Pfarrei-Hopping
Ich weiß nicht, wie weit verbreitet es ist, das Wechseln von Pfarreien, weil die eigene Pfarrei einem aus irgendeinem Grund nicht (mehr) gefällt oder paßt.
Seien es Gründe einer miserabel-laschen oder für das eigene Empfinden zu buchstabentreuen Liturgie, sei es der mißliebige Priester, Kaplan, Diakon, Küster(in) oder wer auch immer, sei es das Mißachten der eigenen Anstrengung oder das fehlende Lob. Sei es der Umzug, der die geistliche Heimat an anderem Ort ließ. Seien es die Gemeindemitglieder, die Christentum eher als kulturelle Verwertungshalde als als Begegnung mit dem lebendigen Gott ansehen.
Es gibt viele gute Gründe, von der territorialen Heimatpfarrei in andere Gefilde abzuwandern.
Doch sie überzeugen mich alle nicht.
Die eigene Pfarrei ist das konkrete Volk Gottes vor Ort, die konkreten Schwestern und Brüder, und die Familie sucht man sich bekanntlich nicht aus. Natürlich kann man zu Familienangehörigen den Kontakt abbrechen, doch dann kaum noch von einer gesunden Familienstruktur sprechen.
Vielleicht ist die eigene Pfarrei auch das Kreuz, das es zu tragen gilt, auch wenn ich keinesfalls wage, dies in einem konkreten Fall so zu benennen, Sinn kann man nicht von außen deklarieren.
Für mich war (und ist) es nach einen phantastischen und freudenreichen glaubensvollem Jahr in Spanien (weit vor Beginn dieses Blogs) immer noch schwierig, in meiner deutschen und verkopft-bedenkentragenden Heimat Bruchstücke dieses Enthusiasmus zu bewahren.
Doch hier bin ich hingestellt, ob es mir paßt oder nicht. Dazu gehört eben auch der real existierende Katholizismus in meiner Pfarrei.

Kein Kreuz im Altarraum.
Der Schiedsrichter hat liturgischen Tanz geahndet.
Predigender Laie muß vom Ambo entfernt werden.
Ungültige oder unvollständige Konsekration muß wiederholt werden.
Hand! (Wird gegeben wenn der Zelebrant zum Friedensgrußhandschütteln den Altarraum verläßt).
Der Predigt liegt eine fragwürdige Theologie zugrunde. Bei Entdeckung zieht der Schiedsrichter die Mundwinkel nach unten.
Das “Was-muß-ich-da-hören” Signal weist auf den Gebrauch banaler oder süßlicher Musik (vorzugsweise aus den siebzigern) hin.
Verhindert Auslassungen oder Veränderungen vorgeschriebener Texte.
Der Zelebrant hat die Gemeinde während des Hochgebetes zum Stehen aufgefordert.
Ungültige Purifikation oder auch: Falsche liturgische Farbe - sofortiger Wechsel angeordnet.
Zuviele Menschen im Altarraum, die da mangels Weihe nichts verloren haben. Gilt insbesondere während des Hochgebetes.
Keine new-age-Elemente in die Liturgie einführen.
Unerlaubte Abgabe von an das Weiheamt gebundene Aufgaben.
Stolafehler. Wird üblicherweise geahndet, wenn der Zelebrant die Stola über dem Gewand trägt oder Batiken zu erkennen sind.
Illegitimer Kommunionempfang!
Karnevalsmesse - Clown im Altarraum - rette sich, wer kann!
Extensiver Gebrauch inklusiver Sprache.
Heute feiert die franziskanische Familie den Gedenktag der 
