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Archiv für July, 2015



Alternative

Veröffentlicht am Friday, 31. July 2015, 10:28

Seit einem Jahr bombardieren die USA Stellungen des IS.

Als Resultat wird der IS militärisch ebenso stark angesehen wie zuvor. Wirkliche Erfolge gibt es nicht.

Es mag illusorisch klingen, aber wie wäre es mal zur Abwechslung mal mit der Förderung von gewaltfreien Aktionen - dabei sterben zumindest keine unbeteiligten Zivilisten …


Leider schon normal

Veröffentlicht am Thursday, 30. July 2015, 12:34

und dennoch aufgrund der politischen Tragweite unverschämt:

Es wundert sich ja niemand mehr heutzutage, wenn folgendes gesagt wird:

Look at a country like Poland, which for many people, a couple of years ago, would have been beyond hope of redemption because of the everlasting oppression of the Catholic Church.

(Die Kirche als Verhinderer(!) der Erlösung, auch ein lustiger Gedanke)

Doch daß das Ganze vom gleichen Sprecher kommt, der folgendes behauptet:

I am still a Christian and a Catholic. I feel very comfortable disagreeing with the Pope on almost everything. He doesn’t define who I am as a Catholic. That’s my own choice. And that is the relationship I feel I have with God.

macht das ganze nur noch lächerlicher und man könnte aufhören, so einen Menschen ernst zu nehmen.

Doch wenn Du den Menschen kennenlernen willst, gibt ihm Macht.

Und dieser Mann hat Macht. Er ist Kommissar der Europäischen Kommission, ihr erster Vizepräsident, zuständig für “Bessere Rechtssetzung, interinstitutionelle Beziehungen, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechtecharta” in der Kommission unter Führung von Jean-Claude Juncker und heißt Frans Timmermanns. Die ganze Rede findet sich hier auf seiner eigenen Webseite der Kommission.

Ein Schmankerl noch gefällig?

Anyway, I have taken up too much of your time. I hope you understand that I feel passionately about this issue. Why I feel passionately about this issue. Why I will not rest in the European Commission until we have achieved what we need to achieve. Not because we want to impose our views on other Europeans who don’t share them. But because we believe passionately that if this was already discovered by so many nations in Europe, it is about time that all the other nations in Europe discovered the same thing. There is no reason for homophobia. There is no reason to discriminate. There is every reason to grant every single member of the LGBTI community full rights, full respect and full participation in our European society.

Und in diesem Fall bin ich der Meinung, daß man diversen politischen und kirchlichen Stellen schon mitteilen kann, was die Kommission so von der Kirche hält…


Wenn es weh tut

Veröffentlicht am Thursday, 23. July 2015, 16:03

Nein, es gibt für diesen Beitrag keinen aktuellen Anlaß. Aber es mag ja sein, daß es der eine oder andere mal erfährt: man bemüht sich, die Schönheit des wahren katholischen Glaubens mitzuteilen und es geht so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann und/oder man wird nur verlacht oder schlimmeres.

Dann tut es gut, so einen Artikel zu lesen

Catholicism is ultimately not about you. It’s about the supreme glory of the most adorable Trinity.

Do not defend yourself. Be insulted, be diagnosed, and be grateful that you have been slandered for the sake of Christ. This is much easier said than done. But how will God paint something beautiful if you will not let him press you against the canvas of others? God is the artist; we are the paintbrushes. It’s our job to get dirty, to be spread thin, flattened, crunched, and pressed against the world. You are going to be broken—but the truth remains unbroken.

You must pray. Get into apologetics, hermeneutics, and church history, but not until you get on your knees. “Rejoice in hope, patient in tribulation, constant in prayer” (Rom. 12:12). Seek opportunities to share the Catholic faith in word and deed. But most of all, seek opportunities to pray. “Devote yourselves to prayer, watchful and thankful” (Col. 4:2). More often than not, you are not battling ignorance and indifference but the giants of pride and passion.

Be humble and confident. Be Biblical and Catholic. Be brokenhearted and tenderhearted. Above all, be in love (John 13:35).


Perfektes Beispiel

Veröffentlicht am Tuesday, 21. July 2015, 09:51

Wer sich jemals gefragt hat, was genau an der Gender-Theorie schlimm sein soll, der findet hier bei faz.net das perfekte Beispiel. Gender nicht als wissenschaftliche Theorie, sondern als gesellschaftliche Ideologie.

Es wird so ziemlich alles durcheinandergewürfelt, durchgeschüttelt und ideologiekonform interpretiert: Biologie und Soziologie, quantitative Normalität und qualitative Normalität, Gefühle und Tatsachen, Klischees, absurde Vorurteile und gespielte Naivität. Natürlich gepaart mit einem Verdrängen aktueller Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung.

Eines Unterrichts auf der Basis des Grundgesetzes absolut unwürdig, paßt eher zu unfreien Gesellschaftsmodellen.


Wow!

Veröffentlicht am Friday, 17. July 2015, 08:25

Die Katholische Kirche hier in Düsseldorf bläst die Missionale 2016 ab (auch kath.net berichtet darüber)!

Damit habe ich nicht gerechnet - aber wirklich überraschen tut es mich auch nicht. Die Quasi-Abschiedspredigt des ehemaligen Stadtdechanten an Fronleichnam (leider nicht online gefunden) deutete schon darauf hin: seine mehr als zehn Jahre als oberster Repräsentant der Kirche in der Landeshauptstadt ließen ihn zu der Erkenntnis kommen, daß nicht der Papst, nicht die Sexuallehre, nicht der Zölibat oder Priestermangel, sondern der Wunsch einer breiten Kirchenbasis, daß alles so bleiben solle wie bisher - und zwar auf lokaler Ebene - der Hauptgrund für eine schrumpfende Kirche seien.

Und jetzt gibt es, wenige Wochen später, den Beleg für diese These.

Natürlich kann das “Team der 72″, an dem auch Geschwister des hiesigen OFS beteiligt waren, seine Enttäuschung nicht so deutlich artikulieren, wie sie gefühlt wird, positive Formulierungen müssen da sein. Doch das Dilemma wird klar.

Es gilt immer noch das, was schon der damalige Erfurter Bischof Joachim Wanke im Jahr 2000 als Nachwort schrieb:

Unserer katholischen Kirche in Deutschland fehlt etwas. Es ist nicht das Geld. Es sind auch nicht die Gläubigen.
Unserer katholischen Kirche in Deutschland fehlt die Überzeugung, neue Christen gewinnen zu können [ich würde gar behaupten: zu wollen].
Das ist ihr derzeit schwerster Mangel.
In unseren Gemeinden, bis in deren Kernbereiche hinein, besteht die Ansicht, dass Mission etwas für Afrika oder Asien sei, nicht aber für Hamburg, München, Leipzig oder Berlin.

Und da das zweifellos so ist - zumindest in der breiten Mehrheit - darf auch die Kirche in der breiten Mehrheit hierzulande ganz arg schrumpfen, damit habe ich dann kein Problem. Ist allerdings schade um die Menschen, die Christi Liebe nicht erfahren, denn für die ist das Evangelium ja da. Auch hier in Düsseldorf, in der entchristlichsten Stadt in NRW.


Treffer?

Veröffentlicht am Wednesday, 15. July 2015, 21:26

Der heute in der Kirche gelesenene Abschnitt des Evangeliums lautet (Mt 11,25-27):

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Gleichzeitig feiert die Kirche eine Heiligen, einen meiner Lieblingstheologen, den für mich größten des Hochmittelalters (bin eben kein Thomist), ein unvergleichlicher Franziskaner, der in aller Demut und Bescheidenheit zu großer Weisheit und Klugheit kam:

der Hl. Bonaventura von Bagnoregio (Taufname Giovanni di Fidanza).

Seine Schriften sind für mich immer wieder aufregend und anregend. Ich bin sowieso ein Fan der Scholastik - alle Argumente, insbesondere auch die des Gegenübers werden geachtet und gewichtet (machen wir das heute noch?), es wird streng mit der Vernunft argumentiert und gleichzeitig die Offenbarung Gottes in ihrer Gänze, insbesondere auch die Hl. Schrift, durchschritten und durchlebt. Seine Grundlagen, die Hl. Schrift und die Kirchenväter (letztere hielt er für weitaus bedeutender als die antiken Philosophen, die er deswegen nicht als Autorität ansah, anders als Thomas von Aquin), machen ihn bis heute zu einem enorm fruchtbringenen Vermittler zwischen der lateinischen und der ostkirchlichen Theologie.

Als Generalminister, also als “Chef auf Zeit” des jungen und “wilden” Ordens der Minderen Brüder (Franziskaner) besuchte er so gut er konnte, natürlich zu Fuß, alle Häuser der Gemeinschaft und versuchte zwischen den streitenden Auffassungen zu vermitteln. Die persönliche Armut war ihm selbstverständlich - angebliche “Notwendigkeiten des Amtes” waren ihm fremd.

Ebenso als Generalminister hatte er mehrfach das Bischofsamt abgelehnt. Als er das dann schließlich doch aus Gehorsam zum Papst annahm, war er gerade dabei, nach dem Essen abzuspülen - und kündigte seinen Brüdern an, daß das, was auf ihn zukäme, nur Sorgen und Last wäre, das Spülen dagegen eine Quelle des Segens sei.

In Wissen und Weisheit liegt die große Versuchung, sich über andere zu erheben - das beginnt mit der Erhebung über das frühere Selbst vor diesem Wissen (die Weisheit ist dann natürlich futsch, wenn man das macht).

Der Kirchenlehrer Hl. Bonaventura kann uns lehren, wie man beides vereinen kann: das kindliche Gemüt und die theologische Finesse, die Treue im Kleinen und das Suchen im Großen. Mystik und Nüchternheit. Die Erniedrigung des Selbst und die Ehre Gottes.

Hl. Bonaventura, Doctor Seraphicus, bitte für uns.


Zu wenig bekannt

Veröffentlicht am Tuesday, 14. July 2015, 21:30

Heute feiert die Kirche einen Heiligen, der mich schon vor einiger Zeit beeindruckt hat. Leider ist er hierzulande viel zu wenig bekannt.

Wer auch nur halbwegs die Bibel kennt, sollte Mt 25,31 ff. kennen: was ihr dem Geringsten getan habt, habt ihr mir getan.

Nun ist das leicht gelesen - aber verdammt schwer umgesetzt, vor allem wenn es außerhalb der “eigene Komfortzone” stattfindet.

Dieser Mann, Kamillus von Lellis, Gründer des später “Kamillianer” genannten Ordens, hat seine Brüder darauf verpflichtet, genau diese Bequemlichkeit zu verlassen. Ihr viertes Gelübde (neben den bekannten dreien) lautet nämlich, den Kranken und Sterbenden auch bei Gefahr für das eigene Leben immer beizustehen. Kein Wunder, daß die Kamillianer bei den Epidemien von Typhus, Pest und Cholera immer viele Mitglieder verloren. Doch sie lebten ihren Auftrag.

Für Kamillus von Lellis war die Begegnung mit und die Fürsorge für die Kranken die Quelle mystischer Verbundenheit mit Christus. Er sah in ihnen leidende Kinder Gottes und letztlich den leidenden Christus selbst.

Leider ist es heutzutage nicht einfach zu erklären, daß es den einzelnen nicht herabstuft, wenn man in ihm Christus erkennt - da es von seiner Individualität überhaupt nichts wegnimmt. Es ist ja vielmehr so, daß ihm oder ihr dadaurch ein Höchstmaß an Würde und Ehre noch hinzukommt - doch der individuell gesinnte Geist, der sehr um sich selbst kreist, vermag das nur schwer zu verstehen.
Ich hoffe, daß es, verstanden oder unverstanden, immer wieder genug Menschen gibt, die im konkret Leidenden Christus erkennen und danach auch handeln. Eine Extra-Schicht Gottesdienst.