Wo bleibt eigentlich die Schuld, wenn sie vergeben ist?

Thursday, 07. June 2018

Und noch vieles mehr, von einer meiner Lieblings-Philosophinnen:


Tiefe

Wednesday, 02. May 2018

Folgenden Text fand man bei einem gefallenen Soldaten des Amerik. Bürgerkrieges. Er kämpfte zwar auf der Verliererseite, aber gewonnen hatte er einiges:

I asked God for strength, that I might achieve,
I was made weak, that I might learn humbly to obey.

I asked for health, that I might do great things,
I was given infirmity, that I might do better things.

I asked for riches, that I might be happy,
I was given poverty, that I might be wise.

I asked for power, that I might have the praise of men,
I was given weakness, that I might feel the need of God.

I asked for all things, that I might enjoy life,
I was given life, that I might enjoy all things.

I got nothing that I asked for, but everything I had hoped for.
Almost despite myself, my unspoken prayers were answered.

I am, among all men, most richly blessed.


Nur mal so

Sunday, 29. April 2018

Ich bin sicher nicht der erste, der darauf kommt, aber wenn Gott in Genesis spricht, daß er den Menschen als sein Abbild machen will und dann ein so zutiefst soziales Wesen schafft, das zum Überleben von frühester Kindheit an zwingend Bindung braucht (dazu gibt es ja genug wiss. Studien), das immer aus einer Familie stammt, das oftmals - also meistens - im Erwachsenenleben wieder von Dauer geprägte Bindungen sucht,

dann ist es ja nicht so arg abwegig, daß Gott in Sich ebenfalls Bindungen hat und ist (auch wenn das natürlich nicht die Dreifaltigkeit belegt).

Und da Er uns erschaffen hat und immer wieder erhaltend erschafft, zeigt es vielleicht auch, daß Er Bindung sucht - zu uns.


Abscheu

Wednesday, 25. April 2018

Zu welchen ekelerregenden Extremen die Philosophie des Utilitarismus fähig ist - in Großbritannien hatte sie seit jeher sehr großen Einfluß, auch politisch - zeigt sich im aktuellen Fall des Jungen Alfie Evans (da sich da ständig was tut, wären Links schnell zu alt).
Mit einem schweren Gendefekt geboren, wollen die Eltern, daß er doch möglichst lange lebt. Doch sowohl die brit. Polizei wie auch die Gerichte wollen unbedingt, daß er stirbt, alles andere sei “nicht in seinem Interesse”.

Und jetzt atmet der einfach ohne Beatmungsgeräte weiter!

Italien will ihn weiterbehandeln, doch die brit. Gerichte verbieten das Ausfliegen. Seine eigenen Eltern haben keine Chance dagegen. Selbst Sauerstoff dürfen sie ihm nicht geben.

Der Junge soll sterben.

Brave New World, Schöne Neue Welt.

“Nie wieder” hört man jetzt ab und zu in Deutschland.

Die Euthanasie-Programme gehörten natürlich mit zum Programm der NSDAP.
Und wenn man mal die Nürnberger Kriegsverbrecher Protokolle liest, wird man erkennen, daß bei der NSDAP das Endziel die “Vernichtung lebensunwerten Lebens” war und besonders auf “Erb- und Geisteskrankheiten” abhob.

Eigentlich ist es egal, wer konsequent utilitaristisch denkt (also wenn das Wichtigste der Nutzen ist). Zuende gedacht führt es immer dazu zu töten. Im Bauch der Mutter oder danach. Sobald Leben bewertet wird, wird es zum Abschuß freigegeben.


Glück Christi

Friday, 13. April 2018

Meine kleinere 5jährige Tochter gestern vor dem Einschlafen mit ihrer Mutter (ich war auf einem Treffen des OFS):

“Ich glaube Jesus war auch ein bißchen glücklich da am Kreuz.”

“Ja?”

“Ja, denn seine Mama und andere waren da für ihn, haben sich gekümmert. Die anderen beiden waren ganz allein.”


Ich bin nicht allein überlebensfähig

Thursday, 05. April 2018

Ich gestehe: ich bin - genauso wie ein Embryo - nicht alleine überlebensfähig.

Auch als Erwachsener, als Familienvater, bin ich auf andere getötete(!) Organismen angewiesen um zu überleben. Ich muß getötete ehemalige Lebewesen essen, größtenteils Pflanzenstoffe, manchmal (kein Muss) auch Bestandteile von Tieren.

Ich gebe es zu.

Doch noch etwas Schlimmeres: ich bin nicht in der Lage, selbst dies allein zu tun. Ich muß diese Sachen einkaufen! Andere Lebewesen organisieren für mich die Verfügbarkeit und den Transport von den getöteten Lebewesen, damit ich sie essen kann.

Genauso sieht es mit Wasser aus. Ich gestehe: ich schöpfe es nicht aus Flüssen, ich reinige es nicht aufwändig selbst, koche es nicht mit selbstgehauenem Holz ab - nein! Ich öffne den Wasserhahn oder kaufe sogar Getränke ein!

Ungeborene töten niemanden, verstoffwechseln nichts “Totes”, Geborene dagegen schon.

Ich muß es einsehen: ich bin allein nicht überlebensfähig.


Zensur und anderes in den Sozialen Medien?

Thursday, 05. April 2018

Erst einmal Frohe Ostern der Auferstehung unseres Herrn (und somit dem Fest des Sieges des Lebens über den Tod)! Und nicht nachträglich, da wir noch mitten in der Osteroktav sind.

Da ja jetzt der “Facebook-Skandal” aktuell ist, wollte ich mich mal dazu äußern.

Als erstes sollte gesagt werden, finde ich, daß es gar kein Facebook-Skandal ist, sondern ein Skandal der Dummheit der Nutzer. Vorneweg: ich habe kein richtiges FB-Konto, auch so kann man leben. Ohne Twitter, Instagram und Snapchat geht das auch (habe ich einen großen Anbieter vergessen?).

Das alles sind private Firmen, die Geld verdienen wollen. Dieser Satz ist allen klar aber anscheinend doch eine Überraschung, wenn es darum geht ihn mit Leben zu füllen. Wer sich dort mit welchen Daten auch immer bewegt, bewegt sich auf privatem Gelände. Da diese Firmen vieles oder alles den Nutzern kostenlos anbieten und dennoch jede Menge Rechnerkapazität und Mitarbeiter bezahlen müssen, muß die Kohle woanders herkommen.

Wenn das Angebot umsonst ist, bist Du das Produkt.

Ganz einfach. Dadurch, daß ich da mitmische, generiere ich Daten und somit Quellen für den Umsatz und Profit des Unternehmens. Und das ganze geht nach den Spielregeln dessen, dem das private Anwesen gehört. Wer die Schuhe nicht ausziehen will, kommt eben nicht rein. Und wen ich nicht reinlassen will aus welchen Gründen auch immer, den lasse ich nicht rein oder schmeiße ihn raus. Das hat nichts mit Zensur zu tun - die ist immer staatlich - sondern nennt man Vertragsfreiheit. Ist ja mein Grundstück oder hier eben die Firma von XY. Gleiches gilt auch für diesen Blog. Wem FB oder Twitter nicht paßt, kann ein eigenes aufmachen, wem mein Blog nicht paßt, selbiges tun. Da das im Staatswesen nicht geht, ist der Begriff Zensur für diesen Bereich reserviert.

Also: Facebook wurde allein und ausschließlich dadurch groß und einflußreich, weil die Nutzer es zu dem machten, was es ist. Allerdings haben wohl Millionen vergessen, daß sie sich immer noch auf Privatgelände befinden und eben ggf. die Schuhe ausziehen müssen.


Was ist Leben

Friday, 02. March 2018

Es wird ja mal wieder in der BRD über Abtreibung debattiert, dieses Mal über das Verbot der Werbung dafür.

Was mir dabei auffällt, ist, daß es einerseits ein enormes biologisches Unwissen gibt und daß anderseits von Lebensschützern, die ja häufig religiös geprägt sind, genau dieses Wissen nicht ganz nüchtern ohne jeglichen religiösen Anhang genutzt wird.

Rein biologisch betrachtet: was ist Leben, was ist ein eigener Organismus? Die Biologie definiert Leben im Organismus als Erscheinung von drei Faktoren:

- eigener Stoffwechsel
- Wachstum
- Fähigkeit zur Fortpflanzung

Der eigene Stoffwechsel bedeutet, daß eigenes Erbgut selbständig vermehrt wird und daß Nährstoffe von außen dazu genutzt, nämlich verstoffwechselt werden. Viren bspw. nutzen den Stoffwechsel anderer Zellen, da sie selber keine sind und keinen eigenen Stoffwechsel haben. Sie schleusen sich in fremde Zellen ein und kapern da die Erbgutvermehrung, indem sie ihr eigenes da einschleusen. Der fremde Stoffwechsel wird dazu mißbraucht. Deswegen bilden Viren auch definitionsgemäß keinen Organismus und sind nicht einmal Leben.

Einzelne Körperzellen wie Hautzellen des menschen bilden ebenfalls keinen Organismus, da sie nie die Fähigkeit zur Fortpflanzung haben, auch wenn sie die anderen beiden Faktoren erfüllen. Da ich bisher niemanden kenne, der ernsthaft bestreitet, daß ein 3jähriges Kind ein menschlicher Organismus ist, auch wenn in dem Alter die Fortpflanzung unmöglich ist, geht es hier um die Potenz zur Fortpflanzung, also die spätere Möglichkeit. Die ist bei Hautzellen nie gegeben, daher bilden sie keinen keinen Organismus.

Beim menschlichen Embryo ist rein biologisch all das gegeben. Die Zellen haben einen eigenen Stoffwechsel (anders als Viren), sie vermehren sich, wachsen also, und sie haben die Potenz zur späteren Fortpflanzung. Natürlich hat diese Eigenschaften jeder Embryo von Säugetieren ebenfalls. So sind Hundeembryos und Elefantenembryos tierische Organismen, Menschenembryos sind menschliche Organismen. Wir nennen menschliche Organismen im allgemeinen “Menschen”.

Das ist die rein biologische Sicht.

Natürlich wissen auch einige, daß es beim Thema Abtreibung um eine Rechtsgüterabwägung geht, dem Recht der Selbstbestimmung der Frau und dem Recht des ungeborenen Menschen auf Leben. Dabei wird das Lebensrecht derzeit deutlich hintangestellt. Doch diejenigen, die das wissen und diese Sicht teilen, sind deutlich in der Minderheit der Abtreibungsbefürworter. Die meisten behaupten einfach, “das da” könne kein menschlicher Organismus sein (selbst in Lebensstadien, wo schon rein optisch das Menschsein eindeutig ist).

Hier kann ein einfache biologische Argumentation ohne jegliche religiöse Konnotation hilfreich sein. Das kann jeder in seinem Bioschulbuch nachlesen, die Definition eines Organismus ist seit Jahrzehnten dieselbe. Und der Mensch im Bauch der Mutter ist einer davon.

Nachtrag: noch eine Möglichkeit, fernab jeglicher religiöser Argumentation dieses Thema zu bearbeiten, ist die existentielle Ansprache. ich vermute mal jedes Kind weiß früher oder später, daß es mal im Bauch der Mutter war. Und zwar war es als dieselbe Person schon im Bauch der Mutter - kein Kind würde verstehen: Du wurdest erst mit der Geburt Du, vorher warst Du ein nichts. Der Abtreibungsbefürworter war im Bauch der Mutter er selbst. Er - nichts sonst - war mal Fötus, war mal Embryo. Er wurde nicht er selbst durch den Durchtritt durch den Geburtskanal. Nach meiner Erfahrung leuchtet das allen ein, auch wenn manche das nicht wollen.


Angebotserweiterung

Wednesday, 14. February 2018

Die Nachbarpfarrei hatte heute ein sehr gutes, städtisches Angebot - das Aschenkreuz “to go”. Von morgens 06:30 Uhr bis 21.30 Uhr heute Abend ist ständig ein Kleriker vor Ort, um das Aschenkreuz in einer kleinen Feier für Einzelne oder mehrere zu - wie nennt man das? - verteilen.
Ich hatte so die gute Gelegenheit, heute morgen auch körperlich um kurz nach sieben daran erinnert zu werden, daß auch ich einst zu Staub werde.

Es ist schon seit Jahren meine Meinung, daß die Kirche viel mehr mit ihren Sakramentalien “hausieren” gehen sollte. Sie sind keine Predigt (mit all dem faden Beigeschmack, die so was manchmal hat), erst recht kein Sakrament (die viele überfordern oder die vereinnahmend empfunden werden). Aber eines sind sie sicher: eine Erfahrung der Zuwendung Gottes.

Als Tipp für Entscheidungsträger: zweimal pro Jahr Wohnungssegnungen anbieten, jenseits der Sternsinger, die ja eh nie reingehen, sondern rein in die Wohnung mit Aspergill und alles segnen: Wohn- und Schlafzimmer, Küche und Bad. Die Ostkirchen machen es mit Erfolg vor.

Wenn die Kirche noch kulturell prägende Kraft entfalten kann, dann über die Sakramentalien.


Jetzt unterschreiben

Friday, 05. January 2018

und vor allem unterstützen:

Mission Manifest


Gesegnete Weihnachtszeit!

Sunday, 24. December 2017

Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren,
und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.

(Angelus Silesius)


Advent

Thursday, 21. December 2017

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin - bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke)


Auch dann

Wednesday, 13. December 2017

Verteidiger des Rechts auf Abtreibung unter allen Umständen stehen ja vor einem Dilemma: da sie das ungeborene Leben nicht als das von Menschen ansehen (darauf gehe jetzt ich nicht näher ein), aber gleichzeitig fast immer gesellschaftliche Überzeugungen haben, die jede Art von Unterscheidung schon als Bewertungen empfinden (allgemein Diskriminierung genannt, was eigentlich nur Unterscheidung heißt, naja, egal), stört es sie zunehmend, wenn Abtreibungen selektiv vorgenommen werden.

Bei potentiell behinderten Kindern stört es sie nicht zu sehr, weil sie sich mit ihnen (warum auch immer) nicht solidarisieren. Wenn es allerdings um eine Abtreibung geht, bloß weil das ungeborene Kind ein Mädchen ist (und so etwas kommt häufig vor), dann ist die Aufregung recht groß. Eigentlich unlogisch, denn entweder ist es ein Mensch mit entsprechender Würde oder eben nicht. Wenn nicht, warum dann aufregen?

Es gibt mögliche Hinweise auf eine genetische Variante, die zur Homosexualität möglicherweise disponiert (also diese sexuelle Orientierung wahrscheinlicher macht). Der Weg zu einem Gentest ist da nicht mehr weit.

Lebensschützer sollten im Gespräch mit Abtreibungsbefürwortern immer genau darauf hinweisen, und zwar freundlich und empathisch: das Recht auf Leben haben alle. Wir werden immer für alle eintreten. Für alle, denn Menschen sind heilig.

Und wir sollten den Abtreibungsbefürwortern auch sagen, daß sie es konsequenterweise befürworten (weil sie dem Wunsch der Mutter alles unterordnen), wenn ungeborene Homosexuelle abgetrieben werden. Die Reaktion wird vielleicht überraschen.


Ist es denn zu viel verlangt?

Thursday, 07. December 2017

Einfach mal die Beißreflexe weglassen und nachdenken. VORHER! Ist das zu viel verlangt? Das empfehle ich der CSU (bzw. hier ihrer bayr. Gesundheitsministerin), wenn sie mal wieder was von “christlicher Tradition” faselt und offensichtlich keinen blassen Schimmer hat, was das ist.

(Das ist keine parteipolitische Äußerung, sondern Ärger über zur Schau getragene Ahnungslosigkeit gepaart mit Arroganz. Findet man in allen Parteien, besonders beim Thema Christentum)

Wie die Ministerin zugeben wird, gibt es den Orden der Zisterzienser der strengen Observanz, genannt Trappisten, schon länger als die CSU. Diese werden schon seit jeher nur in Tüchern ohne Sarg bestattet. Und wer das hier liest, versteht auch warum. Bis ins 18. Jahrhundert konnten sich die meisten gar keinen Sarg leisten und wurden eben auch ohne beerdigt. Der Sarg ist eine Tradition der Reichen, nicht mehr. Und zwar nur, weil man ihn aufhübschen konnte. Hat mit dem Christentum null zu tun.

Herr, schmeiß Hirn vom Himmel! BITTE!


Geklärt

Tuesday, 05. December 2017

Die Debatte um “Amoris laetitia” und wie man die Sache mit dem evtl. möglichen Kommunionempfang wiederverheirateter Geschiedener (wvG) angehen kann, kann beendet werden. Hat sich erledigt. Ernsthaft. Es gibt eine hochoffizielle Interpretation. Hier kann man wirklich sagen: Roma locuta, causa finita est.
In nicht wenigen Sachen ist der Vatikan eben ein Staat - und wie ein Staat oder eine Kommune ein Amtsblatt hat, in dem es Gesetze und Regeln erläßt, so auch hier. Sie gelten ab Veröffentlichung dort.

Thema durch.

Und ganz ehrlich: viel Wind um arg wenig! Faktisch geht es nur darum, ob wvG zwingend enthaltsam leben müssen oder nicht, um sonst nichts - was also ehrlich gesagt in der Gemeinde außer dem Seelsorger eh niemanden was angeht.
Und da die argentinischen Bischöfe, deren Interpretation nun hochoffiziell als einzig richtige bezeichnet wurde, vor irgendeinem Sakramentenempfang darauf hinweisen, daß vor allen Sakramenten eine persönliche Begegnung mit dem lebendigen Jesus Christus fundamental sei, schlage ich ganz bescheiden vor:

Weg von der Genitalfixierung - hin zur Beziehung zu Jesus. Der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Und zwar in Fülle.


Happy New

Saturday, 02. December 2017

Church Year!

Früher eine Fastenzeit (und bei den Ostkirchen natürlich immer noch), heute eher das Gegenteil, beginnt heute abend mit der Adventszeit das neue Kirchenjahr.

Lassen wir Christus nicht nur in unser Leben treten, sondern Ihn Selbst durch unser Leben immer wieder aufscheinen! Wir sollen der Stern sein, dem die Menschen folgen um Jesus zu sehen, wir sollen wie Maria sein und Ihn durch unser Tun immer wieder neu gebären, Ihn sollen wir in den Ärmsten sehen und Ihm in ihnen dienen.

Straffes Programm!

Machbar nur mit Ihm!

Gesegnete Adventszeit!


Bedenkenswert

Thursday, 30. November 2017

Vor allem, weil es wahr ist.


Schweigen

Friday, 10. November 2017

Prof. emeritus Dr. Dr. Zulehner aus Wien hat eine online-Initiative zur Unterstützung des Papstes gestartet: Pro Pope Francis.

Bekanntermaßen hat schon sehr früh in seinem Pontifikat Papst Franziskus mit dem Wunsch für Aufsehen gesorgt, daß doch die Kirche eine arme Kirche für arme Menschen sein möge.

Angesichts des materiellen Reichtums in den Ländern deutscher Sprache (inbesondere durch das Steuer- und Abgabesystem in Deutschland und Österreich) wäre es natürlich selbstverständlich, daß sich die Initiative zu diesem Wunsch positiv positioniert, ihn also lautstark unterstützt, denn schließlich unterstützt sie ja den Papst.

Ihre diesbezüglichen Forderungen sind:

null.

Es gibt keine.

Das Thema wird nicht erwähnt.

Wie jetzt - ich? Aber ich bin doch, ich habe doch ein Recht auf, ich kann doch nicht wie die anderen ….

(Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …)

Nachtrag: auf Rückfrage schrieb mir DDr. Zulehner, man konzentriere sich auf Papst Franziskus und nicht auf alle wichtigen Anliegen.

(Bei der Antwort muß ich mich intellektuell ausklinken, tut mir Leid …)


Mit Kummer

Friday, 10. November 2017

“Mit einem gewissen Kummer” hat Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien und damaliger Weihbischof, in dem sehr lesenswerten Interview zum Jubiläum des Erscheinens des “Weltkatechismus” vor 25 Jahren feststellen müssen, daß genau dieses - nicht nur in meinen Augen - Meisterwerk der Kirche gerade im deutschsprachigen Raum eher mitleidig betrachtet denn mit Freude angenommen wurde und wird, gerade auch in Theologenkreisen.

Für ihn, so sagt er, sei das ein Mysterium. Ich halte ihm diese Diplomatie zu - und bin überzeugt daß er ziemlich genau weiß, warum es in den Ländern deutscher Zunge so ist.

Genau das, was er zu Beginn des Interviews festhält, daß es um die Lehre der Kirche gehe und nicht um die Meinungen von Theologen (was diese schon seit längerem zum Teil enorm fuchst), ist der entscheidende Punkt für die Ablehnung unter vielen dt. Theologen und ihren Schülern. Es kann einfach nicht sein, daß die Meinung des indischen Bischofs, ansonsten nur bittstellender Empfänger dt. Almosen, auf einmal wichtiger ist als die eines wohlsituierten verbeamteten C4-Professors! “Wo ist Rahner im Katechismus?” ruft der empörte Schultheologe deutscher Provenienz! Eben da, wo er hinghört, zusammen mit Ratzinger, von Balthasar, Boff, Sobrino, Häring etc. und egal aus welchem “Lager”: draußen, denn es geht nicht um Meinungen!

Den Katechismus der Katholischen Kirche gibt es online, als dickes oder Taschenbuch - er ist immer lesenswert und liefert das, was Kardinal Schönborn sagt: mit Sicherheit nur das, was die Kirche lehrt.


Nachahmung empfohlen

Thursday, 09. November 2017

Ich trage so einen (ähnlichen) immer bei mir. Zwar nicht selbst gemacht, aber wenn der mal auseinander fällt, wird der nächste es sein.


Kurzform

Tuesday, 17. October 2017

Das Problem der Kirche in Deutschland ist kurzgefaßt das, was ich neulich las und was auf viele Ortskirchen zutrifft (ich paraphrasierel):

Well sacramentalized, poorly catechized and never evangelized.

Also: der Fokus lag auf der Versorgung mit Sakramenten, die Lehre der Kirche wurde nie richtig thematisiert und die persönliche Beziehung zu Jesus kam nie vor.

Habe nur ich das Gefühl, daß das zu 100% zutrifft?


Legalisten?

Monday, 09. October 2017

Aus biographischen Gründen bin ich mit Spanien eng verbunden und mag Land und Leute sehr.

Derzeit gibt es ja gerade den Konflikt um die separatistischen Bemühungen der katalanischen Regionalregierung.

Meine Meinung dazu ist eindeutig: es gilt die spanische Verfassung. Denn nur so kann ein Rechtsstaat funktionieren.

Dabei bin ich sehr überrascht, wie auch wirkliche Kenner der Situation den vertretern dieser Meinung (also auch mir) vorwerfen, daß es bloß darum ginge Recht zu haben, daß das “legalistisch” sei. Das erste ist Blödsinn, das zweite geradezu sprachlosmachend gefährlich!

Seit wann ist es verwerflich, eine demokratisch per Volksentscheid(!) verabschiedete Verfassung zu verteidigen? Ist man in der Rechtfertigungspflicht, wenn man das als extrem hohes Gut ansieht?

Ich beginne mich sehr sorgenvoll zu wundern … offensichtlich wird die Verfassungstreue auch hierzulande manchmal nur opportunistisch gelebt …


Geschwister

Wednesday, 04. October 2017

Heute feiern alle, die ihn lieben und verehren, seinen Tag. Den Todestag des Hl. Franziskus von Assisi.

Wie sähe die Welt aus, wenn er heute am Leben wäre (natürlich lebt er bei Gott, aber ich meine das irdische Leben)?

Wahrscheinlich würde er vor allem eines machen, wie schon damals: kein Aufheben um sich selbst. Eben der Mindere Bruder in Reinform. Und genau deswegen kennen wir die vielen Franziskusse nicht, die vielleicht auch heutzutage leben und ihn sich zum Vorbild nehmen - sie halten sich nicht für was besseres oder ihre Einsicht für vorbildmäßig.

Was Du vor Gott bist, das bist Du, und sonst nichts - so soll Franziskus sinngemäß gesagt haben.

Ich glaube die Welt wär nicht grundlegend anders, wenn Franziskus heute leben würde. Er würde wie damals seiner Berufung folgen, der Herr würde ihm wie damals Brüder geben. Zum Papst vorzudringen wäre allerdings sicher nicht so einfach wie damals …

Lenin soll auf dem Todesbett gesagt haben, mit zehn Leuten wie Franziskus hätte er Rußland retten können. Nein, auch das wäre nicht gelungen. Denn ein von Franziskus Begeisteter ist eben der, der sich hinten anstellt. Keiner, der vorne weg trompetet. Seiner Berufung treu folgen, dabei alle Geschöpfe Gottes als Geschwister annehmen, alles aus und in Gnade annehmen, alles lieben - mehr ist es nicht. Und doch so anspruchsvoll.
Der Moment der ersten Liebe darf eben nicht vertrocknen. Die persönliche Begegnung mit IHM, der Franziskus wie jeden anderen auch ganz eigen berufen hat.


Sprachfähigkeit

Thursday, 28. September 2017

Es wird ja viel diskutiert und nachgedacht, wie Christen in der Öffentlichkeit - seien sie kirchlich unterstützt oder nicht - die Schönheit ihres Glaubens besser deutlich machen können.

Dabei fiel mir neulich auf, daß schon der gewählte Ansatz oftmals komplett falsch ist - und daß auch ich lange diesem Trugschluß unterlag und mittlerweile deswegen die relevante Diskursfähigkeit des Christentums nicht mehr so hoch einschätze.

Es ist Allgemeingut, daß das Entscheidende für das Christsein ist, eine Beziehung zu Jesus Christus zu haben, eine Beziehung zu einer realen lebenden Person. Alle Bekehrungserfahrungen, die oftmals die Grundlage eines engagierten Christentums sind, sind Beziehungserfahrungen. Und viele berichten von Bekehrungserlebnissen. Und was machen sie dann, was habe ich lange gemacht? Es wird rational argumentiert, warum diese oder jene Aussage des Glaubens, besonders moralischer Art, wichtig sei!! Das ist doch voll daneben!

Diese höchst persönlichen Bekehrungserlebnisse gehören nur dem, der sie gemacht hat, darum geht es nicht. Es geht nicht darum, damit hausieren zu gehen.

Aber anstelle der Kirche oder dem Christentum argumentativ unter die Arme zu greifen - sollte es nicht die Aufgabe sein, Räume zu schaffen, damit die Menschen Jesus wieder (oder erstmals!) erleben können? ich kenne einen Priester in Spanien, der mal berichtete, erst nach seiner Weihe dieses Erlebnis gehabt zu haben! So etwas ändert alles!

Hat die Kirche diese Räume der Beziehungserfahrung? Hat sie die Räume, damit jeder und jede einzelne auf ganz persönliche Art und Weise Christus erfahren kann? Und wenn nein - wie könnten diese aussehen und was hält uns davon ab? Dreidimensionale Räume müssen es nicht sein …


Vorbild

Wednesday, 06. September 2017

Vielleicht haben es nicht alle mitbekommen: im Februar dieses Jahres haben die höchsten Vertreter des Judentums außerhalb Israels (konkret: Amerika und Europa) einen Meilenstein veröffentlicht, eine bedeutende Erklärung zu den jüdisch-christlichen Beziehungen.

Das ganze Dokument lohnt die Lektüre. Was mir besonders gefällt - das wird Kenner nicht überraschen - ist der Umstand, daß viele Male auf die fundamentalen theologischen Unterschiede hingewiesen wird, die unüberbrückbar sind, wenn jeder in seinem Glauben verbleibt.

Genauso ist es. Es wird nichts zugedeckt, keine Harmonisesuppe ausgeschüttet.

Und dennoch, oder im besten Fall genau deswegen, ist ein gemeinsames Einstehen für gemeinsame Werte und das Bemühen um das gegenseitige Verständnis wichtig. Für mich der Kernabsatz, weil er alles hervorragend zusammenfaßt:

Jedoch stehen die Lehrunterschiede und unsere Unfähigkeit, den Sinn und die Geheimnisse des jeweils anderen Glaubens wirklich zu verstehen, unserer friedlichen Zusammenarbeit für die Verbesserung unserer gemeinsamen Welt und das Leben der Kinder Noachs nicht im Wege. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es entscheidend, dass unsere Glaubensgemeinschaften weiterhin einander begegnen und sich einander vertraut machen sowie sich das Vertrauen des je anderen verdienen.

So wünsche ich mir das und dafür bete ich. Egal, ob es Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten oder Atheisten/Agnostiker sind. Ein Traum!