Einer mehr
Die Familie der dt.-sprachigen katholischen weblogs hat mal wieder Nachwuchs bekommen. Er wächst auch schon: Pilgrim’s Inn.
Die Familie der dt.-sprachigen katholischen weblogs hat mal wieder Nachwuchs bekommen. Er wächst auch schon: Pilgrim’s Inn.
Sozusagen.
Der aufmerksame Leser wird sicher schon festgestellt haben, dass jetzt in der Liste der Kath. Weblogs etwas Anklickbares über einen “Gemeinde von St. Blog” steht. Das ist so eine Art lockere Liste aller weblogs, die sich mehr oder weniger katholischen Themen widmen, die bei weitem überwiegende Zahl natürlich englischsprachig, vor allem in den USA. Da gibt es nahezu alles, wenn auch die Minderrepräsentanz von eher liberal eingestellten Katholen auffällt - da gibt es wohl zuwenig Blogger, schade. Auf die Liste der blogs kommt man, indem man das “#” anklickt.
So, gestern kam nach langer Wartezeit endlich das Buch Manual de Teología franciscana, natürlich aus dem Verlag Biblioteca de Autores Cristianos (BAC) - das lange Warten lag aber wohl nicht am deutschen Versand.
Nun, wenn ich mal wieder die nötige geistige Frische habe (im Moment dümpel ich da ein wenig vor mich hin), dann werde ich mir das mal reinziehen. Es gibt nämlich bis dato noch nichts wirklich umfassendes zur franziskanischen Theologie. Ist ja schon erstaunlich genug, dass so ein Mensch wie Franziskus, der sich selbst “idiota und unwissend” nannte, Ausgangspunkt einer ganzen Denkschule wurde.
Die Sakramente. Warum gerade so, wie sie sind?
An den Sakramenten, dem heiligen Gedächtnis, den heiligen Zeichen, kann man eigentlich ganz schön zeigen, wie sich Kirche sieht und wo’s da im modernen Verständnis hakt.
Man könnte ja beispielsweise sagen (und das gibt es auch): ach, die Einzelbeichte ist doof, ein Beichtgottesdienst für alle reicht doch vollkommen aus.
Oder aber: Warum muss es denn Brot und Wein sein? In Japan bspw. wäre doch Reis und Saki viel eher kulturell akzeptiert! Gott kann doch auch Reis wandeln!
Sicher kann Er das. Schon Johannes der Täufer hat mal klipp und klar gesagt, der Allmächtige könne aus Steinen Söhnen Abrahams machen.
Nur: wissen wir das im Einzelfall? Können wir Gott vorschreiben: wandle jetzt dies!?
Wohl kaum.
Und genau deshalb hat die Kirche kein Recht, an den Sakramenten etwas Essentielles zu ändern - auch wenn es durchaus Thema interesanter Debatten sein kann, was im Einzelfall essentiell ist. Die Sakramentenspendung durch die Kirche ist dazu da, den Menschen Sicherheit bezüglich der Zuwendung Gottes zu geben. Natürlich könnte Gott Saki in Blut Christi verwandeln, aber bei Wein sind wir uns sicher. Natürlich könnte Gott ohne alles alle Sünden vergeben, doch beim Bekennen des Einzelnen seiner Verfehlungen sind wir uns sicher. Und natürlich - das nur als kontroverses Nebenthema - könnte Gott auch mit einer Frau am Altar die Gaben wandeln, doch bei einem Mann sind wir uns sicher. Diese Sicherheit erwächst aus dem biblischen Zeugnis.
Die Grenzziehung des Essentiellen ist ein wichtiges Thema, und es ist durchaus möglich, dass bei der einen oder anderen Frage diese irgendwann einmal anders gezogen werden als jetzt (ich meine jetzt nicht unbedingt das Frauenpriestertum).
Aber Kern der ganzen Angelegenheit bleibt: mit dem Heil der Menschen - zu nichts, aber auch gar nichts anderem dienen die Sakramente - dürfen keine Experimente gemacht werden. Niemand darf sich das rausnehmen, da muss die Kirche auf der sicheren Seite bleiben.
Okay okay, eben schrieb ich noch, dass ich nichts über den Gibson-Film sagen werde. Dies hat aber indirekt damit zu tun.
Das darf echt nicht wahr sein - da werden Hunderttausende in die Kinos in Deutschland gehen und sich einen Film ansehen, der sehr plastisch die letzten Lebensstunden des Jesus von Nazareth zeigen, Menschen, von denen enorm viele nie eine Bibel zur Hand nehmen, nie in irgendeine Kirche gehen, keine Ahnung vom Christentum haben, und was machen die Kirchenoberen, katholisch wie evangelisch: den Film kritisieren!
Ich kriege echt die Krise: warum stellt sich Kardinal Lehmann nicht vor ein Multiplex-Kino in Mainz, um mit den Kinobesuchern darüber zu reden? Warum gibt es keine Pläne, die Bibel als “Buch zum Film” zu verteilen? Warum wird diese Chance nicht erkannt? Egal, ob einem der Film gefällt oder nicht, Jesus wird wieder zum Thema!! Und die Kirchenleitung suhlt sich weiter in eigenem Saft und denkt nur an die Finanzmisere. Mann!
Echt, darüber könnte ich mich mal wieder stundenlang aufregen.
Gerade las ich folgende Zusammenfassung liberaler Theologie. Zugegebenermaßen etwas überspitzt, aber der sich mir aufdrängende Eindruck ist genau so:
Ein Gott ohne Zorn bringt Menschen ohne Sünde in ein Königreich ohne Gericht durch Vermittlung eines Christus ohne Kreuz.
Ich will ja nicht nur über die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) schimpfen. Seit kurzer Zeit gibt es eine enorm wichtige, von ihr initiierte Intiative zur Unterstützung für verfolgte Christen, besonders mit der “Waffe des Lichtes” (Paulus), dem Gebet.
Hier wird sie näher erläutert, es lassen sich auch bereits zwei sehr informative Infohefte (im pdf-Format) über Vietnam und Nigeria runterladen. Besonders die Situation in Vietnam halte ich für sehr aufschlussreich - trotz oder gerade wegen der Verfolgung durch den Staatsatheismus wächst die Kirche dort enorm. Schon ein gewisser Tertullian sagte im zweiten Jahrhundert, dass das Blut der Märtyrer der Samen der Kirche sei. So bitter das auch ist.
Dies Domini.
Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat folgende Kommissionen eingerichtet:
Wie die alte Kirche überhaupt ohne Kommissionen leben konnte, ist eine andere Frage.
Und das Thema Mission ist der DBK dann immerhin doch noch eine Unterkommission wert.
Gute Nacht, Freunde….
Ich hatte heute meinen letzten Arbeitstag als PJler. Jetzt ist erst einmal ein wenig ausspannen und dann pauken fürs Examen angesagt. Aber weil ich mir dafür die Zeit frei einteilen kann und danach endlich nach so vielen Jahren nicht mehr Student bin (Medizin dauert echt lange) und verantwortlich arbeiten kann, steigt ein wenig Freude in mir auf…

So wird von einem Cartoonisten in Südafrika die Rolle der Kirche beim Thema AIDS gesehen. Naja, man kann hier mal wieder veranschaulichen, welche Vorurteile gepflegt werden:
1. die Kirche ist (mindestens mit-)schuld an der Verbreitung von AIDS. Kein Wort davon, dass kein Sex bzw. Sex in geordneten Verhältnissen immer noch die beste Verhütung darstellt (ich durfte mir für diese eigentlich naheliegende Aussage schon diverse Lacher einfangen)
2. die Schäfchen (sprich wir Katholiken) sind blöd. Okay, dass wir nicht denken können, ist ja Allgemeingut, aber sogar bei offenen Tor…?
3. die Schafe kreisen nur im eigenen Stall. Wieder kein Wort davon, dass die Kirche die einzige Institution in Afrika ist, die Hilfe für AIDS-Kranke im ganzen Kontinent unterhält, das auch zahlenmäßig mit riesem Abstand vor allen anderen. Ich vermisse da die ganzen Ungläubigen, die selbsternannten Humanisten, die Atheisten. Aber Hände schmutzig machen solche sich ja höchstens woanders…(so, die Plattitüde muss jetzt sein)
Übrigens sind die einzigen armen Länder, die noch eine einigermaßen sich im Rahmen haltende HIV-Neuansteckungsrate haben solche, die vorehelichen Sex gesellschaftlich ächten. Das zu sagen, ist zwar mal wieder nicht politisch korrekt, aber dennoch überall (bei der WHO bspw.) überprüfbar. Ein strenger Wertekonsens kann Leben retten.
Was bedeutet die Fastenzeit wirklich? Jedes Jahr habe ich das Gefühl, immer mehr, “gut, dass wieder Fastenzeit ist, es wurde mal wieder Zeit”. Zeit für Ihn, Zeit für mich, also für uns, Zeit, ja, wofür eigentlich? Für fromme Worte? Zeit für eine frommere Episode im Leben, jährlich aufgefrischt?
Es soll eine Zeit der Buße sein. Schreckliches Wort, nein, schönes Wort mit schrecklicher Bedeutung übertüncht. Umkehr heißt es eigentlich, Metanoia.
Will ich “umkehren”? Ist meine Richtung denn so falsch? Reicht nicht ein bisschen Spenden, ein wenig mehr Verzicht auf irgendwas Schönes im Alltag, weiter nichts?
Umkehr, pah!
Oder vielleicht doch schauen, hoffen und beten, dass es mir mit Seiner Hilfe immer mehr gelinge, Ihn in den Mittelpunkt zu stellen. Was kann das heißen? Vielleicht mehr Umkehr der Perspektive denn der Richtung. Vielleicht ein neues Ziel denn unbedingt ein neuer Weg. Vielleicht mehr Ihm gefallen wollen denn irgendwelchen Freunden, Kollegen, Frauen, Männern, Familien, Nachbarn etc.
Vielleicht Ihn suchen. Täglich. Immer wieder fallen und aufstehen. Sich aufheben lassen.
Vielleicht habe ich auch nichts verstanden…
Wer gestern in einer kath. Messe war, hat wahrscheinlich die Stelle aus dem Evangelium nach Lukas gehört, in der von der Versuchung Christi in der Wüste berichtet wird (da kommen auch die berühmten 40 Tage vor, da ergibt sich der Zusammenhang mit der Länge der Fastenzeit).
Wer da glücklicherweise auch noch genau hingehört hat, wird vielleicht gemerkt haben, dass der Versucher, der Teufel, nicht nur über diverse (vergebliche) Tricks verfügt, sondern vor allem auch über eins: die Herrschaft der Reiche dieser Welt. Und dazu kann er sie auch noch an den weitergeben, an den er will. Quasi leihweise. Denn man muss ihn dafür anbeten, den Teufel. ‘Ne richtig teuflische Idee, was?
Und verdammt verführerisch…
Dies Domini.
Ein paar Gründe, die sicher nicht zu meinem Christsein führten:
1. Endlich mal jemanden zu haben (das Lehramt), der einem sagen kann, was man so alles falsch macht. Und dass das eine ganze Menge ist.
2. Endlich mal das Gefühl zu haben, anderen, am besten allen anderen, sagen zu können, wie verkommen doch eben diese alle anderen seien.
3. Endlich genau zu wissen, wer konkret genau wie zu beurteilen ist. Am besten natürlich zu verurteilen. Und natürlich nicht dazuzugehören.
4. Endlich genau zu wissen, wie der Glauben der anderen zu beurteilen ist. Und natürlich auf der Seite der Wahrheit zu sein und überhaupt immer eine Antwort parat haben.
Um Missverständnissen vorzubeugen: ich stehe voll hinter den Bischöfen und auch dem Papst.
Das Thema Einsamkeit hat bei vielen einen schlechten Beigeschmack. Man will zwar gerne mal allein sein, aber niemals einsam. Dabei ist es im Deutschen irgendwie komisch: das Alleinsein ist bloß eine Subjektivierung eines Adjektivs, ein Seinszustand, während die Einsamkeit auch für anderes gelten kann: “die Einsamkeit der Wälder” oder so. “Das Alleinsein der Wälder” geht ja schlecht.
Wenn man nun den positiv-spirituellen Aspekt hervorheben will, wie es bspw. ein Einsiedler versucht, dann hat er in unserer Sprache echt ein Problem, denn allein fühlt er sich in der ständigen Präsenz Gottes (wenn’s gut läuft) ja gar nicht. Er ist eben einsam, das ist dann positiv. Allein-sein wird dann zum Inbegriff des Negativen, Einsamkeit ist gut. So werden die Bedeutungen umgekehrt und das Unverständnis ist vorprogrammiert.
Die englische Sprache hat’s da besser getroffen, indem sie zwischen “alone” (dazu gibt es kein Substantiv!), “lonely” und “loneliness” (schlecht!) und “solitude” unterscheidet. Letzteres ist die positive Einsamkeit, das erste das gute, wenn man hier meint, man will mal “allein sein”.
Vom Wert der Einsamkeit also zu reden ist auf Deutsch denkbar schwierig. Wer will schon einsam sein? Redet man im angelsächsischen Bereich aber vom “value of solitude”, so weiß auch der religiös Unbeleckte gleich, was gemeint ist. Schade für hierzulande, aber so ist es halt. Keine Sprache ist perfekt.

Falls irgendjemand mal für ein Jahr ganz woanders was ganz anderes machen will und noch ein paar Brocken Spanisch beherrscht, der sollte sich mal das da, eben Ak’ Tenamit anschauen. Ich war selbst da und habe da für ein paar Wochen ein medizinisches Praktikum, eine Famulatur gemacht. Ich wurd aber nur für die kurze Zeit angenommen, weil ich eh schon in Guatemala war und sie dringend med. Verstärkung brauchten (außer mir zu dem Zeitpunkt nur noch eine Ärztin, die wollte auch mal frei haben).
Es lohnt sich in jeglicher Hinsicht, außer finanziell (aber das kann man ja hier haben).
Als Jazzfan bin ich natürlich ein grundsätzlicher Freund von Instrumentalmusik (was absolut gar nichts gegen hervorragende Vocals sagen soll). Und die erste tolle Instrumentalmusik, die meine Seele zutiefst berührte, war die von Rock- und Popbands.
Wo sind heute die Alben, in denen es in langen Stücken minutenlange, abwechslungsreiche Instrumentalpassagen mit einfach nur schönen Melodien und interessanten Rhythmen gibt? Gibt es keine Musiker wie die von Pink Floyd, Genesis (selbst bei “I can’t dance” gab es das noch, aber besonders bis zum Abgang von Steve Hackett) oder selbst The Doors, die alle mit berühmt gewordenen Passagen die Massen begeistern konnten? Vielleicht höre ich u.a. auch deswegen so gerne “Rainbow Children” von Prince, weil es genau das bietet, besonders im letzten Lied “Last December”. Das geht unter die Haut.
Quia inter creatorem et creaturam non potest tanta similitudo notari, quin inter eos maior sit dissimilitudo notanda.
Alles klar? Nicht? Nicht schlimm, mir erginge es nicht anders. Wenn man den offiziellen Text übersetzt wird daraus:
Denn zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf kann man keine so große Ähnlichkeit feststellen, daß zwischen ihnen keine noch größere Unähnlichkeit festzustellen wäre.
Oder als Aufforderung für heutzutage: Hört auf, Gott in menschlichen Maßstäben zu denken!
Das bezieht sich dann natürlich genau so auf Worte. Da Menschen aber nunmal alles in menschlichen Maßstäben machen, auch reden, keine wirklich große Überraschung, so ist mit Bedacht und Zurückhaltung beim Thema der alleinigen, letzten Wahrheit vorzugehen. Ein wenig mehr schweigende Ehrfurcht anstelle der gotteserklärerischen Logorrhoe (Wortdurchfall) ist mehr denn nötig.
Ach ja: obiges sagte die Kirche bereits im ach so tiefen und noch viel acher so finsteren Mittelalter, nämlich 1215, auf dem sog. IV. Laterankonzil.
Sehr modern und zeitgemäß. Man kann durchaus sagen, ewigkeitsgemäß.
Die heftigste Magen-Darm-Grippe meines Lebens hat mich in den letzten Tagen leider von neuen Einträgen abgehalten (nein, es hatte nichts mit dem Karneval zu tun). Da ich jetzt fast wieder ganz gesund bin, kommt sicher auch bald was.
In Frankreich und Spanien haben sie nicht nur eine lange Tradition, die wäre auch bei uns da, sondern vor allem auch großen Erfolg bis heute: die Liedermacher. Bei unserem direkten Nachbarn die Chansonniers, im Urlaubsland Nr. 1 die Cantautores.
Oft sind es junge Menschen, die über die Alltagsprobleme und große wie kleine Politik singen. Und wenn sie ein Album veröffentlichen, landet es sofort auf den oberen Rängen. Das, obwohl sie auf der Bühne oft nicht mit mehr als einer Gitarre ausgestattet sind.
Ismael Serrano, Pedro Guerra oder ein Veteran wie Joaquín Sabina füllen die Schränke der Generationen mit ihren Alben.
Leider lässt sich hierzulande nichts Vergleichbares finden.
Auf der sogenannten primären Hirnrinde (die liegt ganz hinten am Gehirn, also am Hinterkopf) gibt es neben vielem anderen auch Nervenzellen, die auf bestimmte geometrische Reize reagieren. Es gibt, anders gesagt, solche die bei einer Linie
/
anspringen, andere reagieren bei
\
oder auch
_
Diese Zellen reifen je nach Beanspruchung unterschiedlich gut aus, d.h. genau die Zellen entwickeln sich gut, deren Bedarf sich im Laufe des Lebens, beginnend schon seit dem ersten Augenaufschlag, gezeigt hat. Getrennt für jedes Auge übrigens.
Untersucht man nun den Stoffwechsel dieser Zellen bei westlichen Menschen aus industrialiserten Regionen und den von Angehörigen nicht industrialisierter Stammesvölker, so findet man bei den Westlern eine überdurchschnittliche reifung der Zellen für | und _, also für alles rechtwinklige, auf Kosten der anderen natürlich, die dann unterentwickelt bleiben. Bei den Stammesangehörigen sind die Reifegrade in etwa eher gleich ausgebildet.
Es ist ja schon auffallend, wie rechtwinklig unser Leben hier gestaltet wird. Alles funktional. Ich schaue auf einen horizontal-vertikal rechtwinkligen Bildschirm, das Fenster ist ebenso, die Tür, die Häuser, der Schreibtisch…..
Mehr Schräge!
Da die CD gerade mal wieder bei mir erklingt:

Estampie verbindet hier auf wirklich außergewöhnliche Art und Weise die Musik von Hildegard von Bingen mit zeitgenössischer Interpretation des modernen Musiktheaters. Anhören!
Darf man als bekennender Rheinländer am Karneval nicht teilnehmen? Ich finde schön, dass die Leute feiern, mag auch den Straßenkarneval, aber meine Rolle ist nicht unbedingt dabei zu sein…
Dies Domini.
Wie zwei der exponiertesten Menschen der Kirche in Frankreich sehen sie ja wahrlich nicht aus, sind es aber. Zwei Priesterpersönlichkeiten, die ihre Unverwechselbarkeit behalten haben:
Guy Gilbert und Abbé Pierre.
(Dies Domini)
der Gelassenheit,
von Papst Johannes XXIII.
1. Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
2. Nur für heute werde ich die größte Sorge für mein Auftreten pflegen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren; ja, ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern, … nur mich selbst.
3. Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin … nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.
4. Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
5. Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre für das Leben der Seele notwendig.
6. Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es niemandem erzählen.
7. Nur für heute werde ich etwas tun, das ich keine Lust habe zu tun; sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass es niemand merkt.
8. Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: die Hetze und die Unentschlossenheit.
9. Nur für heute werde ich fest glauben - selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten -, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
10. Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist, und an die Güte zu glauben. Mir ist es gegeben, das Gute während zwölf Stunden zu wirken.
Es ist zwar nahezu alles auf Spanisch, aber nichtsdestotrotz (und ein Grund mehr, diese wunderschöne Sprache zu erlernen) kann man auf Servicios Koinonia ein sehr großes Angebot an praktisch-theologischen Beiträgen und Kommentaren rund um die Situation der Welt nutzen. Diese werden aus der Sicht der lateinamerikanischen Kirche betrachtet, mit der Befreiungstheologie und der sogenannten “Option für die Armen” als Hauptauftrag für Kirche als stets präsenten geistigen Hintergrund.
Habe ich schon erwähnt, dass ich die Befreiungstheologie für phantastisch halte (wenn, und das ist wichtig, sie nicht mit Schwarz-Weiß-Denken - arm gut, reich böse etc. - verbunden ist)?