Archiv für die 'Kleiner Regelkommentar' Kategorie



Regel Kapitel 2.10

Veröffentlicht am Tuesday, 11. December 2012, 23:57

Letzter Teil: 2.9

17. In der Familie pflegen sie den franziskanischen Geist des Friedens, der Treue und der Achtung vor dem Leben. Dadurch versuchen sie ein Zeichen zu setzen für die bereits in Christus erneuerte Welt. Vor allem die Eheleute bezeugen in der Welt die Liebe Christi zu seiner Kirche, indem sie aus der Gnade des Ehesakramentes leben. Mit einer christlichen Erziehung zu Einfachheit und Aufgeschlossenheit, auf die geeignete Berufswahl jedes ihrer Kinder wohl bedacht, gehen sie froh mit ihnen ihren menschlichen und geistlichen Lebensweg.

An anderer Stelle, in den sogenannten Konstitutionen des OFS, der genaueren Ausgestaltung der hier zitierten Regel, wird die Familie als der “erste Bereich” bezeichnet, in dem die christliche und franziskanische Berufung gelebt werden soll. Daher ist dieser kleine Abschnitt enorm wichtig. Die Adventszeit mit der nahen Weihnachtszeit und dem Weihnachtsfest ist ein besonders guter Zeitpunkt, um über unsere Familien nachzudenken.
Oftmals fällt es leichter, andere Brüder und Schwestern zu nennen, als die eigenen familiären Brüder und Schwestern so zu behandeln, wie man es sich geschwisterlich wünscht. Was bedeutet denn bspw. “brüderlich teilen”? Teilen wir denn mit unseren Geschwistern? Auch erwachsen geworden bleiben meine Geschwister meine Geschwister …

Der Geist des Friedens soll von den Gliedern des OFS in die eigene Familie ausstrahlen, der Geist der Treue und der Achtung vor dem Leben (vom Beginn bis zum Ende). Das letzte ist eher einfach zu bewerkstelligen, wenn man eben Prinzipien teilt, die mit Abtreibung, Euthanasie, Krieg oder anderen Tötungsplänen nichts am Hut haben.
Der Geist der Treue ist hier nicht nur auf die Ehe gemünzt, sondern hier bedeutet m.E nach Treue die Treue gegenüber der Erfüllung der familiären Pflichten. Wer eine Familie gründet, gibt ein gehobenes Maß an Selbstbestimmung auf. Für mich ist die Familie auch eine Schule der Selbstbeschränkung.
Und der Geist des Friedens ist die Gnade schlechthin, denke ich. Diesen Geist auszustrahlen ist immenses Glück - bemühen müssen wir uns tagtäglich, doch unser Versuchen bleibt immer Stückwerk. Hier ist Franziskus ein ganz großes Vorbild. Wenn jemand den Geist des Friedens ausstrahlen konnte, dann er.

Weiter wird das Ehesakrament als Gnadenmittel betont. Es ist das einzige Sakrament, was sich Laien tagtäglich schenken können - und das Bewußtsein dafür ist meiner Meinung nach ziemlich unterentwickelt. Es ist ein wirkliches Sakrament, d.h. jeden Tag aufs neue bestätigt der Herr selbst diesen Bund, und die weise Meinung der Kirche, daß so ein Zusammenleben Sakrament ist, liegt wohl auch in der Erfahrung der möglichen Schwierigkeit und Konfliktträchtigkeit begründet. Wenn es klappt, muß es Gnade gewesen sein :-)

(Mir teilte mal ein orthodoxer Priester mit, daß der Grund der Krönung der Ehepaare im byzant. Ritus der sei, daß eine Ehe eben auch Martyrium sei …)

Häufig, nicht immer, gehören zu einer christlichen Ehe (was immer genau das sein mag) auch Kinder. Dieser Absatz spricht in meinen Ohren wohltuend zurückhaltend von der Erziehung und läßt jeden Ton von Indoktrinierung glücklicherweise vermissen. Wir können unsere Kinder für das Leben ausstatten und im Leben begleiten, aber sie in eine vorgedachte Form zu pressen wäre sicher nicht der Weg, der basierend auf der unaufgebbaren Würde des einzelnen von Gott geliebten Menschenkindes den Namen christlich verdienen würde.


Regel Kapitel 2.9

Veröffentlicht am Wednesday, 20. June 2012, 14:05

Letzter Teil: 2.8

15. Durch das Zeugnis ihres menschlichen Lebens wie auch durch großmütige Initiativen - seien diese persönlicher oder gemeinschaftlicher Art - bemühen sie sich, die Gerechtigkeit zu fördern, vor allem im Bereich des öffentlichen Lebens, indem sie sich bei konkreten Entscheidungen treu zu ihrem Glauben verhalten.

16. Sie verstehen die Arbeit als Gnade und als Teilnahme an der Schöpfung, an der Erlösung und am Dienst gegenüber der menschlichen Gemeinschaft.

Schon wieder ein hoher Anspruch - die Glieder des OFS sollen sich durch ihr Leben, nicht durch ihre Worte, bemühen, die Gerechtigkeit zu fördern. Dabei geht es nicht um eine konkrete Definition von dem, was denn nun grundsätzlich oder im Einzelfall gerecht sei. Es geht letztlich um das, was schon der Herr von uns fordert, daß es uns zuerst um das Reich Gottes gehen muß und wir das mit Seiner Gnade aufzubauen versuchen. Doch das soll nicht abstrakt bleiben, sondern sich im Alltag auch zeigen. Es geht jeden an, sich “treu zum eigenen Glauben zu verhalten” - im Umgang mit der eigenen Familie, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Leben (daher natürlich auch in der Politik, aber nicht nur) und nicht zuletzt im Umgang mit sich selbst - das alles bei “konkreten Entscheidungen”. Denn der Glaube an den Menschgewordenen Gott ist nicht Gedankengebäude, sondern Leben.

Dabei ist noch interessant zu lesen, dass die ganz normale Arbeit u.a. als Teilhabe an der Erlösung(!) bezeichnet wird und als Geschenk Gottes (=Gnade). Möge dieser Gedanke jedem von uns helfen, wenn wir die hoffentlich vorhandene Arbeit mal als Durststrecke sehen.


Regel Kapitel 2.8

Veröffentlicht am Tuesday, 14. February 2012, 22:26

Letzter Teil: 2.7

13. Wie der Vater in jedem Menschen die Züge seines Sohnes erblickt, des Erstgeborenen von vielen Brüdern, so nehmen die Brüder und Schwestern der Franziskanischen Gemeinschaft jeden Menschen in der Gesinnung der Demut und Menschlichkeit an wie ein Geschenk des Herrn und ein Abbild Christi.
Die Gesinnung der Brüderlichkeit macht sie fröhlich und bereit, sich allen Menschen gleichförmig zu machen, vor allem den geringsten. Sie bemühen sich, ihnen Lebensbedingungen zu schaffen, die der Würde der von Christus erlösten Menschen entsprechen.

14. Mit allen Menschen guten Willens sind sie berufen, zur Verwirklichung des Reiches Gottes eine Welt aufzubauen, die menschlicher ist und dem Geiste des Evangeliums mehr entspricht. Dabei sind sie sich bewusst, dass jeder, “der Christus, dem vollkommenen Menschen, nachfolgt, selbst menschlicher wird.” So werden sie befähigt, ihre Verantwortung im Geist christlicher Dienstbereitschaft sachgemäß auszuüben.

Hier treffen wir, wie vor einigen Beiträgen erwähnt, auf den Kern des Franziskanischen, auf die Geschwisterlichkeit. Jeder, wirklich jeder, egal wie er uns begegnet, soll als Schwester und Bruder angenommen und auch so behandelt werden. Das ist wirklich eine harte Nuß, zumal wir in unserem eigenen Geschwisterleben vielleicht gar nicht das Vorbild dafür erleben und unsere leibliche Familie da noch genug Baustellen aufzuweisen hat.

So gibt es zahlreiche Katholiken, die sich bspw. am interreligiösen Dialog stören, an ökumenischen Bemühungen etc.
Franziskaner können aber gar nicht anders, wenn sie sich treu bleiben wollen, denn alle Menschen sind unabhängig vom Glauben und unabhängig von ihrer Einschätzung unseres Glaubens unsere Geschwister. Und warum soll ich mit meinen Brüdern nicht reden dürfen über das, was ihnen wichtig ist?

Daß Franziskaner oftmals äußerlich als “kirchliche Sozialarbeiter” wahrgenommen werden, hat auch in diesem Anspruch der Brüderlichkeit ihren Ursprung. Für seine Geschwister setzt man sich eben ein, das ist ja vollkommen normal. Losgelöst von der Erfahrung des Geliebtseins vom Herrn, losgelöst von der Glaubenserfahrung und der Weite der Kirche wird dies zwar nie mehr als Sozialarbeit, aber mit dieser Gewißheit Gottes ist es unendlich mehr und heilbringend. Franziskus hat sich immer nur “für” eingesetzt, fast nie “gegen”. Denn wie kann man für einen Bruder sein und gegen einen anderen? Darf man Geschwister bevorzugen? Ein sicheres Zeichen echten franziskanischen Geistes ist es daher, wenn der von Franziskus begeisterte Mensch jegliche Wertungen über andere hintanstellt. Falsche Entwicklungen darf man so benennen, aber Menschen verurteilen nicht. Zumindest nicht, wenn man sich Franziskus verbunden fühlt.


Regel Kapitel 2.7

Veröffentlicht am Friday, 09. December 2011, 14:45

Letzter Teil: 2.6

11. Christus hat im Vertrauen auf den Vater für sich und seine Mutter ein armes und demütiges Leben erwählt, obwohl er achtsam und liebevoll die geschaffenen Dinge schätzte. So suchen auch die Brüder und Schwestern der Franziskanischen Gemeinschaft in Auswahl und Gebrauch die richtige Beziehung zu den irdischen Gütern, wenn sie ihren materiellen Bedürfnissen nachkommen. Sie sind sich daher bewusst, dass sie nach dem Evangelium Verwalter der Güter sind, die sie für alle Kinder Gottes empfangen haben. So mühen sie sich, im Geiste der “Seligpreisungen” ihr Herz von aller Neigung und Begierde nach Besitz und Macht zu befreien, wie “Pilger und Fremdlinge” auf dem Weg zum Vaterhaus.

12. Als Zeugen der künftigen Güter und aufgrund der von ihnen angenommenen Berufung sind sie zur Erlangung der Lauterkeit des Herzens verpflichtet. Dadurch werden sie frei für die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen.

Die Franziskaner und das liebe Geld und die liebe Macht. Über nichts wurde in der 800jährigen Geschichte dieser Bewegung mehr gestritten als über die Fragen des Besitzes.
Auch Laienfranziskaner werden von dieser Frage nicht verschont, dabei stellt sich das in einer Familie noch einmal ganz anders dar. Sein eigenes Ideal darf man nämlich nicht irgendjemandem überstülpen à la “wir leben jetzt alle so”.
Hier kann der gemeinschaftliche Austausch innerhalb des OFS wichtige Impulse und Hilfestellungen geben.
Mehr als diese Grundzüge gibt die Regel zu dem auf den ersten Blick “franziskanischsten” aller Themen gar nicht her. Denn das Wichtige ist nicht der Stand des Bankkontos oder das Geld im Portemonnaie, sondern die Lauterkeit des Herzens, das Freiwerden für andere, das Sich-Lossagen von Besitz und Macht. Franziskus war sich klar, daß Geld und Macht da riesen Hindernisse sind und er kannte sich gut genug, um auf große Distanz dazu zu gehen. Und wer meint, diese Ziele auch mit großem Reichtum zu erlangen, der würde ggf. in einer franziskanischen Ordensgemeinschaft nicht seine Berufung finden. Dabei ist Armut etwas anderes als Elend. Frei gewählte Armut macht frei, unfreiwillige Armut ist ein Elend. Armut kann frei machen für den anderen, frei machen für die Kontemplation, frei für die Aktion. Gegen Elend sollen wir dagegen angehen, weil es der Würde eines göttlichen Abbildes, des Menschen, widerspricht.


Regel Kapitel 2.6

Veröffentlicht am Tuesday, 11. October 2011, 22:46

Letzter Teil: 2.5

10. Indem sie sich mit dem erlösenden Gehorsam Jesu vereinen, der seinen Willen ganz in die Hände des Vaters legte, erfüllen sie treu ihre je eigenen Pflichten in den verschiedenen Lebensumständen. Sie folgen dem armen und gekreuzigten Christus und bekennen sich auch in Schwierigkeiten und Verfolgungen zu ihm.

Dieser Abschnitt besteht zwar nur aus zwei Sätzen, aber diese haben es in sich, so daß sie es allein wert sind, etwas ausführlicher behandelt zu werden.
Der erste Satz zeigt noch einmal auf, daß der OFS ein Orden für nahezu alle ist, für Aktive, Kontemplative, Verheiratete, Singles, Eltern, Kinderlose, Priester, “Weltleute” etc.
Jeder und jede lebt in einem einzigartigen Umfeld mit einzigartigen Verpflichtungen. Dabei ist es ein wichtiger Teil der Ordensregel, hier explizit so genannt, eben nicht aus der Welt zu flüchten und sich (positiv gemeint!) fromm dem Ordensleben hinzugeben, sondern dieses Leben in der Welt mit dem franziskanischen Geist zu durchdringen versuchen. Die Arbeit wird nicht anders oder weniger als Glied des OFS, doch sie sollte gerade wegen des OFS treuer erfüllt werden. Sie werden sogar “Pflichten” genannt, denn die Kirche kann von vielem eben nicht dispensieren - eine Ehe ist ein Sakrament, eine Familie muß versorgt, Kinder müssen umsorgt werden und zum Wachstum aller kostet das in der Familie vor allem eines: Zeit.

Als persönliche Notiz: auf meinem Glaubensweg war ein Mann sehr wichtig, der selber in seiner Ehe scheiterte. Seine Frau war nicht so gläubig wie er (auch nicht katholisch, aber das gibt’s ja auch nur “pro forma” leider genug), und dieser damalige Freund von mir erzählte mir (damals war die Ehe schon zerrüttet), daß es ihm für eine Zeit als Ehemann sehr wichtig war, 5x/Tag das Monastische Stundengebet zu beten, er war sehr benediktinisch geprägt. Hier, auch wenn er es nicht so sah, hat meines Erachtens das deutliche Ausleben einer persönlichen Frömmigkeit zum Scheitern einer sakramentalen Beziehung beigetragen. Ist es das “Wert”? Ich kann das nicht beurteilen, aber das eigene Kreuz kann manchmal an Orten auf einen warten, wo man es nicht vermutet.

Aufgrund dieser Geschichte ist es immer wichtig für Menschen, der in einer Familie zum OFS findet, diese”mitzunehmen”. Hierzulande (ich weiß nicht, ob das generell im OFS so ist) wir man eigentlich nur zum feierlichen Versprechen zugelassen, wenn der Ehepartner seine Einwilligung gegeben hat - und ich halte das für wichtig.

Nun zum zweiten Satz. Auch wenn es Momente geben, wo dieser auch in der Familie zum Tragen kommt, gehe ich hier nicht von so einem Fall aus. Der Satz hat Sprengstoff, weil er eben das Festhalten am Glauben in der Verfolgung nicht wünscht oder fordert, sondern lapidar feststellt. Daß das kein Murmelspiel ist, erleben Christen bspw. in muslimisch dominierten Ländern zuhauf, die Nachrichten sind mal wieder voll davon. Wirkliche Verfolgung erleben Christen hier in Deutschland ggf. dann, wenn sie Konvertiten aus dem Islam sind (was schlimm genug ist), sonst eher nicht. Schwierigkeiten schon eher. Doch hier ist Standfestigkeit angesat. Und wenn man bedenkt, daß diese Ordensregel für den gesamten OFS weltweit gilt (und es gibt ihn natürlich auch in Ländern mit enormer Christenverfolgung), dann sieht man klar, welcher Anspruch hier formuliert wird.


Regel Kapitel 2.5

Veröffentlicht am Thursday, 21. July 2011, 16:25

Letzter Teil: 2.4

8. Wie Jesus der wahre Anbeter des Vaters war, so machen auch sie Gebet und Kontemplation zum Kraftquell ihres Seins und Handelns. Sie nehmen teil am sakramentalen Leben der Kirche, vor allem an der hl. Eucharistie. Sie verbinden sich mit dem liturgischen Beten in einer von der Kirche vorgelegten Weise. So verlebendigen sie die Geheimnisse des Lebens Christi.

9. Die Jungfrau Maria, die demütige Magd des Herrn, aufgeschlossen für sein Wort und jede seiner Anregungen, wurde von Franziskus mit unsagbarer Liebe verehrt und von ihm zur Schutzpatronin und Fürsprecherin seiner Familie erwählt. Die Brüder und Schwestern der franziskanischen Gemeinschaft erweisen ihr ihre innige Liebe dadurch, dass sie ihre bedingungslose Verfügbarkeit nachahmen und zu ihr bewusst und voll Vertrauen beten.

Große Themen.

Ein Laienfranziskaner kann man ohne regelmäßiges und intensives Gebetsleben nicht sein, religiöse Sozialarbeiter sind die Glieder des OFS sicher nicht. Kontemplation und Gebet sollen die Kraftquellen des Seins sein - für voll Berufstätige mit Familien nicht einfach. Die Konstitutionen des OFS sehen das Stundengebet als zu bevorzugendes liturgisches Tagzeitengebet vor. Faktisch werden davon meistens das Morgengebet und das Abendgebet gebetet (Laudes und Vesper). Mir gelingt es nicht immer, das jeden Tag durchzuhalten (mein Tag beginnt sehr früh und das Bett ist so schön warm …), aber die Sehnsucht nach diesen Gebeten, die für meinen Glaubensweg generell sehr wichtig waren, treiben mich immer wieder dahin. Ein kleines Alleinstellungsmerkmal für den OFS ist übrigens wohl die alte franziskanische Tradition, anstelle des Stundengebetes auch morgens und abends eine gewisse Zahl von Vaterunser zu beten, um dem Versprechen der Regelbeobachtung nachzukommen (das stand in der alten Regel konkreter drin).

Die Hl. Eucharistie ist nach den Aussagen des 21. Ökumenischen Konzils, des Zweiten Vatikanums, der Höhepunkt der christlichen Existenz. So ist es nicht überraschend, daß viele Glieder des OFS täglich die Hl. Messe besuchen, ebenso wie es Franziskus immer tat, so oft er dies nur konnte.

Wichtig ist auch der letzet Satz im Abschnitt 8 - “So verlebendigen sie die Geheimnisse des Lebens Christi”. Ja, das ist das Ziel und der Wunsch, daß jeder im OFS diesem Ziel immer gleichförmiger wird. Gebet dient nie nur sich selbst, sondern - und auch das ist urfranziskanisch - einer wirklichen Veränderung des Betenden. So sollen wir durch ein “heiliges Gebären” (Franziskus) die Frau nachzuahmen versuchen, die Abschnitt 9 behandelt:

Maria.

Bei Franziskus fand ich den Gedanken das erste Mal, daß der Christ durch ein “heiliges Gebären” für die Mitmenschen eine Art Maria sein kann, daß durch das Sein des Christen das Wort wieder “Fleisch” annimmt. Dieser Gedanke hat mir immer sehr gefallen und Maria nähergebracht. Dabei fällt besonders die kontemplative Dimension Mariens für mich ins Gewicht: sie dachte viel nach (was ich zu wenig tue) und hielt nur eine Minipredigt (verglichen mit diesem geschwätzigen Blog). Sie sagte zu den Gästen der Hochzeit nur einen Satz, den entscheidenden:

Was er Euch sagt, das tut.

Nicht “das glaubt”, oder “das erzählt weiter”, so richtig und wichtig das alles auch ist. Maria sagt mir - über diesen konkreten Kontext der Hochzeit zu Kanaa hinaus - das es vor allem darauf ankommt, das zu tun, was Er mir sagt. Und damit ich weiß, was Er mir sagen will, muß ich wiederum ins Gebet, in die Kontemplation. Wie Maria. Nicht, daß ich Ihn nur da hören würde, nein, aber ich bin dadurch auch besser vorbereitet, sozusagen trainiert, wenn Er mir plötzlich “ganz profan” begegnet.

Deswegen kann ich zu Maria beten, daß sie mir helfen möge, wie sie (auf) Ihn zu hören und verfügbar zu sein.


Regel Kapitel 2.4

Veröffentlicht am Monday, 04. July 2011, 09:28

Letzter Teil: 2.3

7. Die “Brüder und Schwestern von der Buße” machen aufgrund ihrer Berufung und angetrieben durch die lebendige Kraft des Evangeliums ihr Denken und Handeln dem Beispiel Christi gleichförmig. Das erreichen sie durch bedingungslose und vollkommene innere Umkehr, im Evangelium “metanoia” genannt. Diese muß aufgrund der menschlichen Gebrechlichkeit täglich neu vollzogen werden.
Auf diesem Weg der Erneuerung ist das Sakrament der Wiederversöhnung das hervorragende Zeichen der Barmherzigkeit des Vaters und eine Quelle der Gnade.

Hier steckt einiges an Anforderung drin. Nicht nur eine Aufforderung, daß es so sein solle, sondern es wird festgestellt, daß dem so sei: das Leben der Mitglieder des OFS wird dem Beispiel Christui gleichförmig.
Gerade weil dieser Anspruch so hoch ist, muß die Versöhnung nach dem Scheitern immer wieder gesucht werden. Das klingt toll und stimmig, ist aber alles andere als leicht. Ich selbst bin noch nicht so weit, mein Scheitern leicht eingestehen zu können - nutze deswegen auch die Möglichkeit der Versöhnung zu selten. Es macht nicht immer Spaß, wenn das Spiegebild mal unverzerrt daherkommt.
Doch neben dem Sakrament der Veröhnung, der Beichte, gibt es noch die täglich neu zu vollziehende Umkehr. Immer wieder drängt die eigene Schwachheit zum bequemen Weg, jeden Tag aufs neue will zumindest ich (bei manchen Lesern mag es anders sein) erst einmal nicht umkehren und nicht meiner eigentlichen Berufung folgen.
Das ist eine Lebensaufgabe - und so ein Text zeigt, wie unwürdig man ist, so einer Gemeinschaft anzugehören.


Regel Kapitel 2.3

Veröffentlicht am Wednesday, 03. November 2010, 23:56

Vorherige Teile:
1.1, 1.2, 2.1, 2.2

6. Mit Christus in der Taufe begraben und auferweckt, sind sie lebendige Glieder der Kirche. Durch das Versprechen werden sie mit ihm noch inniger verbunden und so zu Kündern und Werkzeugen seiner Sendung unter den Menschen, indem sie durch ihr Leben und ihr Wort Christus verkünden. Vom hl. Franziskus inspiriert und mit ihm dazu berufen, die Kirche zu erneuern, verharren sie mutig in der vollen Gemeinschaft mit dem Papst, den Bischöfen und Priestern. Sie pflegen mit ihnen einen offenen und vom Glauben getragenen Dialog, der das apostolische Wirken der Kirche befruchtet.

Schon wieder die Kirche als Thema der Regel. Wird das nicht irgendwann mal zuviel? Nein, mitnichten, gerade für Franziskus war es das nie. Katholischsein war für ihn immer ein Muß.
Doch was bedeutet eigentlich die Kirche? Ich kann das hier niemals erschöpfend erläutern, aber ein paar Hinweise sind erlaubt. “Mit Christus in der Taufe begraben und auferweckt” heißt es. Durch diesen Tod für die Welt werden wir Glieder am Einen Leib des Herrn, lebendige Glieder. Dabei wird der Eine Leib nicht vollständiger durch uns, sondern wir vollständiger durch Ihn. Paulus sprach ja schon von der Kirche als Leib Christi als es erst ein paar Tausend Christen gab. Jetzt sind es mehr als 1 Milliarde Katholiken, der Leib ist dadurch aber nicht vollständiger geworden (und deswegen bleibt er auch der Eine Leib, wenn Christen die Kirche verlassen). In der Kirche werden wir erlöst. In der letzten Zeit habe ich mir, angeregt auch insbesondere durch die erwähnten Vorträge, mehr Gedanken gemacht über das Mysterium der Kirche und dabei festgestellt, daß die Lehre des Menschen als Glied der Kirche ein vollkommen anderes Bild zugrunde legt als der autonome Mensch der Postmoderne. Für letztere muß die Kindertaufe absurd sein. Für letztere müssen Gebete und insbesondere der Ablaß für Verstorbene absurd sein. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ohne den Rahmen komplett zu sprengen. Auf jeden Fall ging es Franz immer um diese Kirche, um diesen Leib Christi.
Durch das Versprechen (die Regel ein Leben lang zu befolgen) wird der Laienfranziskaner also Christus enger verbunden, um sich von Ihm im wahrsten Sinne des Wortes instrumentalisieren zu lassen. Das geht natürlich nur, wenn man seine Autonomie hintanstellt. Der Gehorsam Christus gegenüber ist der Gipfel jeder Lebensregel eines Christen. Vorrang vor dem Wort hat das Leben, hier legte Franz schon immer den Schwerpunkt. Gerade heutzutage, wo Worte ein Wegwerfprodukt geworden sind, überzeugt nur das Leben. Ganz konkret wird die Regel da bislang nicht, was dem Hl. Geist genug Spielraum im Einzelnen anvertraut. Auch dies ist ein Grundzug des Franziskanischen, keine Détailtreue, sondern Vertrauen in Sein Wirken.
Die Erneuerung der Kirche ist ein Kernthema des OFS. Schaut man sich das Leben und die Worte des Hl. Franz an, so wird man feststellen, daß dieser Erneuerung immer bei ihm selbst begann und er auch nie eine andere forderte. Jetzt erst einmal von “den anderen” (Papst, Bischöfe, Pfarrer etc.) Änderungen bzw. Erneuerungen zu verlangen, ginge also am Ansatz des Franziskus vorbei. “Be the change you want to see” sagte angeblich mal Mohandas “Mahatma” Gandhi. Das trift auch das Lebensbespiel des Franz von Assisi.
Und nur deswegen macht auch eine von einem offenen Dialog der Liebe getragenene Existenz in der Kirche Sinn. Nur so macht Kritik nicht unglaubwürdig. Nur so wird die Kirche als Sein Leben der Gnade erkenn- und erfahrbar.


Regel Kapitel 2.2

Veröffentlicht am Tuesday, 10. August 2010, 09:58

Vorherige Teile:
1.1, 1.2, 2.1

5. Die Brüder und Schwestern der Franziskanischen Gemeinschaft suchen Christus zu begegnen, wie er in den Mitmenschen, in der Heiligen Schrift, in der Kirche und in den Feiern der Liturgie lebt und wirkt. Der Glaube des hl. Franziskus, der ihn die Worte schreiben ließ: “In dieser Welt sehe ich von ihm, dem höchsten Sohne Gottes, leiblicherweise nichts . . . als seinen heiligsten Leib und sein heiligstes Blut”, ist für ihr Leben aus der hl. Eucharistie Inspiration und Wegweisung.

Hier scheint etwas von dem durch, was das Franziskanische ausmacht, was daher auch auf das entscheidende Bekehrungserlebnis von Franziskus zurückgeht. Er erkannte in einem Leprakranken, den er umarmte, den leidenden Christus. Es war kein Gotteserlebnis in der Einsamkeit (auch wenn er dort das Wort Gottes immer genauer geistlich studierte), kein Gotteserlebnis angesichts eines Naturschauspiels, welches ihm die Größe Gottes offenbarte, sondern es war die Begegnung eines konkreten Menschen.
Franziskus fand Jesus Christus besonders in der Heiligen Eucharistie (die er möglichst täglich mitfeierte), im Wort Gottes in der Hl. Schrift (die er zum Lebensende hin so gut auswendig konnte, daß er sie nicht mehr lesen brauchte) und eben im Mitmenschen.

Daher entspräche es überhaupt nicht franziskanischem Geist, wenn man das eine gegen das andere ausspielte.
Es geht bspw. in der Hl. Messe auch immer um den Menschen - den Banknachbarn bspw. nicht zu grüßen, weil man mit sich und Gott allein sein will, stimmt damit nicht überein.
Es geht auch immer um die Kirche, die der bevorzugte Ort der Anwesenheit Jesu ist. Auf die Kirche hören kann auch heißen, auf den Nachbarn zu hören, ebenso wie auf einen Kleriker zu hören.
Es geht auch immer um Gottes Wort in der Hl. Schrift. Laut Franziskus hat Gott durch Sein Wort jeden Buchstaben geadelt, weil man durch diese Sein Wort formen kann - die Mißachtung oder Mißbilligung der Hl. Schriften anderer ist daher, auch wenn sie Irrtümer enthalten, durch nichts zu rechtfertigen. Denn der Herr hat die Natur dieser “anderen” angenommen, als er Mensch wurde.

Die Eucharistie als Höhepunkt der christlichen Existenz - eine seltsame Vorstellung in unserer Leistungsgesellschaft, weil da ja gerade etwas an uns passiert und wir nicht den sonst so aktiven Teil spielen. Für Franziskus spielt gerade die Kleinheit der Allerwelts-Elemente Brot und Wein ein bedeutende Rolle - schließlich hätte der Herr sich uns auch in Lamm und Wein schenken können. Das Allergrößte wird so handhabbar klein, der Allergrößte gibt sich in unsere Hände - für Franziskus wie für alle von ihm Begeisterte ein ewig unergründliches Mysterium.


Regel Kapitel 2.1

Veröffentlicht am Monday, 26. April 2010, 03:37

Vorherige Teile:
1.1, 1.2

4. Regel und Leben der Brüder und Schwestern in der Franziskanischen Gemeinschaft ist dieses: Das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus zu beobachten nach dem Beispiel des hl. Franziskus von Assisi, der Christus zur geistlichen Mitte seines Lebens vor Gott und den Menschen machte.
Christus, das Geschenk der Liebe des Vaters, ist der Weg zu ihm. Er ist die Wahrheit, in die uns der Heilige Geist einführt. Er ist das Leben, und er ist gekommen, uns in seiner Fülle daran teilnehmen zu lassen.
Die Brüder und Schwestern der Franziskanischen Gemeinschaft lesen immer wieder im Evangelium. Sie suchen auf den Anspruch der Frohen Botschaft in ihrem Leben Antwort zu geben und es an ihm auszurichten.

Was für alle Ordensgemeinschaften der Kirche gilt, aber schon immer in den franziskanischen Ordensregeln explizit drin stand, ist, daß das Evangelium selbst die höchste Ordensregel ist. Daran wird auch kaum ein Christ ernsthaft zweifeln. Die verschiedenen Ordenstraditionen betonen eben mehr den einen oder anderen Schwerpunkt der Nachfolge Jesu, doch Ziel ist immer die Nachfolge.
Daß Jesus hier noch einmal “die Wahrheit” genannt wird - und eben nicht nur Wahrheit ohne Artikel oder gar “eine Wahrheit”, entnommen dem Evangelium, stellt meines Erachtens angesichts der weltweiten Verbreitung des OFS mit Berührungspunkten mit zahlreichen anderen Religionen einen wichtigen Punkt dar. Es ist unaufgebbares Gut des christlichen Glaubens, daß Jesus die Wahrheit ist, daß die Wahrheit über Gott nicht in “wahren” Sätzen besteht, sondern in einer Person. Eine Person, die keine Bewunderer wollte (wie schon Kierkegaard feststellte), keine Erklärer, sondern Nachfolger.
Das Wie der Nachfolge ist dann wiederum in der höchsten Ordensregel, dem Evangelium, nachzulesen, auf den Spuren des Hl. Franziskus. Ein weltlicher Franziskaner ohne Liebe zur Hl. Schrift ist nicht. Es geht dabei nicht um theologisch akkurate Bibelarbeit, es geht nicht um das Für und Wider verschiedener Übersetzungen, auch wenn das natürlich sein darf. Aber schon die Bergpredigt allein bietet genug für ein Leben an Nachfolgeübungen, da reicht hier im deutschsprachigen Raum die offizielle Einheitsübersetzung vollkommen aus.
Dieser Versuch der Nachfolge bleibt immer Stückwerk, doch der Versuch ist es jeden Tag wert.


Regel Kapitel 1.2

Veröffentlicht am Thursday, 25. February 2010, 15:00

Vorherige Teile:
1.1

3. Nach “Memoriale Propositi” (1221) und nach den verschiedenen von den Päpsten Nikolaus IV. und Leo XIII. bestätigten Regeln paßt die vorliegende Regel die Franziskanische Gemeinschaft - unter Berücksichtigung der veränderten Zeitverhältnisse - den Erfordernissen und Erwartungen der heiligen Kirche an. Auslegung dieser Regel ist Sache des Heiligen Stuhles; ihre Anwendung geschieht durch die Generalkonstitutionen und durch regionale Richtlinien.

Weltlicher Franziskaner kann man nur in der Kirche, durch die Kirche und mit der Kirche sein. Diese Kirche, die Franziskus so liebte, ist der einzige authentische Ort der franziskanischen Erfahrung. Mit all ihren Schwächen, all ihren Versagern (u. a. mich), all der möglichen Begrenzheit ihrer Glieder ist sie doch die runzlige alte Mutter Kirche, die ihre Kinder (vom Papst bis neugetauftem Kleinkind) in den Sakramenten und der Lehre der Apostel mit dem Heil Gottes versorgt. Darum verharrte er in ihr, weil er ihr so viel verdankte. Dabei hörte Franziskus auf die Kirche, auch wenn er manches Mal seinen eigenen Weg ging (Predigten gegen die Gewalt beim Kreuzzug). Das bedeutet, daß bei aller Treue zur Kirche es letztlich die Gabe des Hl. Geistes ist, die die franziskanische Bewegung inspiriert. Die aktuelle Regel von 1978 (eine der letzten Amtshandlungen von Papst Paul VI.) ist daher nicht das Resultat einer Kommission des Vatikans oder so, sondern innerhalb des OFS entstanden, nachdem der Papst eine Annäherung an die ursprünglichen Wurzeln des Ordens forderte - und der Herr Papst hat dann diese Lebensform bestätigt. Konkrete Anwendungsbestimmungen über die Regel finden sich in den “Konstitutionen”, die wiederum im OFS auf internationaler oder nationaler Eben auszuarbeiten und zu -leben sind - und auch vom Herrn Papst bestätigt werden.
Es ist dieser Zweiklang von Kirche und Geist, der für das franziskanische Leben essentiell ist.


Regel Kapitel 1.1

Veröffentlicht am Thursday, 11. February 2010, 16:06

1. Unter den geistlichen Gemeinschaften, die vom Heiligen Geist in der Kirche erweckt worden sind, vereint die franziskanische Familie alle jene Glieder des Volkes Gottes, Laien, Ordensleute und Priester, die sich zur Nachfolge Christi in den Fußspuren des hl. Franziskus von Assisi berufen wissen.
Auf verschiedene Art und Weise, aber im lebendigen Miteinander, wollen sie das gemeinsame Charisma des Seraphischen Vaters im Leben und in der Sendung der Kirche vergegenwärtigen.

2. Innerhalb dieser Familie hat die Franziskanische Gemeinschaft ihre eigene Stellung. Sie stellt sich dar als eine organische Einheit aller katholischen Gemeinden und Gruppen in der weiten Welt, in denen sich Brüder und Schwestern mit ihrem Versprechen verpflichten, das Evangelium zu leben in der Weise des hl. Franziskus und mit Hilfe dieser von der Kirche bestätigten Regel. So bemühen sie sich, unter dem Anruf des Heiligen Geistes in Erfüllung ihrer weltlichen Pflichten nach der vollkommenen Liebe zu streben.

In diesen beiden ersten Absätzen des ersten Kapitels der Regel des weltlichen Franziskanerordens (OFS) steckt eigentlich in Essenz schon alles drin.

- das Christsein nach dem Vorbild des Hl. Franz von Assisi ist von Gott Heiliger Geist selbst gewollt. Diese Nachfolge ist nicht besser oder schlechter als andere, sie ist aber sehr wohl eine angemessene und von der Kirche gewollte Art und Weise dem Herrn nachzufolgen.
- die Kirche möchte, daß diese Art der Nachfolge (”Charisma”) in der Kirche präsent ist.
- die Mitglieder der Franziskanischen Gemeinschaft (eben des OFS) streben nach der vollkommenen Liebe! Mehr geht nicht! Mehr muß auch nicht, denn die vollkommene Liebe ist Er selbst. Das ganze “in Erfüllung der weltlichen Pflichten” ist auch nicht gerade einfach…

Eigentlich könnte da die Regel schon aufhören, doch natürlich interessiert auch ein wenig mehr die Art der Nachfolge, was sie von anderen so unterscheidet. Wichtig schon hier ist der Begriff der Liebe, der war für Franziskus essentiell. Die Liebe zu leben suchen, jeden Tag, gegenüber jedem.

Schwierig, aber möglich - mit Gottes Hilfe, die man dann Gnade nennt.

Dabei ist diese Regel dann kein juridisch einklagbarer Gesetzestext, sondern eine Hilfe, das Ziel der vollkommenen Liebe zu erreichen.

Bald mehr.