitus

Veröffentlicht am Monday, 03. October 2005, 20:35

Heute abend, in der Nacht zum 04.10. vor 779 Jahren, starb Franz von Assisi.