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Archiv für November, 2010



Am ersten Advent

Veröffentlicht am Sunday, 28. November 2010, 12:16

Vier Wochen vor der Niederkunft Mariens.

Sie hat schon eine richtige Kugel, schläft schlecht (das Umdrehen im Bett fällt schwer), muß ständig für kleine Mädchen zur Toilette- wie auch immer damals eine Toilette ausgesehen haben mag - , denn das Kind drückt auf die Blase.

Maria bekommt ein Kind, ihren Erstgeborenen.

Ob sie wußte, was das für die Welt bedeutete?

Wenn Ihnen irgendetwas an der Weihnachtsbotschaft liegt, es steckt hier drin.

Sagte gestern im Radio ein Moderator nicht von Radio Horeb oder vom Domradio, sondern von WDR2, und brachte dann sein Lieblingsadventslied, welches ich vorher gar nicht kannte:



Gescheitert?

Veröffentlicht am Friday, 26. November 2010, 16:54

“Scheitert die katholische Community?” fragt kath.de auf ihrer heutigen Titelseite.

Ich wußte gar nicht, daß die Blogger, von denen sich ja schon zahlreiche mal getroffen haben, gescheitert seien.

Aber nein, die sind gar nicht gemeint.

Die Frage bezieht sich auf etwas, was von kirchlichen Amtsträgern angedacht, mit viel Kirchensteuergeldern schon angezahlt und konzipiert worden ist (danke für den Hinweis, Cicero), wo “Experten” federführend gewesen seien - und was nun erst einmal auf Eis gelegt wurde.

So etwas wie eine katholische Community braucht aber gar kein bischöflichen Anstoß und keinen Cent aus dem Kirchensteuersäckel (siehe oben) - wie man an den Blogs sieht. Einfach loslegen (ist einfach) und dabeibleiben (weitaus schwieriger).


Einladung - jetzt aber richtig

Veröffentlicht am Wednesday, 24. November 2010, 12:58

Nachdem die erste Einladung leider hier verschoben werden mußte, dort aber auch der Dezember-Termin bereits angekündigt wurde, gibt es jetzt die hoffentlich letzte höchstoffizielle daselbst:

Ich bitte um Handmeldung per Email (Adresse findet sich im Impressum) bis zum 04.12.2010, wenn jemand zu meiner Noviziatsaufnahme in den Weltlichen Franziskanerorden erscheinen will. Aus organisatorischen Gründen wäre eine Vorankündigung des Kommens sehr nett.

Das ganze findet statt am 18.12.2010, ab 15 Uhr (oder 15.30 Uhr, das weiß ich noch nicht genau), im Franziskanerkloster in Düsseldorf. Mit anschließendem gemütlichen Beisammensein.


Bedenkenswert

Veröffentlicht am Wednesday, 24. November 2010, 10:15

Es kommt ja immer wieder mal vor, daß Menschen Briefe an den Heiligen Vater schreiben, manche auch offen - und weltweit kommen da wahrscheinlich einige zusammen bei sehr unterschiedlicher Motivation.

Gerade eben habe ich einen entdeckt, dessen Inhalt ich für sehr beachtenswert halte. 2009 veröffentlichte die Dt. Bischofskonferenz ein sehr lesenswertes Schreiben über den Umgang mit Taufbewerbern muslimischen Hintergrundes (hier als pdf-Datei). Dabei wurde auch schon erwähnt, daß es in diesem Zusammenhang für einen Konvertiten zu großen sozialen Problemen kommen kann.

Weitaus größer können aber die Probleme sein, wenn ein (ex-)Muslim oder eine (ex-)Muslima sich in einem muslimischen Land auf den Weg macht, die Taufe zu erbeten. Das führt dann ggf. nicht nur zu Geefahren für die Konvertiten selbst (und ggf. deren Familie), sondern auch für die existierende christliche Minderheit. Es stellt sich also die Frage, ob ein Bischof aus Angst um die bestehende Herde einen Zuwachs derselben zulassen soll.

Aus unserer Sicht ist die Antwort einfach, zumal mit der Sicht auf die frühe Christenheit.

Wir leben aber nicht dort.

Die Zurückhaltung der Ortsbischöfe bei diesem Punkt ist verständlich, auch wenn ich sie für falsch halte.

Daß das auch anders geht, stellt mit seinem offenen Brief an den Heiligen Vater jemand vor, der seit Jahren als Familienvater und Missionar im arabisch-muslimischen Raum lebt und arbeitet.

Seine Gedanken und Vorschläge sind bedenkenswert.


Martyrium

Veröffentlicht am Monday, 22. November 2010, 10:26

Zu den Lebzeiten des Hl. Franz war das Martyrium im klassischen Sinn als Opferung des Lebens für den Glauben im katholischen Volk etwas, was viele ersehnten, womöglich auch Franziskus selbst.
Der Hl. Antonius von Padua (für die Portugiesen: von Lissabon) trat in den Orden der Minderbrüder über, nachdem er die Leichname der erste Franziskanermärtyrer, die aus Marokko kamen, gesehen hatte (er war zuvor Ordensbruder von Alipius).
Auch von der Hl. Clara von Assisi wird berichtet, daß sie das Martyrium dieser ersten Brüder bewunderte.

Daß diese Brüder zum Martyrium gelangten, indem sie im Streit mit den Muslimen vor Ort Muhammad beleidigten, erschien damals keinen wirklich zu stören. Was Franziskus dazu gesagt hat, läßt sich dagegen nur erahnen. Eine direkte Stellungnahme von ihm gibt es nicht dazu. Was es dagegen gibt, ist seine Anweisung, wie man sich bei Muslimen zu verhalten habe, eine Anweisung, die ich schon oft zitiert habe:

5 Die Brüder aber, die hinausziehen, können in zweifacher Weise unter ihnen geistlich wandeln.
6 Eine Art besteht darin, daß sie weder Zank noch Streit beginnen, sondern “um Gottes willen jeder menschlichen Kreatur” (1 Petr 2,13) untertan sind und bekennen, daß sie Christen sind.
7 Die andere Art ist die, daß sie, wenn sie sehen, daß es dem Herrn gefällt, das Wort Gottes verkünden: sie sollen glauben an den allmächtigen Gott, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, den Schöpfer aller Dinge, an den Sohn, den Erlöser und Retter, und sie sollen sich taufen lassen und Christen werden; denn “wenn jemand nicht wiedergeboren wird aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen” (vgl. Joh 3,4).
8 Dieses und anderes, was dem Herrn wohlgefällig ist, können sie ihnen und anderen sagen, denn der Herr sagt im Evangelium: “Jeder, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich vor meinem Vater bekennen, der im Himmel ist” (Mt 19,32).
9 Und: “Wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er in seiner und des Vaters und der Engel Herrlichkeit kommen wird” (vgl. (Lk 9,26).

Da Franziskus also darauf Wert legte, daß Streit und Zank kein Merkmal der Minderbrüder sein soll, wird er das Vorgehen der Brüder wohl nicht nur mit Wohlwollen gesehen haben.

Heutzutage dagegen scheint die Atmosphäre immer noch oder wieder weit weg von Franziskus’ Einstellung zu sein, in einer Zeit, wo wir das eigene Land nicht verlassen müssen, um mit Muslimen auch über den Glauben zu reden (also nicht über sie, sondern mit ihnen).
Dazu komtm aber, daß das Martyrium als Nachfolge Jesu nicht mehr ersehnt wird, im gegenteil, man tut alles, um ihm zu entgehen, man bemüht sich also um Bannung der empfundenen Gefahr, während früher die Lebensgefahr geradezu gesucht wurde.

Im Sinne des Franz erscheint mir der Mittelweg. Die Gefahr nicht suchen, aber ihr auch nicht ausweichen und sie nicht zu verhindern suchen (außer durch eigenständiges Weggehen). Bekennen was und wer man ist - und vor allem untertan sein und lieben.

Dazu paßten auch die Worte des Herrn, die wir gestern am Patronatsfest unserer Pfarrkirche hörten (Das Hochfest Christköng wurde daher von unserem verdrängt). Es ist wohl kein Zufall, daß meine Pfarrkirche ausgerechnet der Patronin des Säkularen Franziskanerordens geweiht ist, der Hl. Elisabeth von Thürigen (und von der auch eine Knochen-Reliquie besonders verehrt wird).

Folgendes hörten wir:

27 Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen.
28 Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.
29 Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd.
30 Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück.
31 Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.
32 Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.
33 Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder.
34 Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen.
35 Ihr aber sollt eure Feinde lieben und sollt Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
36 Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!
37 Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.
38 Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.

Ich hoffe, daß ich immer mehr zu denen gehöre, die Ihm zuhören.


(S)ein Leib

Veröffentlicht am Saturday, 13. November 2010, 00:24

Was mit unseren Geschwistern im Nahen Osten im Irak, aber leider nicht nur dort, passiert, muß uns dazu bringen, uns für Seinen Leib, die Kirche, immer mehr einzusetzen. Sein Leib leidet wie Er selbst litt. Beten ist das Mindeste, Zorn und Wut dürfen nicht vorherrschen. Ein Christ, so denke ich, muß sich dadurch auszeichnen, daß er Für etwas ist und das artikuliert, nicht gegen etwas oder jemanden.


Katechetendasein IV

Veröffentlicht am Friday, 12. November 2010, 16:52

Hier die letzte Folge.

Wie angekündigt gab es eine Kirchenführung. Unser Kunsthistoriker brachte eine exzellente Hinführung zum Thema Kirche und ihre Gebäude generell, dann auch Erklärungen, warum wir in einer neugotischen Kirche saßen etc.

Bei all dem machte unsere etwas geschrumpfte Gruppe interessiert mit, gelangweilt hat sich keiner. Die Jugendlichen haben auch ein sehr gutes Gespür dafür gehabt, trotz oftmals mangelnder religiöser Grundausbildung, was wohin gehört. Ein Taufbecken bspw. gehöre eben in den Eingangsbereich einer Kirche und nicht in den Chorraum, schließlich käme die Taufe zuerst.

Auch andere Fragen wie “warum dreht sich der Priester während eines Gebetes nicht zum Tabernakel” wurde gestellt (nach der Erklärung, was ein Tabernakel ist und was bzw. wer drin ist und an wen ein Gebet ja eigentlich gerichtet ist) - ganz unideologisch.

Es war sehr informativ für alle (auch ich wußte nicht, daß die Lateranbasilika auch historisch gesehen das erste offiziell erlaubte Kirchengebäude war), manche wollen mal zu Nightfever, einfach mal gucken, und dann als Kontrastprogramm auch mal gerne was ganz anderes als Kirchengebäude sehen, nämlich eine byzantinische (bei uns sind das alles orthodoxe) Kirche.

Und alle wollen was lernen.

Wenn Gleichaltrige fragen, ob sie überhaupt wissen, worauf sie sich mit einer Firmung denn einlassen, dann wollen sie auch Antwort geben können.


Regel Kapitel 2.3

Veröffentlicht am Wednesday, 03. November 2010, 23:56

Vorherige Teile:
1.1, 1.2, 2.1, 2.2

6. Mit Christus in der Taufe begraben und auferweckt, sind sie lebendige Glieder der Kirche. Durch das Versprechen werden sie mit ihm noch inniger verbunden und so zu Kündern und Werkzeugen seiner Sendung unter den Menschen, indem sie durch ihr Leben und ihr Wort Christus verkünden. Vom hl. Franziskus inspiriert und mit ihm dazu berufen, die Kirche zu erneuern, verharren sie mutig in der vollen Gemeinschaft mit dem Papst, den Bischöfen und Priestern. Sie pflegen mit ihnen einen offenen und vom Glauben getragenen Dialog, der das apostolische Wirken der Kirche befruchtet.

Schon wieder die Kirche als Thema der Regel. Wird das nicht irgendwann mal zuviel? Nein, mitnichten, gerade für Franziskus war es das nie. Katholischsein war für ihn immer ein Muß.
Doch was bedeutet eigentlich die Kirche? Ich kann das hier niemals erschöpfend erläutern, aber ein paar Hinweise sind erlaubt. “Mit Christus in der Taufe begraben und auferweckt” heißt es. Durch diesen Tod für die Welt werden wir Glieder am Einen Leib des Herrn, lebendige Glieder. Dabei wird der Eine Leib nicht vollständiger durch uns, sondern wir vollständiger durch Ihn. Paulus sprach ja schon von der Kirche als Leib Christi als es erst ein paar Tausend Christen gab. Jetzt sind es mehr als 1 Milliarde Katholiken, der Leib ist dadurch aber nicht vollständiger geworden (und deswegen bleibt er auch der Eine Leib, wenn Christen die Kirche verlassen). In der Kirche werden wir erlöst. In der letzten Zeit habe ich mir, angeregt auch insbesondere durch die erwähnten Vorträge, mehr Gedanken gemacht über das Mysterium der Kirche und dabei festgestellt, daß die Lehre des Menschen als Glied der Kirche ein vollkommen anderes Bild zugrunde legt als der autonome Mensch der Postmoderne. Für letztere muß die Kindertaufe absurd sein. Für letztere müssen Gebete und insbesondere der Ablaß für Verstorbene absurd sein. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ohne den Rahmen komplett zu sprengen. Auf jeden Fall ging es Franz immer um diese Kirche, um diesen Leib Christi.
Durch das Versprechen (die Regel ein Leben lang zu befolgen) wird der Laienfranziskaner also Christus enger verbunden, um sich von Ihm im wahrsten Sinne des Wortes instrumentalisieren zu lassen. Das geht natürlich nur, wenn man seine Autonomie hintanstellt. Der Gehorsam Christus gegenüber ist der Gipfel jeder Lebensregel eines Christen. Vorrang vor dem Wort hat das Leben, hier legte Franz schon immer den Schwerpunkt. Gerade heutzutage, wo Worte ein Wegwerfprodukt geworden sind, überzeugt nur das Leben. Ganz konkret wird die Regel da bislang nicht, was dem Hl. Geist genug Spielraum im Einzelnen anvertraut. Auch dies ist ein Grundzug des Franziskanischen, keine Détailtreue, sondern Vertrauen in Sein Wirken.
Die Erneuerung der Kirche ist ein Kernthema des OFS. Schaut man sich das Leben und die Worte des Hl. Franz an, so wird man feststellen, daß dieser Erneuerung immer bei ihm selbst begann und er auch nie eine andere forderte. Jetzt erst einmal von “den anderen” (Papst, Bischöfe, Pfarrer etc.) Änderungen bzw. Erneuerungen zu verlangen, ginge also am Ansatz des Franziskus vorbei. “Be the change you want to see” sagte angeblich mal Mohandas “Mahatma” Gandhi. Das trift auch das Lebensbespiel des Franz von Assisi.
Und nur deswegen macht auch eine von einem offenen Dialog der Liebe getragenene Existenz in der Kirche Sinn. Nur so macht Kritik nicht unglaubwürdig. Nur so wird die Kirche als Sein Leben der Gnade erkenn- und erfahrbar.