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Archiv für June, 2007



Freude und Dank

Veröffentlicht am Thursday, 28. June 2007, 21:22

Da ich morgen allen Peters und Pauls einen schönen Namenstag wünschen darf (was ich hiermit einfach schonmal vorziehe, nach der ersten Vesper erlaube ich mir das), will ich aber vor allem auch noch mal eines tun:

meiner nicht immer stillen Freude Ausdruck geben, daß ich mit all meinen Schwächen Glied der Kirche Jesu Christi sein darf, versammelt um den Nachfolger Petri, (mehr oder weniger) fest im Glauben der Apostel, über den Planeten verstreut und doch ein Leib.

Danke, Herr.


Zugang

Veröffentlicht am Monday, 25. June 2007, 20:40

Der fehlt mir absolut zu meinem Namenspatron, weshalb ich auch prompt meinen Namenstag vergessen habe, den ich eh noch nie gefeiert habe.

Ach ja, das ist wirklich alles, was sich im Netz so finden läßt:

Radulf, Sohn des Grafen Rudolf von Cahors, wurde 840/41 Erzbischof von Bourges. Er förderte das Klosterwesen, nahm an mehreren Synoden teil und verfasste eine Pastoralanweisung für seine Geistlichkeit. Radulf starb am 21. Juni 866 und wurde in der Kirche St.-Ursin beigesetzt.
Radulf wird dargestellt in bischöflichem Ornat.
Für “Radulf” sind auch folgende Namen gebräuchlich: Ralf, Raoul, Redlef

Quelle


Gott im Alltag verstehen lernen

Veröffentlicht am Wednesday, 06. June 2007, 00:17

Ich habe derzeit einen Patienten, der immer wieder in unsere Notaufnahme kommt, und zwar, weil er konsequent jeden ärztlichen Rat in den Wind schlägt und sich durch fortgesetzt selbstschädigendes Verhalten irgendwann - und ich befürchte recht bald - umbringen wird.
Das ganze verläuft nicht selten (wie auch heute) hochdramatisch und beschäftigt dann zu allen Tag- und Nachtzeiten jede Menge Menschen, die sich prinzipiell nicht so gern als Fallschirm der selbstmörderischen Klippenspringer sehen (was medizinisches Personal zu einem Großteil in westlichen Ländern ist - wir werden faktisch sehr oft dafür bezahlt, die Fehler der Menschen auszubügeln*), sondern eigentlich eher etwas tun möchten, was langfristig Sinn macht.

Sei’s drum, ich habe bei der letzten stationären Aufnahme vor wenigen Tagen in der Notaufnahme den Patienten noch gefragt, warum wir ihn überhaupt behandeln sollen - er scheint ja (und dies eindeutig ganz bewußt!) sein Verhalten nicht ändern zu wollen. Viel Reaktion kam da nicht…

In solchen Momenten verstehe ich vielleicht am ehesten, was Güte und Weitherzigkeit, was “Huld und Treue” Gottes bedeutet. Denn auch ich werde mal vor den Richterstuhl des Herrn treten, dem Herrn, meinem Arzt, und auch er hätte jedes Recht mich zu fragen, warum er mir denn noch helfen solle, ich habe ja bisher auch keine großartigen Anzeichen der Umkehr in meinem Leben gezeigt…

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. (Mt 6,14)

Damit sind anscheinend alle gemeint, nicht nur die Verfehlungen gegen uns. Auch die Verfehlungen, unter denen wir und andere leiden, ohne daß sie konkret gegen jemanden gerichtet worden sind.

Solche Lehrstunden sind nicht schön, aber notwendig.

*am besten noch, ohne Fehler auch als solche zu benennen


Ehrlich währt am längsten

Veröffentlicht am Saturday, 02. June 2007, 06:59

Zu einem ehrlichen und wahrhaftigen interreligiösen Dialog gehört es auch und nicht zuletzt, mit allem Respekt vor der Meinung des anderen die Unterschiede ungeschminkt zu benennen. Daß so etwas beiderseits ohne Verletzungen passieren kann, zeigt dieses Beispiel (auf Englisch). Ich habe das Jesus-Buch des Papstes weder gelesen noch gekauft, aber so stelle ich mir akademischen Dialog vor - schön wäre auch nichtakademischer mit dieser Prämisse: wir sehen manches fundamental anders, aber respektieren uns für das, was und wie wir sind.