Kein Vorbild
Vereinzelt hört man christliche Stimmen (bspw. in einigen verlinkten Podcasts und amerik. Blogs), daß der protest der Muslime in aller Welt, so falsch er auch in der Wahl der Mittel sei, uns Christen doch dazu anregen sollte darüber nachzudenken, wie wir selbst mit Beleidigungen umgehen. Schließlich erführen wir sie ja sehr häufig (was zweifellos stimmt).
Ich sehe das dennoch anders. Protest um des Protestes willen sollte den Christen ja nicht am Herzen liegen. Gut, manch einer mag dann unseren Glauben bzw. unsere Religion für schwach halten - aber hey, ich glaube an einen Gott, der sich wehrlos kreuzigen ließ. Insofern ist lautstarker Protest vielleicht eher etwas, auf das ein “steck dein Schwert in die Scheide” in mein Ohr kommt als daß ich da vom Herrn Zustimmung bekäme. Und letztendlich, so nehme ich einfach mal an, gebe ich und geben wir ein besseres Zeugnis, wenn wir uns da an Jesu Vorbild halten und unser Vertrauen in den Herrn leibhaftig durch Zurückhaltung demonstrieren. Ich weiß aber auch, daß es da durchaus kontroverse Meinungen zu gibt. Früher sah ich das auch anders.
Das heißt natürlich nicht, daß ich dies unterstütze und masochistischen Neigungen das Wort rede. Konsequente Konsumverweigerung, bspw. Urlaub nicht in islam. Ländern, Produkte möglichst nicht von Firmen kaufen, die das Christentum herabsetzen (davon gibt es auch im Westen genug) etc., wäre die Hausaufgabe, die jeder zu erfüllen trachten kann.
Noch etwas: es ist doch nicht so, und das ist das Scheinheilige an dieser Debatte, als gäbe es in unseren westl. Demokratien keine Selbstzensur. Ein Beispiel: es möge jemand versuchen, den hunderttausendfachen Tod ungeborener Kinder in einer Zeitung bildlich an einem Einzelbeispiel darzustellen. Viel Vernügen bei diesem Unterfangen, keine Chance. In der Schule klappt das ebensowenig. Dabei wird das Töten vom Staat bezahlt und entspricht dem Mehrheitwunsch der dt. Bevölkerung.
(Ich erlaube mir eine Tradition von Erich, der seinen 
Dieser Mann,